Wolfgang Grupp über seinen Suizidversuch: „Ich habe einen gravierenden Fehler gemacht“
Im Sommer des vergangenen Jahres unternahm Wolfgang Grupp einen Suizidversuch. Der ehemalige Chef von Trigema bezeichnete dies nun als einen Fehler, den er nicht wiederholen würde. Kurz vor seinem 84. Geburtstag sprach er offen über diesen dunklen Tag in seinem Leben. Wolfgang Grupp Suizidversuch steht dabei im Mittelpunkt.

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Was waren die Gründe für Wolfgang Grupps Suizidversuch?
Wolfgang Grupp schildert, dass er nach der Übergabe der Firma an seine Kinder und Frau das Gefühl hatte, nicht mehr gebraucht zu werden. Obwohl er ein gutes Verhältnis zu seiner Familie pflegt, musste er erst verkraften, dass es auch ohne ihn lief. Dies führte zu einer „Kurzschlusshandlung“. (Lesen Sie auch: Collien Fernandes bei "Caren Miosga": Über besseren…)
Das ist passiert
- Wolfgang Grupp unternahm im Sommer letzten Jahres einen Suizidversuch.
- Er bezeichnete die Tat als „Kurzschlusshandlung“ aufgrund von Altersdepressionen.
- Nach einem offenen Brief erhielt er über 2000 Zuschriften von Menschen in ähnlichen Situationen.
- Grupp plant nun seine eigene Beerdigung.
Wie geht es Wolfgang Grupp heute?
„Mir geht es soweit gut“, sagte Grupp im Interview mit Bild. Er habe aus seinem Fehler gelernt und die Sache abgehakt. Nachdem er in diesem Jahr zum ersten Mal Großvater geworden ist, widmet er sich nun seinem nächsten großen Projekt: seiner eigenen Beerdigung.
Offener Umgang mit Altersdepressionen
Einige Wochen nach seinem Suizidversuch thematisierte Wolfgang Grupp in einem offenen Brief seine Altersdepressionen. Wie Gala berichtet, löste er damit eine Welle der Anteilnahme aus. „Ich habe über 2000 Zuschriften bekommen, und ich war ganz überrascht. 80, 90 Prozent haben mir mitgeteilt, dass sie in einer ähnlichen Situation waren.“ (Lesen Sie auch: "Let's Dance": Elvis holt die ersten 30…)
Wolfgang Grupp übergab nach 55 Jahren die Leitung seines Textilunternehmens Trigema an seine Kinder und seine Frau. Dieser Schritt führte bei ihm zu einem Gefühl der Nutzlosigkeit, das er als Auslöser für seinen Suizidversuch beschreibt.
Die Bedeutung von Wertschätzung im Alter
Grupp betonte im Gespräch mit Bild, wie wichtig es sei, sich gebraucht zu fühlen. „Das Schönste im Leben ist nicht, sein Geld zu zählen, sondern das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden. Und plötzlich hatte ich dieses Gefühl nicht mehr.“ Der ehemalige Trigema-Chef engagiert sich nun wieder verstärkt und plant seine eigene Beerdigung, um weiterhin aktiv zu bleiben. Er habe aus der Situation gelernt und blicke nach vorne. (Lesen Sie auch: "Let's Dance": Elvis holt die ersten 30…)
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet Informationen und Unterstützung für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention ist ein weiterer Ansprechpartner für Betroffene und bietet Hilfsangebote.






