📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 03.01.2026
Was ist in Venezuela passiert?
Die USA haben in der Nacht zum 3. Januar 2026 Militärschläge auf Venezuela durchgeführt. US-Präsident Donald Trump verkündete, dass Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht worden sei. Venezuela rief den nationalen Notstand aus – die Regierung spricht von einer schweren militärischen Aggression.
USA greifen Venezuela an: Trump bestätigt Militäreinsatz
In den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 (Ortszeit) erschütterten mehrere Explosionen die venezolanische Hauptstadt Caracas. US-Präsident Donald Trump bestätigte kurz darauf auf seiner Plattform Truth Social, dass die USA einen großangelegten Militärschlag gegen Venezuela durchgeführt haben.
⚡ Aktuelle Lage (Stand: 03.01.2026, 12:00 Uhr MEZ):
- Angriffsbeginn: ca. 02:00 Uhr Ortszeit (07:00 Uhr MEZ)
- Betroffene Gebiete: Caracas, La Guaira, Miranda, Aragua
- Ziele: Militärbasen und Hafenanlagen
- Maduro: Laut Trump gefangen genommen und ausgeflogen
- Venezuela: Nationaler Notstand ausgerufen
Laut CBS News hatte Trump den Militäreinsatz bereits Tage vor der eigentlichen Operation genehmigt. Ursprünglich war der Angriff für Weihnachten geplant, wurde jedoch aufgrund von US-Luftschlägen in Nigeria gegen IS-Ziele verschoben.
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Maduro gefangen genommen: Was Trump verkündete
In seiner Erklärung auf Truth Social schrieb Trump: „Die Vereinigten Staaten haben erfolgreich einen großangelegten Schlag gegen Venezuela und seinen Anführer, Präsident Nicolas Maduro, durchgeführt.“
Weiter erklärte der US-Präsident:
- Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores seien gefangen genommen worden
- Beide seien per Flugzeug außer Landes gebracht worden
- Die Operation sei in Zusammenarbeit mit US-Strafverfolgungsbehörden durchgeführt worden
In einem kurzen Telefoninterview mit der New York Times bezeichnete Trump die Aktion als „brillante Operation“ mit „großartiger Planung und großartigen Truppen“.
Die venezolanische Regierung forderte einen „sofortigen Beweis“, dass Maduro und seine Frau noch am Leben seien. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte in einer Audiobotschaft im Staatsfernsehen, man wisse derzeit nichts über den Verbleib des Präsidenten.
Explosionen in Caracas: Augenzeugenberichte
Augenzeugen berichteten von mindestens sieben starken Explosionen in verschiedenen Stadtteilen von Caracas. Die ersten Detonationen wurden gegen 02:00 Uhr Ortszeit registriert.
Betroffene Ziele in Caracas:
| Ziel | Beschreibung |
|---|---|
| Fuerte Tiuna | Größte Militärbasis Venezuelas, Feuer in Hangars gemeldet |
| La Carlota | Luftwaffenstützpunkt, Rauchsäulen über dem Flugfeld |
| Miraflores | Präsidentenpalast, verstärkte Militärpräsenz |
Eine Journalistin in Caracas berichtete gegenüber Al Jazeera: „Der ganze Boden bebte. Es klang wie ein gewaltiger Lastwagen-Aufprall, dann leuchtete der Himmel auf. Man konnte eine orangefarbene Feuerkugel sehen.“
In Teilen der Stadt fiel der Strom aus. Über dem nächtlichen Caracas waren Hubschrauber und tieffliegende Flugzeuge zu hören.
Venezuela ruft Notstand aus: Regierung spricht von Aggression
Die venezolanische Regierung reagierte mit scharfer Kritik und rief den landesweiten Ausnahmezustand aus. In einer offiziellen Erklärung hieß es:
🇻🇪 Erklärung der venezolanischen Regierung:
- „Schwere militärische Aggression“ gegen zivile und militärische Ziele
- Flagrante Verletzung der UN-Charta
- Forderung nach sofortiger Einberufung des UN-Sicherheitsrats
- Aufruf an alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte, „Mobilisierungspläne zu aktivieren“
„Das Volk Venezuelas und seine bolivarischen Streitkräfte stehen bereit, um die Souveränität und den Frieden zu sichern“, erklärte die Regierung. Die USA warfen den Vereinigten Staaten vor, einen Regimewechsel erzwingen und sich die Ölreserven des Landes aneignen zu wollen.
Vorgeschichte: Eskalation seit August 2025
Der Militärschlag ist der Höhepunkt einer monatelangen Eskalation zwischen Washington und Caracas:
Chronologie der Ereignisse:
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| August 2025 | USA starten Militäreinsatz in der Karibik gegen mutmaßliche Drogenboote |
| September 2025 | Mehr als 30 Boote zerstört, mindestens 115 Tote bei Angriffen |
| Dezember 2025 | CIA-Drohnenangriff auf Hafenanlage in Venezuela – erster bekannter Angriff auf venezolanischem Boden |
| Ende Dezember | USA beschlagnahmen drei Öltanker, verhängen Blockade |
| 02.01.2026 | Maduro signalisiert Gesprächsbereitschaft über Drogenbekämpfung und Ölinvestitionen |
| 03.01.2026 | Großangriff auf Venezuela, Trump verkündet Festnahme Maduros |
Die Trump-Administration beschuldigt Maduro, ein Drogenkartell namens „Cartel de los Soles“ (Kartell der Sonnen) zu führen. Auf Maduros Ergreifung war ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar ausgesetzt.
Internationale Reaktionen auf den US-Angriff
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro reagierte als einer der ersten internationalen Staatschefs: „In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen“, schrieb er auf X. Er forderte eine sofortige Einberufung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Vereinten Nationen.
Weitere Reaktionen:
- Russland: Wirft den USA einen „Akt der Aggression“ vor
- China: Hatte kurz vor dem Angriff einen Sondergesandten zu Maduro geschickt
- UN-Sicherheitsrat: Venezuela fordert Dringlichkeitssitzung
- Türkei: Berater des türkischen Präsidenten erklärt Solidarität mit Venezuela
In Deutschland kritisierte der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, den Angriff scharf: „Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung.“
Flugverbote und Reisewarnungen
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ein Flugverbot für den Luftraum rund um Venezuela verhängt. Betroffen sind:
- Maiquetía (Venezuela)
- Curaçao (Niederländische Antillen)
- Piarco, Trinidad
- San Juan, Puerto Rico
Das US-Außenministerium forderte amerikanische Staatsbürger in Venezuela auf, sich in Sicherheit zu bringen. Die US-Botschaft in Bogotá, Kolumbien, sei über die Explosionen informiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum haben die USA Venezuela angegriffen?
Die Trump-Administration begründet den Militäreinsatz mit der Bekämpfung des Drogenhandels. Die USA beschuldigen Präsident Maduro, ein Drogenkartell zu führen, das die USA mit Drogen überschwemmen wolle. Kritiker werfen den USA hingegen vor, einen Regimewechsel erzwingen und Zugang zu Venezuelas Ölreserven erlangen zu wollen.
Ist Maduro wirklich gefangen genommen worden?
US-Präsident Trump behauptet, Maduro und seine Ehefrau seien von US-Elitesoldaten gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Die venezolanische Regierung hat dies bisher nicht bestätigt und fordert einen Beweis, dass beide noch am Leben sind. Der Aufenthaltsort Maduros ist offiziell unbekannt.
Welche Ziele wurden in Venezuela angegriffen?
Die Angriffe richteten sich laut Berichten gegen Militärbasen in Caracas, darunter die Hauptmilitärbasis Fuerte Tiuna und der Luftwaffenstützpunkt La Carlota. Auch Ziele in den Bundesstaaten La Guaira, Miranda und Aragua wurden getroffen. Venezuela spricht von Angriffen auf zivile und militärische Einrichtungen.
Gibt es Opferzahlen?
Verlässliche Angaben zu Toten und Verletzten liegen derzeit nicht vor. Die venezolanische Regierung hat bisher keine offiziellen Opferzahlen genannt. Berichte über Zivilisten unter den Opfern sind nicht bestätigt.
Wie reagiert die internationale Gemeinschaft?
Venezuela hat eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Russland und China haben die USA scharf kritisiert. Kolumbiens Präsident Petro forderte eine sofortige Einberufung der OAS und der UN. Deutschland und weitere europäische Staaten haben sich bisher zurückhaltend geäußert.
Fazit: Historischer Militäreinsatz mit ungewissen Folgen
Der US-Angriff auf Venezuela markiert eine dramatische Eskalation in der westlichen Hemisphäre. Ob Maduro tatsächlich gefangen genommen wurde und welche Folgen der Einsatz für die Region haben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die Situation entwickelt sich dynamisch – dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.
Hinweis: Dies ist eine sich entwickelnde Nachrichtenlage. Angaben können sich ändern, sobald neue Informationen vorliegen.
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