Dreiste Masche auf dem Zürcher Wohnungsmarkt?
Eine Zürich Wohnung Vorauszahlung in einem Online-Inserat sorgt für Aufsehen: Ein Nachmieter soll bereits drei Monate vor dem eigentlichen Einzug die halbe Miete berappen. Konkret geht es um eine 4.5-Zimmer-Wohnung in der Stadt Zürich, für die monatlich 2700 Franken fällig werden. Ein TikTok-Video macht den Fall nun öffentlich.

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Der angespannte Wohnungsmarkt in Zürich ist bekannt, doch diese Forderung geht vielen zu weit. Solche Praktiken heizen die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum weiter an und werfen Fragen nach der Zulässigkeit solcher Vorauszahlungen auf.
Was genau wird in dem Inserat gefordert?
Das Inserat, das auf TikTok viral ging, verlangt von potenziellen Nachmietern, dass sie drei Monate im Voraus die Hälfte der Miete bezahlen. Bei einer Monatsmiete von 2700 Franken entspricht das einer Vorauszahlung von 4050 Franken. Diese Summe soll offenbar als eine Art Sicherheit dienen, bevor der Mietvertrag überhaupt beginnt. (Lesen Sie auch: Freches Wohnungsinserat in der Stadt Zürich: Nachmieter…)
International
- Vorauszahlungen sind ein globales Problem auf angespannten Wohnungsmärkten.
- Plattformen wie TikTok tragen zur Aufdeckung solcher Fälle bei.
- Gesetzliche Regelungen zu Mietkautionen und Vorauszahlungen variieren stark.
- Soziale Medien verstärken den Druck auf Vermieter, sich fair zu verhalten.
Ist eine solche Vorauszahlung in Zürich überhaupt erlaubt?
Die rechtliche Lage in der Schweiz bezüglich Vorauszahlungen ist komplex. Grundsätzlich sind Mietkautionen üblich, aber es gibt klare Grenzen. Laut dem Zürcher Mieterverband dürfen Vermieter maximal drei Monatsmieten als Kaution verlangen. Ob die hier geforderte Vorauszahlung rechtlich zulässig ist, hängt von der genauen Ausgestaltung des Mietvertrags und den kantonalen Bestimmungen ab.
Es ist ratsam, sich in solchen Fällen rechtlich beraten zu lassen. Der Mieterverband bietet hierzu Beratungen an und kann helfen, die eigenen Rechte zu prüfen und durchzusetzen. Laut einer Meldung von Blick, hat sich der Mieterverband bereits zu dem Fall geäussert.
Der Zürcher Wohnungsmarkt ist einer der angespanntesten der Schweiz. Hohe Nachfrage und begrenztes Angebot führen zu steigenden Mieten und kreativen, manchmal fragwürdigen, Praktiken von Vermietern. (Lesen Sie auch: Mietpreise Zürich: Freche Vorauszahlung für Zürcher Wohnung?)
Wie reagieren die Menschen auf solche Inserate?
Die Reaktionen auf das Inserat sind grösstenteils negativ. Viele Nutzerinnen und Nutzer auf TikTok äussern ihr Unverständnis und kritisieren die Dreistigkeit der Vermieter. Solche Fälle tragen dazu bei, das Vertrauen in den Wohnungsmarkt zu untergraben und verstärken das Gefühl der Ausbeutung, insbesondere bei Wohnungssuchenden mit geringem Einkommen.
Welche Alternativen gibt es für Wohnungssuchende in Zürich?
Trotz der schwierigen Situation gibt es Möglichkeiten, eine bezahlbare Wohnung in Zürich zu finden. Genossenschaftswohnungen sind eine Option, die oft günstigere Mieten anbieten. Auch ausserhalb des Stadtzentrums, in den Agglomerationsgemeinden, sind die Mieten in der Regel niedriger. Es lohnt sich, verschiedene Suchstrategien zu verfolgen und sich nicht von solchen Negativbeispielen entmutigen zu lassen.
Zudem können Vergleichsportale wie Comparis helfen, einen Überblick über die aktuellen Mietpreise zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit ist die Kontaktaufnahme mit lokalen Wohnbaugenossenschaften. (Lesen Sie auch: Unübliche Mietbedingungen: Zürcher Inserat fordert Vorauszahlung)

Der Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig es ist, die eigenen Rechte als Mieter zu kennen und sich gegen unzulässige Forderungen zur Wehr zu setzen. Der Zürcher Wohnungsmarkt bleibt ein hartes Pflaster, aber mit Information und Engagement lässt sich die Wohnungssuche erfolgreicher gestalten.















