Der Verbund Strompreis sorgt aktuell für Diskussionen in Österreich. Der teilstaatliche Energiekonzern hat einen neuen „Österreich-Tarif“ angekündigt, der den Strompreis für seine Kunden auf unter zehn Cent pro Kilowattstunde senken soll. Allerdings wird dieser Preis nur durch einen Rabatt im ersten Vertragsjahr erreicht, was Kritik hervorgerufen hat.

Hintergrund zum Verbund Strompreis und der Tarifanpassung
Der Verbund ist Österreichs größter Stromversorger und befindet sich mehrheitlich in staatlichem Besitz. Im Jänner 2026 kündigte Verbundchef Michael Strugl überraschend die Einführung eines „Österreich-Tarifs“ an. Dieses Versprechen wurde von der Bundesregierung unter Kanzler Christian Stocker (ÖVP) als wichtiger Schritt zur Senkung der Energiekosten für die Bevölkerung gefeiert. Ziel war es, den Strompreis für die rund 440.000 Kundinnen und Kunden des Verbunds auf unter zehn Cent pro Kilowattstunde zu senken. Nun wurden die Details des neuen Tarifs bekannt gegeben, die für gemischte Reaktionen sorgten. (Lesen Sie auch: Katharina Gallhuber: ÖSV-Trainers Taktik und Shiffrins)
Aktuelle Entwicklung beim Verbund Strompreis
Konkret sieht der neue Tarif des Verbunds einen Arbeitspreis von 12,5 Cent pro Kilowattstunde vor. Allerdings gewährt der Konzern im ersten Vertragsjahr einen Rabatt von drei Cent, wodurch der effektive Preis auf 9,5 Cent sinkt. Wie derStandard.at berichtet, ergibt sich inklusive Grundentgelt ein Preis von etwa 10,5 Cent pro kWh für einen durchschnittlichen Haushalt. Hinzu kommen noch Steuern und Abgaben. Der neue Tarif soll ab dem 1. März 2026 gelten. Laut DiePresse.com beträgt der neue Verbund-Strompreis im ersten Jahr inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer 11,40 Cent. Das Unternehmen gibt für die neuen Tarife eine Preisgarantie für zwölf Monate ab.
Kritik und Reaktionen auf den neuen Verbund Strompreis
Die Ankündigung des neuen Tarifs hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während die Bundesregierung die Initiative des Verbunds begrüßt, sehen Kritiker darin lediglich einen „Marketingschmäh“ oder „Marketinggag“. Insbesondere die Tatsache, dass der günstige Preis nur durch einen Rabatt im ersten Jahr erreicht wird, stößt auf Kritik. FPÖ und das gewerkschaftsnahe Momentum-Institut äußerten sich in diesem Sinne kritisch. Sie bemängeln, dass bisher nicht von einer Rabattaktion die Rede gewesen sei. Andere Stimmen weisen darauf hin, dass sich der neue Tarif inklusive Rabatt an den günstigsten Angeboten ohne Rabatt orientiert, die laut Tarifkalkulator der E-Control seit einiger Zeit bei neun bis zehn Cent netto beginnen. (Lesen Sie auch: Asbest-Alarm bei Aldi Süd: Rückruf von "Stretch)
Der neue Verbund Strompreis: Was bedeutet das für Verbraucher?
Für Verbraucher bedeutet der neue Tarif des Verbunds zunächst eine potenzielle Entlastung bei den Stromkosten – zumindest im ersten Vertragsjahr. Allerdings sollten Kunden genau auf die Bedingungen des Tarifs achten und sich bewusst sein, dass der günstige Preis nur durch einen Rabatt erreicht wird. Nach Ablauf des ersten Jahres steigt der Preis wieder auf 12,5 Cent pro Kilowattstunde (netto). Es empfiehlt sich daher, die verschiedenen Angebote am Markt zu vergleichen und gegebenenfalls zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Die E-Control bietet hierfür einen Tarifkalkulator an, der einen Überblick über die aktuellen Strompreise ermöglicht.
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Strompreise
Die Entwicklung der Strompreise hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Entwicklung der Energiepreise an den internationalen Märkten, die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und die politische Rahmenbedingungen. Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise auch in Zukunft Schwankungen unterliegen werden. Umso wichtiger ist es für Verbraucher, sich regelmäßig über die aktuellen Preise zu informieren und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln, um von günstigeren Angeboten zu profitieren. (Lesen Sie auch: Lisa Hörhager: Österreichische Hoffnungen im Slalom)
Verbund Strompreis im Vergleich: Eine Übersicht
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Eckdaten des neuen Verbund-Tarifs im Vergleich zum bisherigen Tarif:

| Tarif | Arbeitspreis (netto) | Rabatt im 1. Jahr | Effektiver Preis im 1. Jahr (netto) |
|---|---|---|---|
| Bisheriger Tarif | 15,70 Cent/kWh | 5 Monate Gratisstrom (entspricht ca. 6,54 Cent/kWh) | 9,16 Cent/kWh |
| Neuer Tarif | 12,50 Cent/kWh | 3 Cent/kWh | 9,50 Cent/kWh |
Häufig gestellte Fragen zu verbund strompreis
Wie setzt sich der neue Verbund Strompreis zusammen?
Der neue Strompreis des Verbunds besteht aus einem Arbeitspreis von 12,5 Cent pro Kilowattstunde (netto), von dem im ersten Vertragsjahr ein Rabatt von 3 Cent abgezogen wird. Dadurch ergibt sich ein effektiver Preis von 9,5 Cent pro Kilowattstunde (netto) im ersten Jahr. (Lesen Sie auch: Slalom Femme Jo 2026: der Frauen bei…)
Gilt der neue Verbund Strompreis auch für Bestandskunden?
Ja, auch Bestandskunden des Verbunds können in die neue Tarifstruktur wechseln. Es empfiehlt sich, die individuellen Vertragsbedingungen zu prüfen und gegebenenfalls den Wechsel zum neuen Tarif zu beantragen.
Wie lange gilt die Preisgarantie für den neuen Verbund Strompreis?
Der Verbund gibt für die neuen Tarife eine Preisgarantie von zwölf Monaten ab dem 1. März 2026. Das bedeutet, dass sich der Arbeitspreis während dieses Zeitraums nicht ändern wird.
Welche Kritik gibt es am neuen Verbund Strompreis?
Kritiker bemängeln, dass der günstige Preis nur durch einen Rabatt im ersten Jahr erreicht wird und dass dies zunächst nicht transparent kommuniziert wurde. Sie sehen darin einen „Marketingschmäh“ oder „Marketinggag“.
Wo kann ich die Strompreise verschiedener Anbieter vergleichen?
Die E-Control bietet auf ihrer Webseite einen Tarifkalkulator an, mit dem Sie die Strompreise verschiedener Anbieter vergleichen und das für Sie passende Angebot finden können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
