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Die Vierschanzentournee Garmisch-Partenkirchen steht vor der Tür: Am 1. Januar 2026 findet das traditionelle Neujahrsspringen auf der Großen Olympiaschanze statt. Nach dem dominanten Auftaktsieg von Domen Prevc in Oberstdorf richtet sich der Fokus nun auf das zweite Springen der 74. Vierschanzentournee – mit spannenden Duellen und deutschen Hoffnungen.
Das Wichtigste zum Neujahrsspringen 2026 in Kürze
Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen bildet die zweite Station der Vierschanzentournee 2025/26. Die Qualifikation findet am 31. Dezember 2025 um 16:00 Uhr statt, der Wettkampf folgt am Neujahrstag um 14:00 Uhr. Das ZDF überträgt beide Wettbewerbe live, Eurosport zeigt zusätzlich alle Durchgänge inklusive Training. Über 25.000 Zuschauer werden im ausverkauften Olympia-Skistadion erwartet.
Termine und Zeitplan Garmisch-Partenkirchen
| Datum | Uhrzeit | Programm |
|---|---|---|
| 31.12.2025 | 10:00 Uhr | Stadioneinlass |
| 31.12.2025 | 11:00 Uhr | Offizielles Training |
| 31.12.2025 | 16:00 Uhr | Qualifikation (ZDF & Eurosport) |
| 01.01.2026 | 10:00 Uhr | Stadioneinlass |
| 01.01.2026 | 12:30 Uhr | Probedurchgang |
| 01.01.2026 | 14:00 Uhr | 1. Wertungsdurchgang (ZDF & Eurosport) |
| 01.01.2026 | ca. 15:30 Uhr | Finale & Siegerehrung |
Vierschanzentournee Garmisch-Partenkirchen: Die Ausgangslage nach Oberstdorf
Der Slowene Domen Prevc dominierte das Auftaktspringen in Oberstdorf mit Traumweiten von 141,5 und 140 Metern. Der aktuelle Weltcup-Führende setzte sich souverän durch und gilt als klarer Favorit für den Gesamtsieg der Tournee.
Titelverteidiger Daniel Tschofenig aus Österreich sicherte sich den zweiten Platz und bleibt damit voll im Rennen um den Goldenen Adler. Der Vorjahressieger hatte die Tournee 2024/25 mit nur 1,4 Punkten Vorsprung vor Landsmann Jan Hörl gewonnen – das knappste Ergebnis seit fast 20 Jahren.
Für deutsche Freude sorgte Felix Hoffmann: Nach der Disqualifikation von Timi Zajc wegen eines Anzugverstoßes erbte der DSV-Athlet bei seinem Heimspringen einen Podestplatz. Philipp Raimund komplettierte als Fünfter ein starkes deutsches Ergebnis.
Deutsche Hoffnungsträger für das Neujahrsspringen
Das deutsche Team reist mit gemischten Gefühlen nach Garmisch-Partenkirchen. Während Hoffmann und Raimund überzeugen konnten, erlebten andere etablierte Springer einen schwierigen Auftakt:
- Pius Paschke verpasste als 33. den zweiten Durchgang – ein herber Rückschlag für den erfahrenen Springer
- Karl Geiger scheiterte bereits in der Qualifikation auf Rang 53
- Andreas Wellinger kämpfte ebenfalls mit den Bedingungen
Für Garmisch-Partenkirchen wird das DSV-Team durch die nationale Gruppe verstärkt. Ben Bayer, Luca Roth, Max Unglaube und Constantin Schmid kommen hinzu und erhöhen die deutschen Chancen auf ein gutes Mannschaftsergebnis.
Die Große Olympiaschanze: Daten und Fakten
Die Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen zählt zu den bedeutendsten Skisprungschanzen im Weltcup. Die moderne Anlage wurde 2007 fertiggestellt und ersetzte die historische Schanze von 1936.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hillsize (HS) | 142 Meter |
| K-Punkt | 125 Meter |
| Gesamthöhe | 149 Meter |
| Anlauflänge | 103,5 Meter |
| Schanzenrekord | 145 m (Michael Hayböck, 01.01.2025) |
| Zuschauerkapazität | ca. 25.000 |
Der aktuelle Schanzenrekord von 145 Metern wurde erst beim vergangenen Neujahrsspringen vom Österreicher Michael Hayböck aufgestellt. Diese Marke teilt er mit Anders Jacobsen aus Norwegen, der dieselbe Weite bereits 2014 erzielte.
TV-Übertragung und Livestream
Das ZDF überträgt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen live im Free-TV und im ZDF-Livestream. Die Qualifikation am Silvesterabend beginnt um 16:00 Uhr, der Wettkampf am Neujahrstag startet um 14:00 Uhr.
Eurosport zeigt alle Wettbewerbe der Vierschanzentournee inklusive Training und Qualifikation. Der Sender bietet zusätzlich ausführliche Vor- und Nachberichterstattung mit Expertenanalysen.
Parallel zum Männer-Springen findet am 31. Dezember auch die Two Nights Tour der Skispringerinnen in Garmisch-Partenkirchen statt – ebenfalls live im ZDF ab 12:50 Uhr.
Anreise und Tickets für das Neujahrsspringen
Tickets für das Neujahrsspringen 2026 sind seit dem 2. September 2025 im Vorverkauf erhältlich. Sowohl Einzeltickets als auch Kombi-Tickets für beide Tage können über die offiziellen Vorverkaufsstellen erworben werden.
Für die Anreise mit der Bahn gibt es an beiden Veranstaltungstagen eine Sonderhaltestelle der Deutschen Bahn. Der „Bahnhof Kainzenbad“ liegt direkt gegenüber dem Olympia-Skistadion – nur etwa 100 Meter Fußweg vom Veranstaltungsgelände entfernt.
Die Regionalbahn verkehrt stündlich ab München. Am Neujahrstag werden zusätzliche Bahnverbindungen von und nach München sowie Österreich angeboten. Aus Richtung Süden ist die Anreise über Mittenwald möglich, aus Richtung Westen über die Außerfernbahn ab Reutte.
Die Favoriten für den Tourneesieg 2025/26
Nach dem Auftaktspringen in Oberstdorf haben sich die Favoritenrollen gefestigt:
- Domen Prevc (SLO) – Der Weltcup-Führende dominierte die gesamte Saison und gilt als klarer Favorit
- Daniel Tschofenig (AUT) – Der Titelverteidiger bewies erneut seine Klasse und liegt aussichtsreich
- Jan Hörl (AUT) – Gewann die Qualifikation in Garmisch 2024/25 und ist in Topform
- Ryoyu Kobayashi (JPN) – Der dreifache Tourneesieger kann nie abgeschrieben werden
- Stefan Kraft (AUT) – Gewann das Auftaktspringen 2024/25 in Oberstdorf
Das österreichische Team präsentiert sich erneut stark besetzt. Beim vergangenen Tourneesieg feierten Tschofenig, Hörl und Kraft einen historischen Dreifachsieg – erst der dritte in der Tournee-Geschichte.
Historisches zum Neujahrsspringen
Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen hat eine lange Tradition: Seit 1921 treffen sich die besten Skispringer der Welt am 1. Januar an der Olympiaschanze. Der letzte deutsche Sieger in Garmisch war Sven Hannawald vor 23 Jahren.
Die Wurzeln der Vierschanzentournee liegen tatsächlich in Garmisch-Partenkirchen. Die Idee, das Neujahrsspringen auf vier Schanzen auszuweiten, entstand 1949. Vier Jahre später wurde die „Springertournee“ erstmals ausgetragen. Mit fünf Gesamtsiegen ist der Finne Janne Ahonen alleiniger Rekordsieger.
Sven Hannawald gelang es 2001/2002 als erstem Springer, alle vier Einzelspringen zu gewinnen. Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi (2018/19) wiederholten dieses Kunststück seitdem.
Freuen Sie sich auf spannende Wettkämpfe beim Neujahrsspringen 2026 – live im ZDF!
FAQ: Häufige Fragen zum Neujahrsspringen 2026
Wann findet das Neujahrsspringen 2026 in Garmisch-Partenkirchen statt?
Die Qualifikation findet am 31. Dezember 2025 um 16:00 Uhr statt. Der Wettkampf wird am 1. Januar 2026 um 14:00 Uhr ausgetragen.
Wo kann ich das Neujahrsspringen live im TV sehen?
Das ZDF überträgt das Neujahrsspringen live im Free-TV und im Livestream. Eurosport zeigt alle Wettbewerbe inklusive Training und Qualifikation.
Wie komme ich zum Neujahrsspringen nach Garmisch-Partenkirchen?
Mit der Bahn gibt es eine Sonderhaltestelle „Bahnhof Kainzenbad“ direkt am Stadion. Die Regionalbahn fährt stündlich ab München.
Gibt es noch Tickets für das Neujahrsspringen 2026?
Tickets sind seit dem 2. September 2025 im Vorverkauf erhältlich. Erkundigen Sie sich bei den offiziellen Vorverkaufsstellen nach der aktuellen Verfügbarkeit.
Wer ist Favorit für das Neujahrsspringen 2026?
Nach seinem dominanten Sieg in Oberstdorf gilt Domen Prevc aus Slowenien als Topfavorit. Titelverteidiger Daniel Tschofenig und das gesamte österreichische Team zählen ebenfalls zu den Favoriten.
Was ist der Schanzenrekord der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen?
Der Schanzenrekord liegt bei 145 Metern. Diese Weite stellte Michael Hayböck aus Österreich am 1. Januar 2025 auf.
Dieser Artikel wurde von der Redaktion erstellt und bietet aktuelle Informationen zur Vierschanzentournee 2025/26. Für weitere Sportberichterstattung besuchen Sie regelmäßig unsere Website.













