Der Vergewaltigungsprozess in Norwegen gegen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, war für diesen eine enorme Belastung. Das sagte sein Verteidiger am letzten Tag der Verhandlung. Die mediale Aufmerksamkeit und die Zugehörigkeit zur Königsfamilie hätten die Situation zusätzlich erschwert.

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Wie argumentierte die Verteidigung im Vergewaltigungsprozess in Norwegen?
Der Anwalt von Marius Borg Høiby, Petar Sekulic, argumentierte, dass der immense Medienrummel und die Tatsache, dass sein Mandant zur Königsfamilie gehört, eine große Belastung darstellten. Laut der Zeitung „Verdens Gang“ sagte Sekulic, dass Høiby sehr unter der Situation leide, „weil er seine Familie so sehr liebt und es ihn wirklich quält, was sie in dieser Angelegenheit durchmachen musste“. (Lesen Sie auch: Vergewaltigungsprozess Norwegen: Richter Krank, Prozess Platzt)
Zusammenfassung
- Verteidiger sieht massive Belastung für Høiby durch Prozess und Medienrummel.
- Zugehörigkeit zur Königsfamilie verschärfte die Situation.
- Staatsanwaltschaft forderte über sieben Jahre Haft.
- Høiby ist in 40 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung.
Was forderte die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen Marius Borg Høiby?
Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten für Marius Borg Høiby. Der 29-jährige Norweger ist in insgesamt 40 Punkten angeklagt, wobei die schwerwiegendsten Vorwürfe vier Fälle von Vergewaltigung nach norwegischem Recht umfassen. Am Donnerstag erfolgte das Plädoyer der Verteidigung.
Welche Rolle spielte die Königsfamilie im Prozess?
Die Zugehörigkeit zur Königsfamilie erschwerte die Situation für Marius Borg Høiby zusätzlich, so sein Anwalt. Die immense öffentliche Aufmerksamkeit und die Sorge um seine Familie, insbesondere Kronprinzessin Mette-Marit, belasteten ihn stark. Wie die Zeitung „Verdens Gang“ berichtet, sei es für Høiby besonders schmerzhaft gewesen, seine Familie in dieser Situation zu sehen. (Lesen Sie auch: Vergewaltigungs-Vorwürfe: Finale im Høiby-Prozess: Jetzt sind die…)
Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, stammt aber nicht aus ihrer Ehe mit Kronprinz Haakon. Er hat keine offiziellen royalen Titel oder Aufgaben.
Wie geht es weiter im Vergewaltigungsprozess Norwegen?
Nach dem Plädoyer der Verteidigung wird das Gericht nun ein Urteil fällen. Wann genau dieses Urteil verkündet wird, ist derzeit nicht bekannt. Es bleibt abzuwarten, ob das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft folgt oder ein milderes Urteil fällt. Wie Stern berichtet, waren die vergangenen Wochen für alle Beteiligten eine Zerreißprobe. (Lesen Sie auch: Marius Høiby Anklage: Richter Krank – Prozess…)
Das norwegische Strafrechtssystem sieht bei Vergewaltigung Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren vor. Die genaue Strafhöhe hängt von den Umständen der Tat und der Schwere der Schuld ab.
Die Berichterstattung über den Fall hat in Norwegen eine Debatte über den Umgang der Medien mit Angehörigen der Königsfamilie ausgelöst. Kritiker bemängeln, dass die Privatsphäre von Marius Borg Høiby nicht ausreichend geschützt wurde. Andere argumentieren, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf Information habe, da es sich um einen Fall von öffentlichem Interesse handle. Der Sender NRK berichtete ausführlich über den Prozess.














