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Home Nachrichten
Zugunglück Spanien 24 Tote bei Kollision – Überlebende klettern aus Fenstern

Zugunglück Spanien: 24 Tote bei Kollision – Überlebende klettern aus Fenstern

19. Januar 2026
in Nachrichten

Lesezeit: 6 Minuten

Was ist beim Zugunglück Spanien passiert? Am Sonntagabend, 18. Januar 2026, kollidierten bei Adamuz nahe Córdoba zwei Hochgeschwindigkeitszüge mit über 500 Passagieren. Mindestens 24 Menschen starben, mehr als 70 wurden verletzt. Ein Iryo-Zug entgleiste mutmaßlich bei Tempo 300 und geriet auf das Gegengleis, wo er einen entgegenkommenden Renfe-Zug traf. Die Ursache ist noch unklar.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Zugunglück Spanien: Was genau ist bei Adamuz passiert?
  3. Wie viele Todesopfer forderte das Zugunglück?
  4. Augenzeugenberichte: Menschen kletterten aus Fenstern
  5. Warum entgleiste der Hochgeschwindigkeitszug?
  6. Reaktionen auf das Zugunglück Spanien
  7. Solidarität in Adamuz: „Heute schläft hier niemand"
  8. Vergleich mit Zugunglück Santiago de Compostela 2013
  9. Aktuelle Lage: Strecke Madrid–Andalusien gesperrt
  10. Häufige Fragen zum Zugunglück Spanien
  11. Fazit: Zugunglück Spanien erschüttert das Land

Das Wichtigste in Kürze

  • 24 Todesopfer bestätigt – Opferzahl könnte weiter steigen (Quelle: Regionalpräsident Moreno)
  • 15 Schwerverletzt – über 70 Verletzte in sechs Krankenhäusern behandelt
  • Unfallzeitpunkt: Sonntag, 18. Januar 2026, gegen 19:40 Uhr
  • Unfallort: Adamuz bei Córdoba, Andalusien, Spanien
  • Betroffene Züge: Iryo-Zug 6189 (Málaga–Madrid) und Renfe-Zug 2384 (Madrid–Huelva)
  • Geschwindigkeit: Mutmaßlich 300 km/h beim Entgleisen
  • Strecke gesperrt: Madrid–Andalusien mindestens bis Montagabend unterbrochen

Das Zugunglück Spanien erschüttert am 19. Januar 2026 das ganze Land. Was am Sonntagabend in der andalusischen Gemeinde Adamuz geschah, gehört zu den schwersten Bahnkatastrophen der spanischen Geschichte. Überlebende berichten von dramatischen Szenen – Menschen kletterten durch eingeschlagene Fenster ins Freie, während Rettungskräfte stundenlang um Menschenleben kämpften.

Die Bilder, die in sozialen Medien kursieren, zeigen das Ausmaß der Zerstörung: umgekippte Waggons, zertrümmerte Zugteile und ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen in der andalusischen Nacht. Die Tragödie weckt Erinnerungen an das verheerende Zugunglück von Santiago de Compostela 2013.

Zugunglück Spanien: Was genau ist bei Adamuz passiert?

Gegen 19:40 Uhr am Sonntagabend entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug des italienischen Anbieters Iryo (Trenitalia) auf der Strecke von Málaga nach Madrid. Der Zug mit der Nummer 6189 geriet dabei auf das benachbarte Gleis – mit fatalen Folgen.

Genau in diesem Moment passierte ein entgegenkommender Renfe-Zug (Nummer 2384) die Unglücksstelle. Der Aufprall schleuderte beide Züge aus den Gleisen. Verkehrsminister Óscar Puente beschrieb den Zusammenstoß: Die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges wurden durch die Wucht des Aufpralls aus den Schienen geworfen und stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter.

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Zug Route Passagiere Betreiber
Iryo 6189 Málaga → Madrid Über 300 Trenitalia (Italien)
Renfe AV 2384 Madrid → Huelva Rund 200 Renfe (Spanien)

Zugunglück Spanien: Was genau ist bei Adamuz passiert?

Wie viele Todesopfer forderte das Zugunglück?

Nach aktuellen Angaben kamen bei dem Zugunglück Spanien mindestens 24 Menschen ums Leben. Regionalpräsident Juanma Moreno verkündete die Opferzahlen in den frühen Morgenstunden sichtlich erschüttert. Er schloss nicht aus, dass in den Trümmern weitere Leichen liegen könnten.

Unter den Todesopfern befindet sich auch einer der Lokführer des Renfe-Zuges. Über 70 Verletzte wurden in sechs verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. 15 Personen erlitten schwere Verletzungen und mussten noch in der Nacht notoperiert werden.

Augenzeugenberichte: Menschen kletterten aus Fenstern

Der Radiojournalist Salvador Jiménez befand sich zufällig im Iryo-Unglückszug und schilderte die dramatischen Momente: Der Zug sei pünktlich um 18:40 Uhr in Málaga gestartet. Plötzlich habe es sich angefühlt, als würde ein Erdbeben den Zug erschüttern.

Die Besatzung fragte sofort nach medizinischem Personal an Bord. Mit Nothämmern schlugen Passagiere die Fenster ein, um sich und andere zu befreien. Die Evakuierung erfolgte Schritt für Schritt durch die zerbrochenen Scheiben.

Eine junge Passagierin berichtete dem TV-Sender RTVE unter Tränen von dem Albtraum: Es habe eine Vollbremsung gegeben, dann wurde es stockdunkel. Sie sei kopfüber aus dem Sitz gefallen. Menschen und Gepäck flogen durch die Luft, überall Schreie, weinende Kinder und Blut. Sie fühle sich wie neu geboren, so die Überlebende.

Warum entgleiste der Hochgeschwindigkeitszug?

Die Ursache für das schwere Bahnunglück bleibt rätselhaft. Verkehrsminister Puente nannte den Unfall „extrem ungewöhnlich“. Die Strecke sei gerade, der Iryo-Zug relativ neu. Zudem wurde der betroffene Streckenabschnitt erst kürzlich mit einer Investition von 700 Millionen Euro renoviert.

Mehrere Experten zeigten sich gegenüber spanischen Medien verwundert. Ingenieur Jorge Trigueros erklärte, das Sicherheitssystem hätte einen solchen Unfall eigentlich verhindern müssen – auch ohne Eingreifen des Lokführers. Die Ermittlungen zur Unfallursache haben begonnen.

Reaktionen auf das Zugunglück Spanien

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte umgehend auf die Tragödie. Auf der Plattform X schrieb er: „Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land.“ Er sicherte schnelle Hilfe für die Betroffenen zu.

Auch die spanische Königsfamilie äußerte sich bestürzt und verfolge die Lage mit „großer Besorgnis“. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach den Angehörigen und dem spanischen Volk auf Spanisch ihr Beileid aus: „In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken.“

Solidarität in Adamuz: „Heute schläft hier niemand“

Die kleine Gemeinde Adamuz mit rund 4.000 Einwohnern zeigte sich angesichts der Tragödie von ihrer besten Seite. Trotz später Stunde brachten freiwillige Helfer Decken, Medikamente und Lebensmittel ins Gemeindezentrum.

Supermarktbesitzerin Rafaela öffnete mitten in der Nacht ihren Laden und sagte gegenüber RTVE: „Heute schläft hier niemand!“ Das Rote Kreuz leistete psychologische Betreuung für Überlebende, Helfer und Angehörige.

Vergleich mit Zugunglück Santiago de Compostela 2013

In ganz Spanien weckte die Katastrophe schmerzhafte Erinnerungen an das Zugunglück vom 24. Juli 2013. Damals entgleiste ein Zug in Angrois wenige Kilometer vor Santiago de Compostela mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve. 80 Menschen verloren ihr Leben.

Das Hochgeschwindigkeitsnetz Spaniens gilt als eines der modernsten und sichersten der Welt. Es steht normalerweise für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit – auch bei Touristen ist es äußerst beliebt. Das aktuelle Unglück erschüttert dieses Vertrauen nachhaltig.

Unglück Datum Todesopfer Ursache
Adamuz (aktuell) 18.01.2026 Mind. 24 Wird ermittelt
Santiago de Compostela 24.07.2013 80 Überhöhte Geschwindigkeit

Vergleich mit Zugunglück Santiago de Compostela 2013

Aktuelle Lage: Strecke Madrid–Andalusien gesperrt

Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und ganz Andalusien bleibt bis auf Weiteres unterbrochen. Renfe bestätigte, dass die Strecke mindestens bis einschließlich Montagabend gesperrt bleibt. Reisende müssen mit erheblichen Verzögerungen und Ausfällen rechnen.

Viele Passagiere, die aufgrund des Unglücks gestrandet waren, verbrachten die Nacht in Bahnhöfen. Im Madrider Bahnhof Atocha und in Huelva warteten Angehörige vergeblich auf ihre Liebsten. Das Rote Kreuz bot auch dort psychologische Unterstützung an.

Informationen für Reisende

Betroffene Passagiere und Angehörige können sich an die eingerichtete Notrufnummer wenden. Renfe informiert auf ihrer Website über alternative Reisemöglichkeiten und den aktuellen Stand der Streckensperrung.

Häufige Fragen zum Zugunglück Spanien

Wie viele Menschen starben beim Zugunglück in Spanien?

Bei dem Zugunglück am 18. Januar 2026 bei Adamuz nahe Córdoba kamen nach aktuellen Angaben mindestens 24 Menschen ums Leben. Die Opferzahl könnte noch steigen, da die Rettungs- und Bergungsarbeiten andauern. Über 70 Personen wurden verletzt, 15 davon schwer.

Wo genau ereignete sich das Zugunglück in Spanien?

Das Zugunglück ereignete sich bei Adamuz in der Provinz Córdoba in der Region Andalusien im Süden Spaniens. Der Unglücksort liegt etwa 30 Kilometer östlich von Córdoba. Sevilla befindet sich rund 160 Kilometer südwestlich, Málaga etwa 150 Kilometer südlich und Madrid weniger als 400 Kilometer nördlich.

Was war die Ursache für das Zugunglück?

Die genaue Ursache für das Zugunglück ist noch nicht bekannt. Ermittlungen wurden eingeleitet. Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete den Unfall als „extrem ungewöhnlich“, da die Strecke gerade verläuft, der Zug relativ neu ist und der Streckenabschnitt erst kürzlich für 700 Millionen Euro renoviert wurde. Experten zeigen sich verwundert, warum das Sicherheitssystem nicht eingegriffen hat.

Welche Züge waren an dem Unglück beteiligt?

An dem Unglück waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge beteiligt: Der Iryo-Zug 6189 von Trenitalia fuhr von Málaga nach Madrid und hatte über 300 Passagiere an Bord. Der Renfe-Zug 2384 fuhr von Madrid nach Huelva mit rund 200 Passagieren. Der Iryo-Zug entgleiste zuerst und kollidierte dann mit dem entgegenkommenden Renfe-Zug.

Ist die Bahnstrecke Madrid–Andalusien gesperrt?

Ja, der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und ganz Andalusien wurde nach dem Unglück eingestellt. Die Strecke bleibt laut Renfe mindestens bis einschließlich Montag, 19. Januar 2026, gesperrt. Reisende müssen mit erheblichen Verzögerungen und Zugausfällen rechnen. Aktuelle Informationen gibt es auf der Website von Renfe.

Gab es bereits früher schwere Zugunglücke in Spanien?

Ja, das aktuelle Unglück weckt Erinnerungen an das Zugunglück von Santiago de Compostela am 24. Juli 2013. Damals entgleiste ein Zug in Angrois mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve, wobei 80 Menschen starben. Das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz galt bis zu den aktuellen Ereignissen als eines der sichersten der Welt.

Fazit: Zugunglück Spanien erschüttert das Land

Das Zugunglück Spanien vom 18. Januar 2026 hat mindestens 24 Menschenleben gefordert und stellt das Land vor schwierige Fragen. Wie konnte es auf einer geraden, frisch renovierten Strecke zu einer solchen Katastrophe kommen? Die Ermittlungen stehen erst am Anfang.

Die bewegenden Augenzeugenberichte von Überlebenden, die durch eingeschlagene Fenster ins Freie kletterten, und die große Solidarität der Bevölkerung in Adamuz zeigen: Spanien trauert gemeinsam – und wird Antworten einfordern.

Hinweis: Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Stand: 19. Januar 2026, 08:00 Uhr.

Über den Autor

Die Redaktion von Mindelmedia News berichtet über aktuelle Ereignisse aus aller Welt. Bei Breaking-News-Themen wie Unglücksfällen greifen wir auf verifizierte Quellen wie dpa, Renfe, spanische Behörden und etablierte Nachrichtenportale zurück.

Tags: AdamuzAndalusienBahnunglückBreaking NewsCórdobaHochgeschwindigkeitszugIryoRenfeSpanien UnglückZugunglück Spanien
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