Zweisprachige Ortstafeln wurden im Burgenland beschmiert, indem Unbekannte in Steinbrunn und Hornstein die kroatischen Schriftzüge mit schwarzer Farbe übermalten. Diese Schändung der Ortstafeln hat zu Besorgnis und Empörung in der kroatischen Volksgruppe geführt.

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Das ist passiert
- In Steinbrunn und Hornstein wurden zweisprachige Ortstafeln beschmiert.
- Der kroatische Schriftzug wurde mit schwarzer Farbe übermalt.
- Das Volksgruppenzentrum zeigt sich alarmiert.
Warum werden zweisprachige Ortstafeln beschmiert?
Die Beschmierung zweisprachiger Ortstafeln ist ein Ausdruck von Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber der jeweiligen Volksgruppe und ihrer Sprache. Solche Aktionen sind oft Ausdruck von Nationalismus oder Fremdenfeindlichkeit und zielen darauf ab, die kulturelle Vielfalt und Gleichberechtigung zu untergraben. Die Täter wollen damit ein Zeichen gegen die Anerkennung und Sichtbarkeit von Minderheitensprachen setzen.
Die Hintergründe der Ortstafel-Problematik im Burgenland
Die Frage zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland ist seit Jahrzehnten ein Politikum. Die kroatische Volksgruppe fordert seit langem eine gleichberechtigte Behandlung ihrer Sprache, was sich auch in der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln manifestieren soll. Immer wieder kommt es zu Aktionen, die sich gegen die Zweisprachigkeit richten. Wie Der Standard berichtet, sind solche Beschmierungen kein Einzelfall. (Lesen Sie auch: Pilnacek-Freundin klagte Hanger: Richter mit ÖVP-Nähe abgezogen)
Reaktionen auf die Beschmierungen
Die Beschmierungen haben zu Reaktionen seitens der Politik und der Volksgruppenvertretungen geführt. Vertreter der kroatischen Volksgruppe zeigten sich alarmiert und forderten eine rasche Aufklärung der Vorfälle. Auch vonseiten der Landesregierung gab es Verurteilungen. Solche Taten seien nicht zu tolerieren und würden den Zusammenhalt im Burgenland gefährden.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Sachdienliche Hinweise werden entgegengenommen.
Die rechtliche Situation zweisprachiger Ortstafeln
Die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln ist in Österreich gesetzlich geregelt. Das Volksgruppengesetz sieht vor, dass in Gebieten mit einem сущеentlichen Anteil einer anerkannten Volksgruppe Ortstafeln zweisprachig beschriftet sein müssen. Die Umsetzung dieser Bestimmung ist jedoch immer wieder Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Die rechtliche Grundlage bietet jedoch einen Rahmen für die Forderungen der Volksgruppen. (Lesen Sie auch: Gak gegen Ried: Grazer AK will ersten…)
Wie geht es weiter mit den beschmierten Ortstafeln?
Die beschmierten zweisprachigen Ortstafeln in Steinbrunn und Hornstein sollen so rasch wie möglich gereinigt oder ersetzt werden. Die zuständigen Behörden sind bemüht, die Schäden zu beheben und die zweisprachige Beschriftung wiederherzustellen. Es bleibt zu hoffen, dass die Täter ausgeforscht werden können und zur Rechenschaft gezogen werden. Die Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, den Dialog zwischen den Volksgruppen zu fördern und Vorurteile abzubauen. Informationen zur rechtlichen Situation der Volksgruppen in Österreich bietet die RIS Rechtsinformationssystem des Bundes.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die Beschmierung zweisprachiger Ortstafeln für die kroatische Volksgruppe?
Die Beschmierung zweisprachiger Ortstafeln stellt eine Verletzung der Rechte und der kulturellen Identität der kroatischen Volksgruppe dar. Solche Taten können Gefühle von Unsicherheit und Ausgrenzung verstärken und das Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigen.
Welche Maßnahmen werden ergriffen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern?
Zur Verhinderung solcher Vorfälle sind verstärkte Sensibilisierungsmaßnahmen und Aufklärungsarbeit notwendig. Zudem ist eine konsequente Strafverfolgung der Täter unerlässlich. Auch die Förderung des interkulturellen Dialogs und der Abbau von Vorurteilen spielen eine wichtige Rolle.
Wie können Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Volksgruppenrechte beitragen?
Bürgerinnen und Bürger können durch aktives Eintreten für Toleranz und Vielfalt, durch Unterstützung von Initiativen zur Förderung der Volksgruppenrechte und durch das Aufzeigen von Diskriminierung einen Beitrag leisten. Auch der respektvolle Umgang mit den Sprachen und Kulturen der Volksgruppen ist wichtig. (Lesen Sie auch: Marlene Svazek plant neue Rolle in der…)
Welche Rolle spielen die Medien bei der Auseinandersetzung mit dem Thema?
Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Aufklärung über die Situation der Volksgruppen und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für ihre Rechte. Eine ausgewogene und differenzierte Berichterstattung kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und das Verständnis für die Anliegen der Volksgruppen zu fördern. Weiterführende Informationen bietet der Volksgruppenbüro Kärnten.

















