Sie sehen ein Auto mit einem kleinen „W“ über der Stempelplakette und fragen sich, was das bedeutet? Die Wechselkennzeichen Bedeutung ist einfach: Es handelt sich um ein Kennzeichen für Fahrzeuge, die sich eine Nummer teilen.

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Fahrzeug-Daten
- Gilt für zwei Fahrzeuge derselben Klasse
- Nicht beide Fahrzeuge dürfen gleichzeitig fahren
- Spart Kfz-Steuer und Versicherung
- Besonderheiten bei der Anbringung der Plaketten
Was bedeutet das „W“ auf dem Nummernschild?
Das „W“ auf dem Nummernschild steht für „Wechselkennzeichen“. Es signalisiert, dass sich zwei Fahrzeuge derselben Klasse (z.B. zwei Pkw oder zwei Motorräder) dieses Kennzeichen teilen. Die Idee dahinter ist, dass nicht beide Fahrzeuge gleichzeitig genutzt werden können.
Wie funktioniert ein Wechselkennzeichen?
Ein Wechselkennzeichen besteht aus einem gemeinsamen Teil und einem fahrzeugbezogenen Teil. Der gemeinsame Teil enthält das Länderwappen, das „W“ und die ersten Buchstaben und Zahlen der Kennzeichenkombination. Der fahrzeugbezogene Teil enthält die letzte Ziffer der Kennzeichenkombination und die HU-Plakette des jeweiligen Fahrzeugs. Der gemeinsame Teil muss beim Wechsel zwischen den Fahrzeugen umgesteckt werden, während der fahrzeugbezogene Teil am jeweiligen Fahrzeug verbleibt. (Lesen Sie auch: Wechselkennzeichen Bedeutung: Rätsel um das „W“ auf…)
Welche Voraussetzungen gibt es für Wechselkennzeichen?
Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die beiden Fahrzeuge, für die ein Wechselkennzeichen genutzt werden soll, in dieselbe Fahrzeugklasse fallen. Eine Kombination aus Pkw und Motorrad oder Pkw und Anhänger ist also nicht möglich. Außerdem dürfen die Fahrzeuge nicht gleichzeitig im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Wie Stern berichtet, wollte ein Nutzer auf Reddit wissen, was das „W“ bedeutet.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Ein Wechselkennzeichen kann für Fahrzeughalter interessant sein, die beispielsweise einen Oldtimer und ein Alltagsfahrzeug besitzen. Da immer nur eines der beiden Fahrzeuge genutzt wird, können Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge gespart werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Fahrzeuge nicht gleichzeitig genutzt werden dürfen.
Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung über die genauen Konditionen für Wechselkennzeichen. Nicht alle Versicherungen bieten diese Option an. (Lesen Sie auch: Haifischzähne Bedeutung: Was Bedeuten Diese Markierungen?)
Lohnt sich ein Wechselkennzeichen?
Ob sich ein Wechselkennzeichen lohnt, hängt von den individuellen Umständen ab. Wer zwei Fahrzeuge besitzt, die in dieselbe Fahrzeugklasse fallen und nicht gleichzeitig genutzt werden, kann durch ein Wechselkennzeichen Kosten sparen. Allerdings sollte man sich vorab genau informieren, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und ob die Versicherung ein Wechselkennzeichen unterstützt. Die Zulassung eines Wechselkennzeichens ist bei der zuständigen Zulassungsstelle möglich. Informationen dazu bietet auch das ADAC.
Gibt es das Wechselkennzeichen auch in Österreich und der Schweiz?
Nein, in Österreich und der Schweiz gibt es das Wechselkennzeichen in dieser Form nicht. In Österreich ist es jedoch möglich, ein Wechselkennzeichen für Motorräder und Mopeds zu beantragen, wobei die Regelungen etwas anders sind. Die Details dazu erläutert das österreichische Portal oesterreich.gv.at. In der Schweiz gibt es keine vergleichbare Regelung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fahrzeugklassen können ein Wechselkennzeichen nutzen?
Ein Wechselkennzeichen ist für Fahrzeuge derselben Klasse möglich, beispielsweise zwei Pkw, zwei Motorräder oder zwei Anhänger. Die Kombination von Fahrzeugen unterschiedlicher Klassen, wie Pkw und Motorrad, ist nicht zulässig.
Wie spare ich mit einem Wechselkennzeichen Kfz-Steuer und Versicherung?
Sie zahlen Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge nur für das Fahrzeug, das gerade genutzt wird. Da Sie aber nur ein Fahrzeug gleichzeitig nutzen können, entfallen die Kosten für das zweite Fahrzeug anteilig. (Lesen Sie auch: Motorrad Regenkombi: So Bleiben Biker Garantiert Trocken)
Wo beantrage ich ein Wechselkennzeichen?
Ein Wechselkennzeichen beantragen Sie bei der zuständigen Zulassungsstelle Ihres Wohnortes. Informieren Sie sich vorab über die benötigten Unterlagen und Gebühren.












