Der Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 ist ein prozentualer Aufschlag auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Jede gesetzliche Krankenkasse legt diesen Zusatzbeitrag individuell fest. Für 2026 steigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf 2,9 Prozent – das bedeutet höhere Kosten für rund 39 Millionen Versicherte.
📖 Lesezeit: 7 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2025
Was ist der Krankenkassen Zusatzbeitrag?
Der Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 wurden in dieser Woche von den Verwaltungsräten der großen Kassen beschlossen. Die Techniker Krankenkasse und die DAK-Gesundheit erhöhen ihre Beiträge – trotz des Sparpakets der Bundesregierung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Kosten jeweils zur Hälfte. Wer von einer Erhöhung betroffen ist, hat ein Sonderkündigungsrecht und kann die Kasse wechseln.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026: +0,4 Prozentpunkte
Das Bundesgesundheitsministerium hat die durchschnittlichen Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 auf 2,9 Prozent festgelegt. Das entspricht einer Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2025 (2,5 Prozent). Der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt damit im Schnitt 17,5 Prozent vom Bruttoeinkommen.
| Bruttoeinkommen | Mehrkosten/Monat | Mehrkosten/Jahr |
|---|---|---|
| 2.000 € brutto | 8,00 € | 96,00 € |
| 3.000 € brutto | 12,00 € | 144,00 € |
| 4.000 € brutto | 16,00 € | 192,00 € |
| Über 5.812,50 € (BBG) | 37,27 € | 447,24 € |
Hinweis: Die Mehrkosten werden je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. BBG = Beitragsbemessungsgrenze 2026 (5.812,50 €/Monat bzw. 69.750 €/Jahr)
Zusatzbeiträge der großen Krankenkassen 2026
Am 19. Dezember 2025 haben die Verwaltungsräte der großen Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge für 2026 beschlossen. Laut einer DAK-Auswertung sind 52 Prozent aller gesetzlich Versicherten – mehr als 39 Millionen Menschen – von Beitragserhöhungen betroffen.
| Krankenkasse | Zusatzbeitrag 2025 | Zusatzbeitrag 2026 | Änderung |
|---|---|---|---|
| TK (12,3 Mio. Versicherte) | 2,45 % | 2,69 % | +0,24 % |
| DAK (5,4 Mio. Versicherte) | 2,80 % | 3,20 % | +0,40 % |
| Barmer | 3,29 % | 3,29 % | stabil |
| AOK Baden-Württemberg | 2,60 % | 2,99 % | +0,39 % |
| AOK Bayern | 2,69 % | 2,69 % | stabil |
| AOK Bremen/Bremerhaven | 2,49 % | 3,29 % | +0,80 % |
| hkk | 2,19 % | 2,59 % | +0,40 % |
| BKK firmus | 2,18 % | 2,18 % | stabil |
Quelle: Krankenkasseninfo.de, Stand: 20. Dezember 2025
Günstigste und teuerste Krankenkassen 2026
Die Spanne bei den Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 ist enorm: Zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse liegen mehr als zwei Prozentpunkte Unterschied. Das kann bei einem durchschnittlichen Gehalt mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmachen.
Die günstigsten Krankenkassen 2026
Die BKK firmus bleibt mit 2,18 Prozent die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse. Auch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (2,47 %) und die hkk (2,59 %) liegen deutlich unter dem Durchschnitt. Die TK bleibt mit 2,69 Prozent trotz Erhöhung unter dem Marktschnitt.
Die teuersten Krankenkassen 2026
Die teuerste Kasse ist die IKK Brandenburg und Berlin mit 4,35 Prozent Zusatzbeitrag. Dicht dahinter folgt die Knappschaft mit 4,3 Prozent (leicht gesenkt von 4,4 %). Auch die IKK – Die Innovationskasse (4,30 %) und die energie-BKK (3,98 %) liegen weit über dem Durchschnitt.
Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung
Erhöht deine Krankenkasse den Zusatzbeitrag, hast du ein Sonderkündigungsrecht. Dieses ist in § 175 Absatz 4 SGB V festgelegt. Die Kündigung muss bis zum Ende des Monats erfolgen, in dem der neue Beitrag erstmals gilt. Die Kündigung wird dann zum übernächsten Monat wirksam.
Der Wechsel ist seit einiger Zeit deutlich einfacher: Du musst nicht mehr bei deiner alten Kasse kündigen. Es reicht, bei der neuen Kasse einen Mitgliedsantrag zu stellen – die neue Kasse übernimmt die Kündigung. Die Krankenkasse muss dich in ihrem Schreiben über dein Sonderkündigungsrecht informieren.
💡 Tipp: Bei einem Kassenwechsel solltest du nicht nur auf den Beitrag achten. Vergleiche auch die Zusatzleistungen wie Zahnreinigung, Osteopathie oder Bonusprogramme. Diese können den Beitragsunterschied schnell ausgleichen.
Warum steigen die Krankenkassenbeiträge?
Die gesetzliche Krankenversicherung steht seit Jahren unter finanziellem Druck. Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm kritisierte: „Das kleine Sparpaket der Bundesregierung reicht nicht aus, um das Versprechen stabiler Beitragssätze halten zu können.“
Die Hauptgründe für steigende Kosten sind höhere Ausgaben für Krankenhausbehandlungen und Arzneimittel, steigende Personalkosten im Gesundheitswesen, der demografische Wandel mit mehr älteren Versicherten, der medizinische Fortschritt mit teuren neuen Behandlungen sowie die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Wann gilt der neue Zusatzbeitrag?
Für Arbeitnehmer gilt der neue Krankenkassen Zusatzbeitrag ab dem 1. Januar 2026. Die erste Gehaltsabrechnung im Januar zeigt bereits die höheren Abzüge. Für Rentner werden die Beitragserhöhungen ab März 2026 wirksam – da die Rente im Voraus ausgezahlt wird.
Wer in den kommenden Feiertagen 2026 seine Finanzen plant, sollte die höheren Krankenkassenbeiträge einkalkulieren. Besonders für Gutverdiener an der Beitragsbemessungsgrenze summieren sich die Mehrkosten auf fast 450 Euro im Jahr.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026?
Der durchschnittliche Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 liegt bei 2,9 Prozent. Das ist eine Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2025. Der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt damit im Schnitt 17,5 Prozent vom Bruttoeinkommen.
Welche Krankenkasse ist am günstigsten?
Die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse 2026 ist die BKK firmus mit 2,18 Prozent Zusatzbeitrag. Bei den großen Kassen gehören die TK (2,69 %), AOK Bayern (2,69 %) und AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (2,47 %) zu den günstigsten.
Kann ich bei Beitragserhöhung die Krankenkasse wechseln?
Ja, bei jeder Beitragserhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung muss bis Monatsende erfolgen. Der Wechsel ist einfach: Du stellst bei der neuen Kasse einen Antrag – sie übernimmt die Kündigung bei deiner alten Kasse.
Wie viel mehr muss ich 2026 für die Krankenkasse zahlen?
Bei einer Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte zahlst du bei 3.000 Euro Brutto etwa 6 Euro mehr pro Monat (72 Euro/Jahr). Bei 4.000 Euro Brutto sind es 8 Euro mehr im Monat. Gutverdiener über der Beitragsbemessungsgrenze zahlen bis zu 37,27 Euro mehr pro Monat.
Erhöht die TK den Zusatzbeitrag 2026?
Ja, die Techniker Krankenkasse erhöht den Zusatzbeitrag zum 1. Januar 2026 von 2,45 auf 2,69 Prozent (+0,24 Prozentpunkte). Der Gesamtbeitrag beträgt damit 17,29 Prozent. Die TK bleibt damit unter dem Marktdurchschnitt.
Wer zahlt den Zusatzbeitrag – Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?
Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Zusatzbeitrag seit 2019 zu gleichen Teilen. Auch Rentner und die Deutsche Rentenversicherung teilen sich den Beitrag hälftig. Die Kosten einer Erhöhung verteilen sich also auf beide Seiten.
Fazit: Krankenkassen vergleichen lohnt sich
Der Krankenkassen Zusatzbeitrag 2026 steigt für mehr als 39 Millionen Versicherte. Die TK erhöht auf 2,69 Prozent, die DAK auf 3,20 Prozent. Wer von einer Erhöhung betroffen ist, sollte prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt. Die günstigste Kasse (BKK firmus mit 2,18 %) kostet über 850 Euro weniger pro Jahr als die teuerste.
Neben dem Beitrag solltest du auch die Zusatzleistungen vergleichen. Viele Kassen bieten attraktive Extras wie professionelle Zahnreinigung, Osteopathie oder Gesundheitskurse. Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei jeder Beitragserhöhung – nutze es, wenn sich ein Wechsel für dich rechnet.
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