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Verdi Streik ÖPNV am 2. Februar 2026: Die Gewerkschaft ruft zum bundesweiten Warnstreik im Nahverkehr auf. Am Montag stehen Busse und Bahnen in fast allen Bundesländern still. Rund 100.000 Beschäftigte in 150 Verkehrsbetrieben sind zum Streik aufgerufen – die Arbeitgeber verweigern bislang Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen.
Das Wichtigste zum Verdi Streik ÖPNV
- Datum: Montag, 2. Februar 2026, ganztägig (24 Stunden)
- Betroffene: Fast 100.000 Beschäftigte in 150 Verkehrsbetrieben
- Auswirkung: ÖPNV kommt laut Verdi „zum Erliegen“
- Ausnahme: Niedersachsen (Friedenspflicht), S-Bahnen (Deutsche Bahn)
- Forderungen: Kürzere Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten, höhere Zuschläge
Der Verdi Streik ÖPNV trifft Pendler in ganz Deutschland hart. Die Gewerkschaft hat für Montag, den 2. Februar 2026, bundesweit zu Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen bei Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen einstellen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass der ÖPNV in den betroffenen Städten komplett zum Erliegen kommt.
Der Streik beginnt am Montag um 3:00 Uhr morgens und dauert 24 Stunden bis Dienstag, 3:00 Uhr. Betroffen sind die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie nahezu alle großen Städte in den Flächenländern.
Verdi Streik ÖPNV: Welche Städte sind betroffen?
Der Warnstreik trifft Pendler in fast allen Bundesländern. Hier die wichtigsten betroffenen Städte im Überblick:
| Bundesland | Betroffene Städte/Betriebe |
|---|---|
| Berlin | BVG (U-Bahn, Tram, Busse) |
| NRW | Köln, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bielefeld |
| Bayern | München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut |
| Baden-Württemberg | Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Esslingen, Konstanz, Baden-Baden |
| Hessen | Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen, Marburg |
| Schleswig-Holstein | Kiel, Lübeck, Neumünster, Flensburg |
| Bremen | BSAG (Busse und Straßenbahnen) |
| Hamburg | Hochbahn (Entscheidung am 31.01.) |
Wichtig: S-Bahnen sind vom Verdi Streik ÖPNV nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden. Auch private Busunternehmen fahren regulär. In Niedersachsen gilt noch die Friedenspflicht – dort fährt der ÖPNV normal.
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Was fordert Verdi beim ÖPNV Streik?
Im Mittelpunkt der Tarifverhandlungen stehen bessere Arbeitsbedingungen für die ÖPNV-Beschäftigten. Die Kernforderungen der Gewerkschaft Verdi:
- Kürzere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich
- Kürzere Schichtzeiten (maximal 12 Stunden)
- Längere Ruhezeiten (mindestens 11 Stunden)
- Höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit
- Mehr Wendezeit an Endhaltestellen (mindestens 6 Minuten)
In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne verhandelt.
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Verdi-Vize Christine Behle zum ÖPNV Streik
„Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck. Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen.“
„Das Verhalten der Arbeitgeberseite ist ein Angriff auf bestehende Vereinbarungen. Damit wird der ÖPNV als Daseinsvorsorge gefährdet.“
Warum kommt es zum Verdi Streik im ÖPNV?
Die Arbeitgeber haben in den bisherigen Verhandlungen laut Verdi fast jede Verbesserung der Arbeitsbedingungen verweigert. Mehr noch: Teils sollen Belastungen sogar erhöht werden – etwa durch längere Schichten oder die Streichung des Krankengeldzuschusses.
Die Kommunalen Arbeitgeberverbände (KAV) verweisen dagegen auf die „katastrophale Finanzlage“ vieler Städte und Gemeinden. Zusatzkosten durch höhere Zulagen seien nicht finanzierbar. In dieser Situation gehe es bereits darum, den Status quo zu sichern.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam angesetzt. Weitere Informationen zu Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gibt es auch in unserem Artikel zur Handball-EM 2026, die zeitgleich stattfindet.
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Alternativen während des Verdi Streik ÖPNV
Wer am Montag auf Bus und Bahn angewiesen ist, sollte frühzeitig Alternativen planen:
- S-Bahn und Regionalzüge: Fahren regulär (Deutsche Bahn)
- Fahrrad oder E-Scooter: Leihfahrräder und E-Roller als Alternative
- Fahrgemeinschaften: Mit Kollegen abstimmen
- Homeoffice: Wenn möglich, von zu Hause arbeiten
- Früh losfahren: Mehr Zeit einplanen, Bahnen werden voller sein
Aktuelle Informationen zu Fahrplanänderungen erhalten Fahrgäste auf den Webseiten der lokalen Verkehrsbetriebe sowie beim ADAC.
Häufige Fragen zum Verdi Streik ÖPNV
Stand: 30. Januar 2026
Quellen: Verdi, dpa, t-online, Berliner Zeitung, ZDF
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