Die Tarifverhandlungen für den TV-L 2026, also den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, sind in Potsdam in der Verlängerung! Werden sich die Parteien einigen oder kommt es zum Streik? Verdi und der Beamtenbund dbb pokern mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) um die Gehälter von rund 1,1 Millionen Beschäftigten. Nach zähen Verhandlungen am Wochenende steht noch immer keine Einigung. Die Frage ist: Gehen die Beschäftigten bald auf die Straße oder gibt es doch noch eine Last-Minute-Einigung am Verhandlungstisch? TVL 2026 steht dabei im Mittelpunkt.

Ergebnis & Fakten
- Verhandlungsort: Potsdam
- Parteien: Verdi, dbb und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)
- Betroffene: Rund 1,1 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder
- Kernforderungen: Gehaltserhöhungen zur Kompensation von Reallohnverlusten
Showdown in Potsdam: Einigung in Sicht oder droht der Streik?
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst Länder 2026 in Potsdam war ein wahrer Krimi. Die Gewerkschaften forderten eine deutliche Gehaltserhöhung, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die TdL hingegen verwies auf die knappen Kassen der Länder. Ein Kompromiss schien zunächst in weiter Ferne. Doch am späten Sonntagabend deutete sich eine mögliche Annäherung an. Ob es am Ende für einen Abschluss reicht, bleibt aber weiter spannend.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: azit
- Betrag: 200 Euro
| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| TV-L 2026 Tarifverhandlungen | Offen | 13. Februar 2026 | Potsdam | Zähe Verhandlungen, Streikdrohung, mögliche Annäherung |
Was fordern die Gewerkschaften im Detail?
Verdi und dbb sind mit konkreten Forderungen in die Verhandlungen gegangen: 7 % mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Eine soziale Komponente ist den Gewerkschaften besonders wichtig. „Wir brauchen eine tabellenwirksame Erhöhung, die vor allem den unteren Einkommensgruppen hilft“, so ein Verdi-Sprecher. Die Gewerkschaften argumentieren, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren Reallohnverluste hinnehmen mussten und diese nun ausgeglichen werden müssen. (Lesen Sie auch: Mainz bleibt 2026: Weibliche Premiere und Klage)
Eine tabellenwirksame Erhöhung bedeutet, dass die Gehaltserhöhung auf alle Entgeltgruppen angewendet wird und sich somit auch auf Zulagen und Sonderzahlungen auswirkt.
Welches Angebot liegt von der Arbeitgeberseite vor?
Die TdL hat bisher lediglich Eckpunkte für eine stufenweise Erhöhung von rund 5 % bei einer langen Laufzeit von 29 Monaten vorgelegt. Dieses Angebot wurde von den Gewerkschaften als „unzureichend“ zurückgewiesen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, kritisierte der dbb-Chef. Die Arbeitgeber argumentieren, dass die Länderhaushalte bereits stark belastet seien und höhere Gehaltsforderungen nicht finanzierbar wären. Die TdL betonte die Notwendigkeit, einen Abschluss zu erzielen, der die finanzielle Stabilität der Länder nicht gefährdet. Laut Destatis sind die Personalkosten der Länder in den letzten Jahren bereits deutlich gestiegen.
Was bedeutet das Ergebnis?
Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen nach einer möglichen Urabstimmung unbefristete Streiks. Da es bei den Ländern keine Schlichtungsvereinbarung gibt, wäre dies ein harter Schlag für den öffentlichen Dienst. Betroffen wären unter anderem Landesverwaltungen, Unikliniken, der Justizvollzug, die Polizei und Lehrkräfte. Ein Streik würde nicht nur den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen, sondern auch die ohnehin angespannte Situation in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes weiter verschärfen. Andererseits würde eine Einigung im Tarifstreit auch die Weichen für die Übertragung auf rund 1,4 Millionen Beamte stellen. Eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten der Länder und Kommunen ist üblich.
Warum verhandelt Hessen separat?
Das Bundesland Hessen ist nicht Teil der TdL und führt eigene Tarifverhandlungen. Dies liegt an der besonderen Situation Hessens als einzigem Flächenland mit einer unionsgeführten Regierung. Hessen verfolgt traditionell eine eigenständige Tarifpolitik. Die Ergebnisse der Verhandlungen in Hessen können jedoch auch Auswirkungen auf die Verhandlungen in den anderen Bundesländern haben. Ob Hessen ein ähnliches Angebot wie die TdL vorlegen wird, bleibt abzuwarten. Die Gewerkschaft Verdi hat bereits angekündigt, auch in Hessen für eine deutliche Gehaltserhöhung zu kämpfen. (Lesen Sie auch: Tarifrunde Länder 2026: Verhandlungen, Forderungen und Streiks)
Wie geht es weiter?
Die Verhandlungen in Potsdam wurden am Sonntagabend unterbrochen. Ob es in den nächsten Tagen zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch unklar. Beide Seiten betonten jedoch die Bereitschaft, weiter zu verhandeln. Die Gewerkschaften kündigten an, ihre Mitglieder über den Stand der Verhandlungen zu informieren und gegebenenfalls eine Urabstimmung über Streikmaßnahmen einzuleiten. Die TdL appellierte an die Gewerkschaften, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und einen Kompromiss zu finden, der die Interessen der Beschäftigten und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Länder berücksichtigt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der TV-L 2026?
Der TV-L 2026 ist der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen). Er regelt die Arbeitsbedingungen und Gehälter von rund 1,1 Millionen Beschäftigten. Die Tarifverhandlungen für den TV-L 2026 sind aktuell in vollem Gange. (Lesen Sie auch: Ioanni V.: Wer ist der Mann, der…)
Welche Forderungen stellen die Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst Länder 2026?
Die Gewerkschaften Verdi und dbb fordern 7 % mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Ein wichtiger Punkt ist die soziale Komponente, um vor allem die unteren Einkommensgruppen zu unterstützen.
Was bietet die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an?
Die TdL hat bisher Eckpunkte für eine stufenweise Erhöhung von rund 5 % bei einer Laufzeit von 29 Monaten vorgelegt. Dieses Angebot wurde von den Gewerkschaften als unzureichend abgelehnt, da es nicht den Reallohnverlust der letzten Jahre ausgleicht.
Drohen Streiks im öffentlichen Dienst der Länder?
Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen nach einer möglichen Urabstimmung unbefristete Streiks. Da es bei den Ländern keine Schlichtungsvereinbarung gibt, könnte dies den öffentlichen Dienst erheblich beeinträchtigen.
Welche Berufsgruppen sind vom TV-L 2026 betroffen?
Vom TV-L 2026 betroffen sind unter anderem Beschäftigte in Landesverwaltungen, Unikliniken, im Justizvollzug, bei der Polizei und Lehrkräfte. Eine Einigung würde sich somit auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens auswirken. (Lesen Sie auch: Rentenreform Deutschland: Warum Zögert die Politik so…)
Die Tarifverhandlungen für den TV-L 2026 bleiben ein spannendes Spiel. Die Frage ist, ob die Tarifparteien in den nächsten Tagen einen Weg aus der Sackgasse finden oder ob es zu Streiks kommt. Die kommenden Tage werden entscheidend sein für die Zukunft der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder.

