Die Зимние Паралимпийские игры 2026 finden vom 6. bis 15. März 2026 in den italienischen Städten Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Überschattet wird das Sportereignis jedoch von einer erheblichen Kontroverse um die Teilnahme von Athleten aus Russland und Belarus, die zu einem Boykott der Eröffnungsfeier durch mehrere Nationen führt. Sportlich stehen 79 Medaillenentscheidungen in sechs Sportarten auf dem Programm.
Die XIV. Paralympischen Winterspiele, offiziell als Milano Cortina 2026 bekannt, sind die 14. Ausgabe dieses internationalen Multisport-Events für Para-Athleten. Die Wettbewerbe finden an verschiedenen Orten in Norditalien statt, darunter Mailand, Cortina d’Ampezzo und das Val di Fiemme. Rund 665 Athleten werden erwartet, um in Disziplinen wie Para-Ski-Alpin, Para-Biathlon und Rollstuhlcurling anzutreten.
Das Wichtigste in Kürze
- Datum: Die Paralympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis 15. März 2026 statt.
- Austragungsorte: Die Wettbewerbe werden in Mailand, Cortina d’Ampezzo und dem Val di Fiemme in Italien ausgetragen. Die Eröffnungsfeier findet in Verona statt.
- Sportarten: Es gibt sechs Sportarten mit insgesamt 79 Medaillenentscheidungen: Para-Ski Alpin, Para-Biathlon, Para-Langlauf, Para-Eishockey, Para-Snowboard und Rollstuhlcurling.
- Neue Disziplin: Rollstuhlcurling-Mixed-Doubles feiert bei diesen Spielen seine paralympische Premiere.
- Teilnehmer: Es werden etwa 665 Athletinnen und Athleten aus rund 56 Nationen erwartet.
- Kontroverse: Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Athleten aus Russland (6) und Belarus (4) unter ihren Nationalflaggen antreten zu lassen, hat zu scharfer Kritik und einem Boykott der Eröffnungsfeier durch mehrere Länder geführt.
- Boykott: Unter anderem die Ukraine, Großbritannien, Deutschland, Polen, Estland und Lettland werden aus Protest nicht an der Eröffnungszeremonie teilnehmen.
Zeitplan und Austragungsorte der Зимние Паралимпийские игры 2026
Die Зимние Паралимпийские игры 2026 beginnen offiziell am Freitag, den 6. März 2026, mit der Eröffnungsfeier in der historischen Arena von Verona und enden am 15. März 2026. Einige Wettbewerbe, wie die Vorrunden im Rollstuhlcurling, starten bereits am 4. März. Die Austragung der Spiele ist auf mehrere Standorte in Norditalien verteilt, um die vorhandene Infrastruktur optimal zu nutzen und die Schönheit der Region zu präsentieren.
Die Hauptcluster sind:
- Mailand: Hier finden die Para-Eishockey-Wettbewerbe in der neu errichteten Milano Santagiulia Ice Hockey Arena statt.
- Cortina d’Ampezzo: Die malerische Dolomitenstadt ist Schauplatz für Para-Ski Alpin (Tofane Alpine Skiing Centre), Para-Snowboard und Rollstuhlcurling (Cortina Curling Olympic Stadium). Hier wird auch die Abschlussfeier abgehalten.
- Val di Fiemme (Tesero): Im Tesero Cross-Country Skiing Stadium werden die nordischen Disziplinen Para-Biathlon und Para-Langlauf ausgetragen.
- Verona: Die weltberühmte Arena di Verona bildet den feierlichen Rahmen für die Eröffnungszeremonie der Spiele.
Diese Verteilung der Austragungsorte ist Teil des Konzepts von Mailand-Cortina 2026, das stark auf Nachhaltigkeit setzt und zu 93% auf bestehende oder temporäre Wettkampfstätten zurückgreift. Mehr Informationen zu den paralympischen Winterspielen finden Sie auch in unserem Artikel Winter Paralympics 2026: Zeitplan, Sportarten & Boykott.
Sportarten und Disziplinen im Überblick
Bei den Зимние Паралимпийские игры 2026 kämpfen die Athleten in sechs verschiedenen Wintersportarten um Medaillen. Insgesamt werden 79 Goldmedaillen vergeben. Die Sportarten spiegeln die Vielfalt des paralympischen Wintersports wider und umfassen sowohl Team- als auch Einzelwettbewerbe.
Die sechs offiziellen Sportarten sind:
- Para-Ski Alpin: Umfasst die Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Super-Kombination. Athleten treten in verschiedenen Klassen an (sitzend, stehend, mit Sehbehinderung).
- Para-Biathlon: Eine Kombination aus Langlauf und Schießen, bei der die Athleten je nach Grad ihrer Sehbehinderung akustische Signale zum Zielen nutzen.
- Para-Langlauf: Die Wettbewerbe werden über verschiedene Distanzen in klassischer und freier Technik ausgetragen, ebenfalls in den Klassen sitzend, stehend und mit Sehbehinderung.
- Para-Eishockey: Eine schnelle und physische Teamsportart, die von Athleten mit einer Behinderung der unteren Extremitäten auf speziellen Schlitten gespielt wird.
- Para-Snowboard: Beinhaltet die Disziplinen Snowboardcross und Dual Banked Slalom, bei denen Athleten mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen antreten.
- Rollstuhlcurling: Ein Strategiespiel auf dem Eis, bei dem Präzision entscheidend ist. Erstmals wird 2026 auch ein Mixed-Doubles-Wettbewerb ausgetragen.
Kontroverse um Russland und Belarus bei den Spielen
Die Vorfreude auf die Зимние Паралимпийские игры 2026 wird von einer politischen Kontroverse überschattet. Im Februar 2026 bestätigte das Internationale Paralympische Komitee (IPC), dass sechs Athleten aus Russland und vier aus Belarus eine Starterlaubnis für die Spiele erhalten. Der entscheidende Punkt, der zu massivem Protest führte, ist die Erlaubnis, unter der eigenen Nationalflagge und mit nationalen Symbolen anzutreten.
Diese Entscheidung stellt eine deutliche Abkehr von der Praxis bei den vorangegangenen Spielen seit der Annexion der Krim 2014 und insbesondere seit der Vollinvasion der Ukraine 2022 dar. Bei den Spielen in Paris 2024 durften Athleten aus beiden Ländern nur als strikt neutrale Einzelathleten ohne nationale Symbole teilnehmen. Die jetzige Entscheidung des IPC, die auf einem Beschluss der Generalversammlung vom September 2025 beruht, die Suspendierung der Nationalen Paralympischen Komitees beider Länder nicht aufrechtzuerhalten, wird von vielen als falsches Signal gewertet. Die aktuelle Entwicklung steht im starken Kontrast zu den Ereignissen rund um die 2026 Winter Paralympics, bei denen die Frage der Teilnahme lange diskutiert wurde.
Boykott der Eröffnungsfeier: Eine wachsende Protestbewegung
Als direkte Reaktion auf die Entscheidung des IPC hat die Ukraine angekündigt, die Eröffnungsfeier am 6. März in Verona zu boykottieren. Diesem Protest haben sich schnell weitere Nationen angeschlossen. Unter anderem haben Deutschland, Großbritannien, Polen, die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen und Finnland erklärt, dass ihre Athleten und Offiziellen der Zeremonie ebenfalls fernbleiben werden.
Die britische Regierung erklärte in einer Stellungnahme, sie lehne die Entscheidung des IPC entschieden ab und dass keine Regierungsminister oder Beamte an den Eröffnungs- oder Abschlusszeremonien teilnehmen würden, solange die „barbarische Invasion der Ukraine andauert“. Auch der kanadische Verband erklärte, dass seine Athleten aus leistungsbezogenen Gründen nicht an der weit entfernten Zeremonie teilnehmen werden, bekräftigte aber gleichzeitig seine Solidarität mit der Ukraine. Dieser wachsende Boykott der Zeremonien ist ein starkes politisches Zeichen und rückt die Frage der Trennung von Sport und Politik in den Mittelpunkt der Debatte um die Зимние Паралимпийские игры 2026.
Tickets und Übertragung der Paralympics 2026
Der Ticketverkauf für die Зимние Паралимпийские игры 2026 hat bereits am 6. März 2025 begonnen. Interessierte können Eintrittskarten ausschließlich über die offizielle Website tickets.milanocortina2026.org erwerben. Die Organisatoren warnen ausdrücklich davor, Tickets über nicht autorisierte Drittanbieter zu kaufen, da hier das Risiko besteht, gefälschte oder ungültige Karten zu erhalten.
Die Ticketpreise sind bewusst zugänglich gestaltet, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Preise liegen hauptsächlich zwischen 15 und 80 Euro. Für Kinder unter 14 Jahren gibt es ermäßigte Tickets ab 10 Euro. Die Tickets sind ausschließlich digital über eine spezielle App verfügbar. In der DACH-Region werden die öffentlich-rechtlichen Sender, wie beispielsweise ORF in Österreich, eine umfassende Berichterstattung von den Spielen anbieten, sodass die Wettkämpfe frei empfangbar sein werden. Eine vertrauenswürdige Quelle für weitere Informationen ist die offizielle Seite des International Paralympic Committee.
FAQ zu den Зимние Паралимпийские игры 2026
Wann finden die Paralympischen Winterspiele 2026 statt?
Die Зимние Паралимпийские игры 2026 finden vom 6. bis zum 15. März 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, Italien, statt.
Welche Sportarten gibt es bei den Winter-Paralympics 2026?
Es werden Wettbewerbe in sechs Sportarten ausgetragen: Para-Ski Alpin, Para-Biathlon, Para-Langlauf, Para-Eishockey, Para-Snowboard und Rollstuhlcurling. Insgesamt gibt es 79 Medaillenentscheidungen.
Warum gibt es einen Boykott der Eröffnungsfeier?
Mehrere Länder, darunter die Ukraine, Deutschland und Großbritannien, boykottieren die Eröffnungsfeier aus Protest gegen die Entscheidung des IPC, Athleten aus Russland und Belarus zu erlauben, unter ihren nationalen Flaggen und Symbolen anzutreten.
Dürfen Athleten aus Russland und Belarus teilnehmen?
Ja, das Internationale Paralympische Komitee hat sechs Athleten aus Russland und vier aus Belarus die Teilnahme unter ihren Nationalflaggen gestattet. Diese Entscheidung ist sehr umstritten.
Wo kann ich Tickets für die Paralympics 2026 kaufen?
Tickets für die Paralympischen Winterspiele 2026 sind ausschließlich über die offizielle Website tickets.milanocortina2026.org erhältlich. Der Verkauf erfolgt digital und nach dem Prinzip „first come, first served“.
Fazit
Die Зимние Паралимпийские игры 2026 in Mailand und Cortina versprechen sportliche Höchstleistungen und emotionale Momente. Die Veranstaltung bietet eine Bühne für herausragende Para-Athleten in sechs faszinierenden Wintersportarten. Gleichzeitig wirft die politische Kontroverse um die Teilnahme von Russland und Belarus einen langen Schatten auf die Spiele. Der Boykott der Eröffnungsfeier durch zahlreiche Nationen ist ein unübersehbares Zeichen des Protests und zeigt, dass die Trennung von Sport und Politik in der aktuellen geopolitischen Lage kaum möglich ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Spannungen auf die Atmosphäre während der zehntägigen Wettkämpfe auswirken werden. Weitere Hintergründe finden sich auf der offiziellen Seite des Organisationskomitees.










