Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 ist seit dem 9. Februar online und hilft Millionen Wahlberechtigten bei ihrer Entscheidung am 8. März. Das kostenlose Tool der Bundeszentrale für politische Bildung ermöglicht es, die eigenen politischen Ansichten mit den Positionen von 21 zugelassenen Parteien zu vergleichen – einfach, schnell und überparteilich.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt
- Im Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 sind 21 Parteien oder Wählervereinigungen vertreten
- Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg wurde am 9. Februar 2026 – rund vier Wochen vor der Landtagswahl – veröffentlicht
- Wie bei jedem Wahl-O-Mat werden den zugelassenen Parteien im Vorfeld 38 Thesen vorgelegt, die sie beantworten müssen
- Zum ersten Mal gilt ein reformiertes Wahlrecht mit zwei Stimmen und ein Wahlalter ab 16 Jahren
- Seit seiner Premiere zur Bundestagswahl 2002 hat sich der Wahl-O-Mat als fester Bestandteil der politischen Information etabliert. Bis zum aktuellen Start in Baden-Württemberg im Februar 2026 verzeichnete das Tool insgesamt über 160 Millionen Nutzungen
- Die Bundeszentrale für politische Bildung weist darauf hin, dass der Wahl-O-Mat lediglich der Information diene. Er stelle in keinerlei Hinsicht eine Wahlempfehlung für die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 dar
Was ist der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl BW 2026?
Der Wahl-O-Mat kann als Entscheidungshilfe für unentschlossene Wählerinnen und Wähler dienen. Es zeigt, welche Partei der eigenen politischen Einstellung am nächsten steht. Das interaktive Frage-und-Antwort-Tool wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bereitgestellt und bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich vor der Wahl am 8. März 2026 zu informieren.
Die Thesen des Frage-und-Antwort-Tools werden von einem Redaktionsteam erstellt, das von Wissenschaftlern beraten wird. Grundlage dafür liefern die Partei- und Wahlprogramme sowie programmatische Aussagen der Parteien zur Wahl. Das unabhängige Team besteht aus Jungwählern, Politikwissenschaftlern, Journalisten und Pädagogen, die objektiv und überparteilich arbeiten.
So funktioniert der Wahl-O-Mat: 38 Thesen zum Abgleich
Um ein Ergebnis zu erhalten, müssen 38 Thesen mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden. Die Bedienung ist intuitiv und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Nutzer können ihre Antworten jederzeit ändern und besondere Schwerpunkte setzen.
Gewichtung individueller Themen
Wenn alle Thesen beantwortet sind, können einzelne Thesen, die als besonders wichtig angesehen werden, doppelt gewichtet werden. Dies ermöglicht eine noch präzisere Übereinstimmung mit den Parteipositionen und berücksichtigt persönliche Prioritäten bei wichtigen Themen wie Bildung, Klimaschutz, Wirtschaft oder Migration.
Nach der Auswertung erhalten Nutzer eine prozentuale Übereinstimmung mit allen teilnehmenden Parteien. Die Parteien werden geordnet nach der Nähe zu Ihrer politischen Position angezeigt. Zusätzlich können detaillierte Begründungen der Parteien zu einzelnen Thesen eingesehen werden.
21 Parteien zur Landtagswahl zugelassen
Insgesamt treten in diesem Jahr 21 Parteien an, darunter die etablierten Parteien CDU, Grüne, SPD, FDP und AfD sowie zahlreiche kleinere Parteien und Wählervereinigungen. Insgesamt 80 Thesen hat das Team der BPB den zur Landtagswahl in Baden-Württemberg zugelassenen Parteien mit Bitte um Antwort vorgelegt. Die BPB wählte davon dann 38 Thesen für den Wahl-O-Mat aus, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden.
Spitzenkandidaten im Überblick
Für die CDU tritt der Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel an, für die Grünen der frühere Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Die SPD hat ihren Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch auf den ersten Listenplatz gesetzt, die FDP ihren Landes- und Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Die AfD nominierte ihren Landeschef Markus Frohnmaier zum Spitzenkandidaten. Mehr zu den einzelnen Kandidaten erfahren Sie in unserem Artikel über aktuelle politische Entwicklungen.
Wie entstehen die Thesen im Wahl-O-Mat?
Das Redaktionsteam bestand mehrheitlich aus Jungwählern, begleitet von Politikwissenschaftlern, Journalisten und Mitarbeitern der Landes- und Bundeszentrale. Die Parteien konnten selbst ihre zehn wichtigsten Anliegen einspeisen; später wurden sie gebeten, zu 80 Thesen Antworten einzureichen. 38 Thesen blieben übrig. Dieser demokratische Prozess garantiert Transparenz und Ausgewogenheit.
„Diese Thesen sollten die wichtigsten Themen der Wahl aufbereiten und ein breites Spektrum abbilden“, so LpB-Direktorin Sibylle Thelen am Montag vor Journalisten. „Und sie sollten von den Parteien möglichst unterschiedlich beantwortet werden, um eben auch diese Bandbreite der unterschiedlichen politischen Herangehensweisen darzustellen.“
Thematische Schwerpunkte 2026
Mit den 38 Thesen will der Wahl-O-Mat möglichst viele Themen abdecken: die Einreisekontrollen an den Grenzen zur Schweiz und Frankreich, Sanktionen gegen Russland, die Mietpreisbremse, Taser für die Polizei sowie beitragsfreie Kinderbetreuung sind nur einige Beispiele. Es geht auch darum, ob die Schulen im Land das Gendersternchen oder ähnliches benutzen dürfen. Weitere Themen betreffen den Ausbau erneuerbarer Energien, Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung.
Neues Wahlrecht: Zwei Stimmen statt einer
Bei der Landtagswahl 2026 kommt erstmals ein reformiertes Wahlsystem zum Einsatz. Bei den Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg gilt erstmals ein neues Wahlrecht: Wählerinnen und Wähler haben zukünftig statt einer zwei Stimmen. Sie wählen dann, ähnlich wie bei der Wahl zum Bundestag, mit der Erststimme eine Person und mit der Zweitstimme eine Partei bzw. deren Landesliste.
| Wahlsystem-Element | Funktion | Auswirkung |
|---|---|---|
| Erststimme | Direktwahl einer Person im Wahlkreis | 70 Direktmandate aus 70 Wahlkreisen |
| Zweitstimme | Wahl einer Partei/Landesliste | Bestimmt Gesamtzahl der Sitze pro Partei |
| Sperrklausel | 5%-Hürde bei Zweitstimmen | Nur Parteien mit mindestens 5% ziehen ein |
| Wahlalter | Ab 16 Jahren | Erstmals ca. 180.000 16- und 17-Jährige wahlberechtigt |
| Wahlberechtigte | Rund 7,7 Millionen Menschen | Höchste Zahl seit 1952 |
| Mindestgröße Landtag | 120 Sitze | Kann durch Überhang- und Ausgleichsmandate steigen |
Wahlalter ab 16 Jahren
Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben und nicht durch einen Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Diese Absenkung des Wahlalters macht Baden-Württemberg zu einem Vorreiter in Sachen politischer Teilhabe junger Menschen.
Wahl-O-Mat als Informations- und Bildungsinstrument
Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002. Das Tool wird mit jeweils aktuellen Informationen vor Land- und Bundestagswahlen sowie vor den Wahlen des Europäischen Parlaments veröffentlicht. Die Erfolgsgeschichte des Wahl-O-Mat zeigt sich in den beeindruckenden Nutzerzahlen.
Bis zum aktuellen Start in Baden-Württemberg im Februar 2026 verzeichnete das Tool insgesamt über 160 Millionen Nutzungen. Besonders die vergangenen Jahre markierten massive Sprünge: Während die Europawahl 2024 mit rund 14,8 Millionen Nutzungen bereits einen Rekord aufstellte, erreichte die Bundestagswahl 2025 mit 26,0 Millionen Abrufen einen historischen Höchstwert.
Weitere Informationen zur demokratischen Teilhabe finden Sie in unserem Artikel über aktuelle gesellschaftspolitische Debatten.
Wahl-O-Mat zum Aufkleben: Offline-Version für analoge Begegnungen
Beim „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ erhalten Interessierte grüne und rote Klebepunkte, mit denen sie ihre Zustimmung oder Ablehnung zu verschiedenen Thesen markieren und mit anderen Menschen diskutieren können. Nachdem alle Thesen bearbeitet sind, wird das persönliche Wahl-O-Mat-Ergebnis per Scanner berechnet und zum Mitnehmen direkt ausgedruckt.
Diese analoge Version des beliebten Tools tourt ab dem 20. Februar 2026 durch verschiedene Einkaufszentren in Baden-Württemberg und ermöglicht direkten Dialog vor Ort. Die Standorte umfassen Mannheim, Weil am Rhein, Heidenheim, Balingen, Ravensburg und Freiburg.
Häufig gestellte Fragen zum Wahl-O-Mat BW 2026
Wie funktioniert der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026?
Sie beantworten 38 Thesen zu landespolitischen Themen mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „überspringen“. Anschließend können Sie wichtige Themen doppelt gewichten. Der Wahl-O-Mat zeigt Ihnen dann, wie stark Ihre Positionen mit den Parteiprogrammen übereinstimmen.
Wann findet die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 statt?
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet am Sonntag, den 8. März 2026, von 8 bis 18 Uhr statt. Rund 7,7 Millionen Menschen sind wahlberechtigt.
Wie viele Parteien nehmen am Wahl-O-Mat teil?
Alle 21 zur Landtagswahl zugelassenen Parteien nehmen am Wahl-O-Mat teil und haben ihre Positionen zu den 38 Thesen abgegeben.
Ist der Wahl-O-Mat eine Wahlempfehlung?
Nein, der Wahl-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung ab. Er dient ausschließlich der Information und soll helfen, die eigenen politischen Ansichten mit den Parteipositionen zu vergleichen.
Kann ich den Wahl-O-Mat auch offline nutzen?
Ja, die Bundeszentrale für politische Bildung bietet den Datensatz zum Download an. Außerdem gibt es den „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ als analoge Version in verschiedenen Einkaufszentren in Baden-Württemberg.
Was ist neu bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg?
Erstmals gilt ein Zweistimmenwahlrecht ähnlich wie bei Bundestagswahlen. Zudem wurde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt, sodass auch Jugendliche ab 16 wählen dürfen.
Wie wurden die 38 Thesen ausgewählt?
Ein Redaktionsteam aus Jungwählern, Wissenschaftlern und Journalisten entwickelte 80 Thesen, die den Parteien vorgelegt wurden. Aus den Antworten wurden 38 Thesen ausgewählt, die wichtige Wahlthemen abdecken und die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich machen.
Wer ist für die Erstellung des Wahl-O-Mat verantwortlich?
Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) erstellt und betreut.
Fazit: Informierte Wahlentscheidung dank Wahl-O-Mat
Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 ist ein unverzichtbares Werkzeug für eine informierte Wahlentscheidung am 8. März. Mit 38 durchdachten Thesen, der Teilnahme aller 21 zugelassenen Parteien und über 160 Millionen Nutzungen seit 2002 hat sich das Tool als zentrale Informationsquelle etabliert. Die Kombination aus digitalem Angebot und analogem „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ ermöglicht verschiedene Zugangswege zur politischen Bildung.
Besonders bedeutsam ist die Wahl 2026 durch das neue Zweistimmenwahlrecht und die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Der Wahl-O-Mat hilft nicht nur Erstwählern, sondern allen Wahlberechtigten, ihre Positionen zu klären und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Nutzen Sie diese kostenlose und überparteiliche Entscheidungshilfe unter wahl-o-mat.de oder bei der Landeszentrale für politische Bildung unter landtagswahl-bw.de.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion mindelmedia-news.de auf Basis aktueller Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und führender Nachrichtenquellen erstellt. Redaktionsschluss: 10. Februar 2026.
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