Weiberfastnacht, der 12. Februar 2026, markiert den Beginn des Straßenkarnevals im Rheinland. Traditionell übernehmen an diesem Tag die Frauen das Regiment und feiern ausgelassen. Dies führt zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, auf das sich die Verkehrsbetriebe der Region mit Sonderfahrten und angepassten Fahrplänen einstellen. Allerdings kommt es auch zu Sperrungen und Umleitungen, insbesondere in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf.

Weiberfastnacht: Ursprung und Bedeutung
Die Weiberfastnacht, auch bekannt als Altweiberfastnacht, hat eine lange Tradition. Ihren Ursprung hat sie im 19. Jahrhundert, als sich Wäscherinnen in Bonn zusammentaten, um einen Tag im Jahr ungestört von der Hausarbeit zu feiern. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein fester Bestandteil des rheinischen Karnevals. Charakteristisch für diesen Tag ist die symbolische Machtübernahme der Frauen, die beispielsweise in vielen Betrieben die Krawatten der Männer abschneiden. Dieser Brauch symbolisiert die Entmachtung der Männer und die Ausgelassenheit des Karnevals.
Aktuelle Entwicklungen im Nahverkehr
Um dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden, verstärken die Verkehrsunternehmen im Rheinland ihr Angebot. Wie tagesschau.de berichtet, stocken die Bahnunternehmen im Rheinland den Nahverkehr zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag auf. Zusätzliche Züge und verlängerte Verbindungen sollen dafür sorgen, dass mehr Menschen sicher an- und abreisen können. (Lesen Sie auch: Jana Hensel: Neues Buch analysiert den Zustand)
Sonderfahrten und Taktverdichtungen
- TRI-Züge: Zwischen Köln und Düsseldorf pendeln die TRI-Züge von Weiberfastnacht bis Rosenmontag stündlich. Insgesamt sind 170 Zusatzfahrten geplant.
- National Express: Der National Express setzt an Weiberfastnacht und Rosenmontag fünf Sonderzüge pro Richtung zwischen Köln und Oberhausen bzw. Duisburg auf dem Linienweg der RE1 ein.
- Regionalbahnen: Auf mehreren Regionalbahn-Linien (RB 21, RB 26, RB 48 und RB 24) werden längere Züge eingesetzt, um mehr Sitzplätze anzubieten.
Sperrungen und Umleitungen in Düsseldorf
Auch die Rheinbahn in Düsseldorf passt ihren Fahrplan an. Wie die NRZ berichtet, sind von Altweiber bis Karnevalssonntag viele Busse und Bahnen in dichterem Takt und bis spät in die Nacht unterwegs. Aufgrund des Rosenmontagszuges und der Veedelszüge in den Stadtteilen kann es jedoch zu Sperrungen und Umleitungen kommen.
In den närrischen Nächten gilt bei der Rheinbahn das gleiche Angebot wie sonst an den Wochenenden, teilweise zusätzlich verstärkt. Die Stadt- und Straßenbahnlinien U72, U73, U75, U76, U79, U83, 701, 704, 705, 706, 707, 708 und 709 fahren zwischen 23 und 1 Uhr in dichterem Takt. Dies gilt auch für die Buslinien 721, 722, 730, 732, 738 und 834. Zwischen 1 und 4 Uhr bietet die Rheinbahn auf den Linien U76 und U79 zusätzliche Fahrten in Richtung Krefeld und Duisburg an.
KVB-Änderungen in Köln
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) passen ihr Angebot an. Wie t-online berichtet, werden an Weiberfastnacht sowie zu den großen Umzügen zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Nachts gilt ein 30-Minuten-Takt. Zur Sicherstellung des Betriebs sind 30 Mitarbeitende in der Leitstelle, 120 Verkehrsmeister im Außendienst und 470 externe Sicherheitskräfte im Einsatz. (Lesen Sie auch: Janina Hettich-Walz: Vom Kreißsaal zu Olympia 2026)
Die Stadtbahnen der KVB fahren auf nahezu allen Linien im verdichteten Takt (meist 10 Minuten bis 23 Uhr, danach 15 Minuten). Der Nachtverkehr startet um 2.15 Uhr, ab dann fahren die Bahnen im 30-Minuten-Takt. Die KVB weist darauf hin, dass der Heumarkt zeitweise gesperrt werden könnte. Betroffen wären davon die Linien 1, 5, 7 und 9.
Sicherheitsmaßnahmen
Neben den Fahrplanänderungen werden auch Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die Deutsche Bahn kündigt über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte in Köln, Bonn und Köln Süd an. Die KVB setzt 470 externe Sicherheitskräfte ein, 120 mehr als im Vorjahr.
Weiberfastnacht: Was bedeutet das für Reisende?
Für Reisende bedeutet Weiberfastnacht, dass sie sich vorab über die Fahrpläne und mögliche Sperrungen informieren sollten. Die Verkehrsbetriebe empfehlen, die entsprechenden Apps und Webseiten zu nutzen, um aktuelle Informationen zu erhalten. Aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens ist zudem mit längeren Wartezeiten und volleren Zügen und Bahnen zu rechnen. Es empfiehlt sich, frühzeitig unterwegs zu sein und alternative Routen in Betracht zu ziehen. Wer feiern möchte, sollte dies verantwortungsbewusst tun und auf seine Sicherheit achten. (Lesen Sie auch: Olympia 2026: Hettich Walz als Teil des…)

Empfehlungen für Pendler und Karnevalsjecken
Um den Karnevalstrubel möglichst stressfrei zu erleben, hier einige Empfehlungen:
- Frühzeitige Planung: Informieren Sie sich rechtzeitig über Fahrpläne, Umleitungen und Sperrungen.
- Alternative Routen: Planen Sie alternative Routen ein, falls es zu Verzögerungen kommt.
- Öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Nutzen Sie die zusätzlichen Angebote der Verkehrsbetriebe und lassen Sie das Auto stehen.
- Verantwortungsbewusst feiern: Achten Sie auf Ihre Sicherheit und die Ihrer Mitmenschen.
FAQ zu Weiberfastnacht
Häufig gestellte Fragen zu Weiberfastnacht
Warum feiern wir Weiberfastnacht?
Weiberfastnacht markiert den Beginn des Straßenkarnevals im Rheinland. Traditionell übernehmen an diesem Tag die Frauen das Regiment und feiern ausgelassen. Es ist ein Tag der Ausgelassenheit und der symbolischen Machtübernahme.
Welche Auswirkungen hat Weiberfastnacht auf den öffentlichen Nahverkehr?
Die Verkehrsbetriebe im Rheinland verstärken ihr Angebot mit Sonderfahrten und dichteren Takten, um dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden. In den Karnevalshochburgen kommt es jedoch auch zu Sperrungen und Umleitungen. (Lesen Sie auch: Tragödie in Kitzbühel: Mutter und Sohn tot…)
Wo gibt es an Weiberfastnacht Änderungen im Fahrplan?
Die Rheinbahn in Düsseldorf und die KVB in Köln passen ihre Fahrpläne an. Es gibt Sonderfahrten, dichtere Takte und teilweise Sperrungen und Umleitungen aufgrund von Karnevalsumzügen.
Wie kann ich mich über aktuelle Fahrplanänderungen informieren?
Die Verkehrsbetriebe empfehlen, die entsprechenden Apps und Webseiten zu nutzen, um aktuelle Informationen zu erhalten. Dort werden Fahrplanänderungen, Sperrungen und Umleitungen bekannt gegeben.
Welche Sicherheitsmaßnahmen werden an Weiberfastnacht ergriffen?
Die Deutsche Bahn und die KVB setzen zusätzliches Sicherheitspersonal ein, um für die Sicherheit der Fahrgäste zu sorgen. In Köln, Bonn und Köln Süd sind über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz.
Weitere Informationen zum Thema Karneval in Deutschland finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundesverbandes Karneval.
