Vitamin D steht aktuell im Fokus der Aufmerksamkeit, da neue Erkenntnisse und Leitlinien veröffentlicht wurden. Eine neue S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK) bewertet die Relevanz von Vitamin D in der Implantologie. Gleichzeitig klärt ein Hausarzt über den vieldiskutierten Vitamin-D-Mangel auf.

Hintergrund zum Thema Vitamin D
Vitamin D, oft als „Sonnenvitamin“ bezeichnet, spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Menschen. Es unterstützt die Aufnahme von Kalzium und Phosphat, was essentiell für den Knochenaufbau und die Knochengesundheit ist. Der Körper kann Vitamin D selbst produzieren, benötigt dazu aber ausreichend Sonnenlicht. In den Wintermonaten, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist, kann es daher leicht zu einem Mangel kommen. Dies betrifft besonders Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten oder eine dunklere Haut haben, da diese weniger Vitamin D produzieren können. Auch die Ernährung spielt eine Rolle, da nur wenige Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin D enthalten.
Aktuelle Entwicklungen rund um Vitamin D
Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK) haben eine erste deutschsprachige S3-Leitlinie zum Thema Vitamin-D-Bestimmung und Supplementierung in der dentalen Implantologie entwickelt. Wie ZWP online berichtet, kamen Fachleute von 23 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Organisationen und Patientengruppen zu dem Ergebnis, dass ein Vitamin-D-Mangel den Erfolg implantologischer und augmentativer Eingriffe negativ beeinflussen kann. Dennoch rechtfertigt dies nach aktueller Studienlage keine routinemäßige, ungezielte Bestimmung oder Supplementierung bei allen Patienten. Die Leitlinie soll Zahnärzten und Implantologen helfen, fundierte Entscheidungen über die Vitamin-D-Versorgung ihrer Patienten zu treffen. (Lesen Sie auch: تشيلسي ضد ليدز: Spannungsgeladenes Duell an der…)
Hausarzt Dr. Daniel Bläser aus Brodersby klärt in einem Artikel auf shz.de über den vieldiskutierten Vitamin-D-Mangel auf. Er erklärt, dass besonders in den Wintermonaten viele Menschen unsicher sind, ob sie ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung benötigen laut Dr. Bläser meist keine zusätzlichen Präparate. Risikogruppen wie Säuglinge und ältere Menschen benötigen häufig eine gezielte Zufuhr. Er warnt jedoch vor einer zu hohen Einnahme von Vitamin D, da dies gesundheitsschädlich sein kann. Empfohlen werden maximal 800 bis 4.000 Internationale Einheiten pro Tag.
Vitamin-D-Mangel in Deutschland
Der Vitamin-D-Mangel ist in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet. Laut der DGI sind etwa 30 Prozent der Erwachsenen betroffen. Je nach Jahreszeit kann der Anteil sogar auf bis zu 50 Prozent steigen. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen, bei denen der Anteil bis zu 80 Prozent betragen kann. Dies liegt unter anderem daran, dass die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu produzieren, im Alter abnimmt und ältere Menschen sich oft weniger im Freien aufhalten. Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeit von Vitamin-D-Mangel in verschiedenen Bevölkerungsgruppen:
| Bevölkerungsgruppe | Anteil mit Vitamin-D-Mangel |
|---|---|
| Erwachsene | ca. 30 % |
| Erwachsene im Winter | bis zu 50 % |
| Ältere Menschen | bis zu 80 % |
Reaktionen und Einordnung
Die neue S3-Leitlinie zur Vitamin-D-Supplementierung in der Implantologie wird von Fachleuten begrüßt, da sie eine evidenzbasierte Grundlage für die Behandlung von Patienten mit Vitamin-D-Mangel bietet. Sie betont jedoch auch, dass eine routinemäßige Supplementierung nicht für alle Patienten notwendig ist. Die Empfehlungen von Dr. Bläser unterstreichen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichenden Sonnenexposition zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels. Es ist wichtig, den Vitamin-D-Spiegel individuell bestimmen zu lassen und gegebenenfalls unter ärztlicher Aufsicht zu supplementieren. (Lesen Sie auch: Nika Prevc verpasst Medaille bei Olympia: Das…)
Was bedeutet das? Ausblick
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass das Thema Vitamin D weiterhin relevant ist und sowohl in der medizinischen Forschung als auch in der öffentlichen Diskussion eine wichtige Rolle spielt. Die neue Leitlinie in der Implantologie kann dazu beitragen, die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel zu verbessern. Gleichzeitig ist es wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung in der Bevölkerung zu schärfen und über die Risiken und Vorteile einer Supplementierung aufzuklären. Das Robert Koch-Institut bietet hierzu umfangreiche Informationen.
Für die Zukunft ist zu erwarten, dass weitere Forschungsergebnisse die Rolle von Vitamin D bei verschiedenen Erkrankungen besser verstehen lassen und neue Empfehlungen für die Prävention und Behandlung von Vitamin-D-Mangel geben werden.

Häufig gestellte Fragen zu vitamin d
Warum ist Vitamin D für unseren Körper wichtig?
Vitamin D ist essentiell für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat, was wiederum wichtig für den Knochenaufbau und die Knochengesundheit ist. Es unterstützt auch das Immunsystem und spielt eine Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen. Ein Mangel kann zu Knochenerkrankungen führen. (Lesen Sie auch: Premier League: Spannung pur in Woche 26…)
Wie kann ich meinen Vitamin-D-Spiegel erhöhen?
Der Körper produziert Vitamin D selbst, wenn die Haut ausreichend Sonnenlicht ausgesetzt ist. Auch bestimmte Lebensmittel wie fettiger Fisch, Eier und angereicherte Produkte enthalten Vitamin D. Bei einem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein, sollte aber ärztlich abgeklärt werden.
Welche Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel?
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da ihre Haut weniger Vitamin D produziert und sie sich oft weniger im Freien aufhalten. Auch Säuglinge, Schwangere, Menschen mit dunkler Haut und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel.
Welche Symptome können auf einen Vitamin-D-Mangel hindeuten?
Ein Vitamin-D-Mangel kann sich durch Müdigkeit, Muskelschwäche, Knochenschmerzen und eine erhöhte Infektanfälligkeit äußern. Bei Kindern kann es zu Rachitis kommen, einer Störung des Knochenwachstums. Oftmals verläuft ein Mangel aber auch ohne deutliche Symptome. (Lesen Sie auch: Olympia Eiskunstlauf 2026: -Sensation bei 2026: Malinin)
Wie wird ein Vitamin-D-Mangel diagnostiziert?
Ein Vitamin-D-Mangel wird durch eine Blutuntersuchung festgestellt, bei der der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel (25(OH)D) gemessen wird. Ein Wert unter 20 ng/ml gilt als Mangel. Die Kosten für die Untersuchung werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, es sei denn, es liegen bestimmte medizinische Gründe vor.
Kann man Vitamin D überdosieren?
Ja, eine Überdosierung von Vitamin D ist möglich, insbesondere bei unkontrollierter Einnahme von hochdosierten Präparaten. Symptome einer Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche und Nierenprobleme sein. Eine langfristige Überdosierung kann zu einer Hyperkalzämie (erhöhter Kalziumspiegel im Blut) führen.
Weitere Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema finden Sie auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
