Der aktuelle turning chinese trend erfreut sich in den sozialen Medien großer Beliebtheit. Junge Menschen adaptieren chinesische Alltagsroutinen, um einen gesünderen Lebensstil zu führen. Dieser Trend, der sich durch Plattformen wie TikTok und Instagram verbreitet, beinhaltet Praktiken wie das Trinken von warmem Wasser, den Verzehr von Reisbrei und das Warmhalten der Füße.

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Woher kommt der „Turning Chinese Trend“?
Der Trend hat seinen Ursprung in den USA und verbreitete sich von dort nach Europa. Ein vielfach geteilter Beitrag, der an ein Zitat aus dem Film „Fight Club“ angelehnt ist, gilt als Ausgangspunkt: „You met me at a very chinese time of my life“. Unter diesem Motto verbreitete sich der Trend, der auch unter „Chinamaxxing“ bekannt ist. (Lesen Sie auch: Austin Schießerei: FBI prüft Terror-Hintergrund in Texas)
Die wichtigsten Fakten
- Der „Turning Chinese Trend“ verbreitet sich rasant auf Social Media Plattformen wie TikTok und Instagram.
- Junge Menschen adaptieren chinesische Alltagsroutinen für einen gesünderen Lebensstil.
- Der Trend basiert auf Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin.
- Kritiker bemängeln eine unkritische Romantisierung Chinas, während Befürworter die positiven Aspekte für die Gesundheit hervorheben.
Was steckt hinter der China-Romantisierung?
Ulrich, ein Experte für soziale Trends, erklärt gegenüber Stern, dass mehrere Entwicklungen zur Popularität beitragen. Viele Menschen sehnen sich nach Balance und Entschleunigung in ihrem Leben, was sich in der Hinwendung zu traditionellen Praktiken äußert. Zudem spielt die zunehmende Auseinandersetzung mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eine Rolle, die als ganzheitlicher Ansatz zur Gesundheit wahrgenommen wird.
Wie sieht die chinesische Morgenroutine aus?
Influencer zeigen auf Plattformen wie TikTok und Instagram, wie sie chinesische Datteln, Rosenblüten, Goji-Beeren und eine Scheibe Zitrone in heißes Wasser geben, um ein Heißgetränk nach chinesischem Vorbild zuzubereiten. Andere starten mit warmem Wasser und Knochenbrühe in den Tag oder kochen traditionellen Reisbrei. Am Abend darf für die Verdauung ein Apfeltee nicht fehlen. Auch das Tragen von Hausschuhen, um die Füße warm zu halten, ist Teil dieser Routinen. (Lesen Sie auch: Drogenboss Verhaftet: Millionen-Kokainring Gesprengt in NRW)
Kritik an der unreflektierten Übernahme chinesischer Traditionen
Obwohl der Trend viele Anhänger findet, gibt es auch kritische Stimmen. Einige bemängeln eine unkritische Romantisierung Chinas, das aufgrund seiner politischen Verhältnisse und Menschenrechtslage oft in der Kritik steht. Andere sehen in der Adaption chinesischer Praktiken eine kulturelle Aneignung. Befürworter des Trends argumentieren jedoch, dass es primär um die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit gehe und nicht um eine politische Aussage.
Die Rolle Donald Trumps
Interessanterweise wird im Netz auch ein Zusammenhang zwischen dem Trend und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hergestellt. Dieser soll mit seiner protektionistischen Politik und seiner Kritik an China indirekt dazu beigetragen haben, dass sich junge Menschen verstärkt mit chinesischer Kultur und Traditionen auseinandersetzen. Ob dieser Zusammenhang tatsächlich besteht, ist jedoch umstritten. Handelsblatt berichtet regelmäßig über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und den USA. (Lesen Sie auch: Austin Schießerei Tote: Drei Menschen Starben im…)
Der Begriff „Chinamaxxing“ stammt aus dem Bereich der Videospiele. Er beschreibt den Prozess, bei dem man aus einem Charakter maximale Fähigkeiten herausholt. Im übertragenen Sinne bedeutet „Chinamaxxing“, das Beste aus chinesischen Traditionen und Praktiken für sich selbst zu nutzen.
Der „Turning Chinese Trend“ zeigt, wie soziale Medien kulturelle Einflüsse verbreiten und verändern können. Ob es sich um eine kurzlebige Modeerscheinung oder einen nachhaltigen Trend handelt, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch ein Beispiel dafür, wie sich Menschen von anderen Kulturen inspirieren lassen, um ihren eigenen Lebensstil zu bereichern. Die Bundesregierung äußert sich regelmäßig zu kulturellen Einflüssen. (Lesen Sie auch: Lawine Colorado: Snowbiker löst Tödliche Gefahr)















