Gabriel Felbermayr soll neuer „Wirtschaftsweise“ werden. Das schwarz-rote Kabinett in Berlin hat den österreichischen Ökonomen für die Amtsperiode bis zum 28. Februar 2031 vorgeschlagen. Felbermayr warnt vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Iran, insbesondere steigenden Energiepreisen und Inflation. Wirtschaftsweise Felbermayr steht dabei im Mittelpunkt.

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Zusammenfassung
- Gabriel Felbermayr soll Mitglied im Sachverständigenrat werden.
- Das Kabinett hat den Ökonomen für die Amtsperiode bis 2031 vorgeschlagen.
- Felbermayr sieht wirtschaftliche Folgen des Kriegs im Iran.
- Er rechnet mit steigender Inflation durch Energiepreise.
Neuer Kandidat für den Sachverständigenrat
Die Bundesregierung hat den österreichischen Ökonomen Gabriel Felbermayr als neues Mitglied für den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt als Rat der „Wirtschaftsweisen“, vorgeschlagen. Wie Stern berichtet, wurde dieser Personalvorschlag vom schwarz-roten Kabinett in Berlin beschlossen. Felbermayr soll das Gremium bis zum 28. Februar 2031 verstärken.
Der Sachverständigenrat ist ein wichtiges Beratungsgremium der Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen. Die Bundesregierung hat das Vorschlagsrecht für die Besetzung, die Mitglieder werden vom Bundespräsidenten berufen. (Lesen Sie auch: Sportartikel: Adidas: „Sportromantiker“ auf Wachstumskurs)
Erste Einschätzungen von Felbermayr
In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ äußerte sich Felbermayr zu den möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs im Iran. Er warnte vor erheblichen Folgen, sollte der Weltwirtschaft dauerhaft ein Fünftel der Öl- und Gaskapazitäten fehlen. Dies würde laut Felbermayr zu einem Anstieg der Inflation um mindestens 0,5 Prozentpunkte führen. Einen Tankrabatt sieht er kritisch und mahnt zur Besonnenheit: „Keine Panik an der Zapfsäule.“
Der Sachverständigenrat besteht aus fünf Mitgliedern, die gemeinsam ein unabhängiges Gutachten zur wirtschaftlichen Lage erstellen. Dieses Gutachten dient als Grundlage für die wirtschaftspolitische Beratung der Bundesregierung.
Warum wurde Felbermayr ausgewählt?
Das Wirtschaftsministerium bezeichnete Felbermayr als „ausgewiesenen Experten für Handelspolitik, Geoökonomie und Europäische Integration“. Seit 2021 ist er Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). Zuvor war er Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Seine Expertise soll dem Sachverständigenrat in Zeiten globaler wirtschaftlicher Herausforderungen zugutekommen. Das WIFO ist ein renommiertes Wirtschaftsforschungsinstitut. (Lesen Sie auch: Björn Gulden Adidas: Wachstum trotz Krisen bei…)
Die Berufung von Felbermayr erfolgte, nachdem das Mandat der Ökonomin Ulrike Malmendier vorzeitig ausgelaufen war. Normalerweise beträgt die Amtszeit der „Wirtschaftsweisen“ fünf Jahre, Malmendier war jedoch nur dreieinhalb Jahre im Amt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) dankte Malmendier für ihren Einsatz.
Was bedeutet das für Bürger?
Die Empfehlungen des Sachverständigenrates beeinflussen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Steigende Energiepreise und Inflation können sich direkt auf die Kaufkraft der Bürger auswirken. Die Einschätzungen Felbermayrs zu diesen Themen sind daher von Bedeutung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Entwicklung ebenfalls genau.
Wie geht es weiter?
Nach dem Vorschlag der Bundesregierung muss Bundespräsident Alexander Van der Bellen Felbermayr offiziell berufen. Anschließend wird er seine Tätigkeit im Sachverständigenrat aufnehmen und an der Erstellung des nächsten Gutachtens mitwirken. Die Arbeit des Sachverständigenrates ist überparteilich und soll eine Grundlage für informierte politische Entscheidungen bieten. Die Bundesregierung informiert auf ihrer Webseite über die Arbeit des Gremiums. (Lesen Sie auch: VW Betriebsversammlung: Cavallo will AUDI & Porsche…)
Häufig gestellte Fragen
Wer sind die Mitglieder des Sachverständigenrates?
Der Sachverständigenrat besteht aus fünf Experten, die unterschiedliche wirtschaftswissenschaftliche Schwerpunkte haben. Sie werden von der Bundesregierung vorgeschlagen und vom Bundespräsidenten berufen. Die aktuellen Mitglieder und ihre Fachgebiete sind auf der Webseite des Sachverständigenrates einsehbar. (Lesen Sie auch: Tote Frau auf Yacht von Peter-Alexander Wacker…)
Wie oft veröffentlicht der Sachverständigenrat seine Gutachten?
Der Sachverständigenrat veröffentlicht in der Regel einmal jährlich ein umfassendes Gutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bei Bedarf können auch Sondergutachten zu spezifischen Fragestellungen erstellt werden. Die Gutachten werden der Bundesregierung übergeben und veröffentlicht.
Welchen Einfluss haben die Gutachten auf die Politik?
Die Gutachten des Sachverständigenrates dienen als wichtige Grundlage für die wirtschaftspolitische Entscheidungsfindung der Bundesregierung. Die Regierung ist jedoch nicht verpflichtet, den Empfehlungen des Rates zu folgen. Die Gutachten tragen zur öffentlichen Debatte bei.
Was sind die Hauptaufgaben des Sachverständigenrates?
Die Hauptaufgaben des Sachverständigenrates bestehen darin, die aktuelle wirtschaftliche Lage zu analysieren, Prognosen für die zukünftige Entwicklung zu erstellen und wirtschaftspolitische Empfehlungen zu geben. Dabei berücksichtigt der Rat sowohl nationale als auch internationale Faktoren.


















