Die steigenden Lebenshaltungskosten und unüberlegten Konsumentscheidungen haben im Jahr 2025 zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen geführt. Immer mehr Menschen geraten in eine finanzielle Notlage, aus der sie sich ohne professionelle Hilfe nicht mehr befreien können. Besonders betroffen sind junge Menschen, die sich von vermeintlich günstigen Ratenkäufen verleiten lassen.

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- Verbraucherinsolvenz 2025: Ein düsteres Bild der Überschuldung
- Junge Menschen besonders gefährdet
- Die Rolle von „Buy Now – Pay Later“ Angeboten
- Wie funktioniert das Verbraucherinsolvenzverfahren?
- Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter bei Privatinsolvenzen
- Was ist aktuell über Frank Schlein bekannt?
- Häufig gestellte Fragen
| Steckbrief: Frank Schlein | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Frank Schlein |
| Geburtsdatum | Nicht öffentlich bekannt |
| Geburtsort | Nicht öffentlich bekannt |
| Alter | Nicht öffentlich bekannt |
| Beruf | Geschäftsführer von Crif Deutschland |
| Bekannt durch | Experte für Verbraucherinsolvenz |
| Aktuelle Projekte | Analyse der Verbraucherinsolvenzen 2025/2026 |
| Wohnort | Nicht öffentlich bekannt |
| Partner/Beziehung | Nicht öffentlich bekannt |
| Kinder | Nicht öffentlich bekannt |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Verbraucherinsolvenz 2025: Ein düsteres Bild der Überschuldung
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 107.816 Privatinsolvenzen registriert. Wie Stern berichtet, bedeutet dies einen Anstieg von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und die Tendenz ist weiter steigend. Der Informationsdienstleister Crif prognostiziert für 2026 sogar 110.000 Fälle von Verbraucherinsolvenz.
Frank Schlein, Geschäftsführer von Crif Deutschland, sieht die finanzielle Situation vieler Privatpersonen weiterhin als angespannt an: „Trotz einer grundsätzlich höheren Sparbereitschaft reichen die Rücklagen in vielen Haushalten nicht mehr aus, um die steigenden Kosten aufzufangen.“ Die durchschnittliche Schuldenlast der Betroffenen beläuft sich auf rund 15.000 Euro. Eine Summe, die für viele Haushalte kaum zu stemmen ist.
Die Hauptursachen für Privatinsolvenzen sind nach wie vor Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung oder Scheidung sowie gesundheitliche Probleme. Diese Faktoren können schnell zu einer finanziellen Schieflage führen.
Junge Menschen besonders gefährdet
Besonders alarmierend ist der Anstieg der Verbraucherinsolvenz bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen stiegen die Fallzahlen im Jahr 2025 um 52,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den 21- bis 30-Jährigen betrug der Anstieg 28,6 Prozent. Ein Grund dafür sind laut Crif spontane Ratenkäufe, die vor allem durch verlockende Angebote wie „Buy Now – Pay Later“ („Kaufe jetzt, bezahle später“) gefördert werden.
Diese Angebote sind besonders verlockend, da sie es ermöglichen, online schnell und unkompliziert per Mausklick einzukaufen. Die Finanzierung wird oft zum Nulltarif angepriesen, was viele junge Menschen dazu verleitet, ihre Finanzkraft zu überschätzen und mehr auf Pump zu kaufen, als sie sich leisten können. Verbraucherschützer warnen regelmäßig vor dieser Gefahr. (Lesen Sie auch: Paramount Netflix Bieterkampf: Zieht sich Zurück!)
Die Verlockung, sich sofort Wünsche erfüllen zu können, ist groß. Doch die vermeintliche Bequemlichkeit kann schnell in eine Schuldenfalle führen. Viele junge Menschen unterschätzen die langfristigen finanziellen Auswirkungen von Ratenkäufen und verlieren den Überblick über ihre Ausgaben.
Die Rolle von „Buy Now – Pay Later“ Angeboten
Die „Buy Now – Pay Later“ Angebote haben in den letzten Jahren stark zugenommen und sind mittlerweile fester Bestandteil des Online-Handels. Sie ermöglichen es Verbrauchern, Einkäufe sofort zu tätigen und die Bezahlung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben oder in Raten zu begleichen.
Diese Angebote sind besonders attraktiv für junge Menschen, die oft über ein geringes Einkommen verfügen und sich teure Anschaffungen nicht sofort leisten können. Die Möglichkeit, die Kosten auf mehrere Monate zu verteilen, erscheint vielen als eine einfache und bequeme Lösung.
Allerdings bergen „Buy Now – Pay Later“ Angebote auch Risiken. Viele Verbraucher unterschätzen die langfristigen finanziellen Auswirkungen und verlieren den Überblick über ihre Ausgaben. Zudem können hohe Zinsen und Gebühren anfallen, wenn die Raten nicht pünktlich bezahlt werden. Dies kann schnell zu einer Überschuldung führen.
Steckbrief
- Verbraucherinsolvenzen steigen 2025 um 7,8 Prozent.
- Besonders junge Menschen sind betroffen.
- „Buy Now – Pay Later“ Angebote als Risikofaktor.
- Durchschnittliche Schuldenlast: 15.000 Euro.
Wie funktioniert das Verbraucherinsolvenzverfahren?
Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein gerichtliches Verfahren, das überschuldeten Privatpersonen die Möglichkeit bietet, sich von ihren Schulden zu befreien. Es ist ein komplexer Prozess, der mehrere Phasen umfasst.
Zunächst muss der Schuldner einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht stellen. Dem Antrag sind umfangreiche Unterlagen beizufügen, die die finanzielle Situation des Schuldners darlegen. Dazu gehören unter anderem eine Aufstellung der Schulden, eine Vermögensübersicht und ein Einkommensnachweis. (Lesen Sie auch: Karin Dohm verlässt deutsche Bank: Was bedeutet…)
Nach Eingang des Antrags prüft das Insolvenzgericht, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung des Verfahrens erfüllt sind. Ist dies der Fall, bestellt das Gericht einen Insolvenzverwalter, der die Vermögenswerte des Schuldners verwaltet und die Gläubiger befriedigt. Das Insolvenzrecht (InsO) regelt die Details des Verfahrens.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird ein sogenannter Schuldenbereinigungsplan erstellt. Dieser Plan sieht vor, wie die Schulden des Schuldners beglichen werden sollen. Die Gläubiger haben die Möglichkeit, dem Plan zuzustimmen oder ihn abzulehnen.
Wird der Schuldenbereinigungsplan von allen Gläubigern angenommen, ist das Insolvenzverfahren beendet. Andernfalls kommt es zur sogenannten Wohlverhaltensphase. In dieser Phase muss der Schuldner bestimmte Pflichten erfüllen, um die Restschuldbefreiung zu erlangen. Dazu gehört unter anderem die Pflicht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder sich zumindest darum zu bemühen.
Nach Ablauf der Wohlverhaltensphase, die in der Regel drei Jahre dauert, entscheidet das Insolvenzgericht über die Restschuldbefreiung. Wird die Restschuldbefreiung erteilt, ist der Schuldner von seinen restlichen Schulden befreit.

Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter bei Privatinsolvenzen
Die meisten Privatinsolvenzen wurden im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen registriert. Mit 25.864 Fällen liegt das bevölkerungsreichste Bundesland deutlich vor allen anderen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl gab es die meisten Insolvenzen jedoch in Bremen.
Die regionalen Unterschiede bei den Privatinsolvenzen sind vielfältig. Sie können unter anderem auf unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen, Arbeitsmarktsituationen und soziale Bedingungen zurückzuführen sein. (Lesen Sie auch: Curtis Yarvin: Was Steckt Hinter Seinen Maga-Ideen)
Was ist aktuell über Frank Schlein bekannt?
Frank Schlein ist als Geschäftsführer von Crif Deutschland ein gefragter Experte zum Thema Verbraucherinsolvenz. Er analysiert regelmäßig die aktuellen Zahlen und Trends und gibt Empfehlungen zur Vermeidung von Überschuldung. Schlein betont immer wieder die Bedeutung einer frühzeitigen Beratung und Unterstützung bei finanziellen Problemen.
Schlein hat sich bisher nicht öffentlich zu seinem Privatleben geäußert. Es ist daher wenig über seine Familie, seine Hobbys oder seinen Wohnort bekannt.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die durchschnittliche Schuldenlast bei einer Verbraucherinsolvenz?
Die durchschnittliche Schuldenlast der Betroffenen beläuft sich auf rund 15.000 Euro. Diese Summe stellt für viele Haushalte eine große Belastung dar und kann ohne professionelle Hilfe kaum bewältigt werden.
Welche Altersgruppe ist am stärksten von der steigenden Verbraucherinsolvenz betroffen?
Besonders alarmierend ist der Anstieg der Fallzahlen bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen gab es einen Anstieg von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Lesen Sie auch: Mediashop: Österreichische Teleshopping-Tochter meldet)
Welche Rolle spielen „Buy Now – Pay Later“ Angebote bei der Überschuldung junger Menschen?
„Buy Now – Pay Later“ Angebote verleiten viele junge Menschen dazu, ihre Finanzkraft zu überschätzen und mehr auf Pump zu kaufen, als sie sich leisten können. Hohe Zinsen und Gebühren können die Situation zusätzlich verschärfen.
Was sind die Hauptursachen für eine Verbraucherinsolvenz?
Wie kann man eine Verbraucherinsolvenz vermeiden?
Eine frühzeitige Beratung und Unterstützung bei finanziellen Problemen ist entscheidend. Verbraucher sollten ihre Ausgaben im Blick behalten, auf unnötige Ratenkäufe verzichten und sich bei Bedarf professionelle Hilfe suchen.
Die steigende Verbraucherinsolvenz im Jahr 2025 ist ein Warnsignal. Es zeigt, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten und ihre Finanzen im Griff zu behalten. Besonders junge Menschen sind gefährdet, in eine Schuldenfalle zu geraten. Es ist daher wichtig, frühzeitig aufzuklären und zu sensibilisieren, um eine weitere Zunahme der Verbraucherinsolvenz zu verhindern. Die Zahlen zur Verschuldung privater Haushalte sollten stets im Blick behalten werden.

















