Lesezeit: 7 Minuten | Letzte Aktualisierung: 23.01.2026
Inhaltsverzeichnis
- Angelika Mann ist tot: DDR-Ikone „Die Lütte" stirbt mit 76 Jahren
- Angelika Mann ist tot: Kampf gegen den Krebs verloren
- Wer war Angelika Mann? Ein Leben für die Musik
- Das „Regenlied": Angelika Manns Stimme im Traumzauberbaum
- Band Obelisk: Angelika Manns größte Hits
- Warum verließ Angelika Mann die DDR?
- Karriere im Westen: Theater, Film und „Heiße Zeiten"
- Angelika Manns Familie: Ehemann Ralf und Tochter Ulrike
- Reaktionen auf Angelika Manns Tod
- Beerdigung auf dem Künstlerfriedhof Friedenau
- Häufig gestellte Fragen zu Angelika Mann
- Fazit: Angelika Mann – Eine unvergessliche Künstlerin
Angelika Mann ist tot: DDR-Ikone „Die Lütte“ stirbt mit 76 Jahren
Angelika Mann ist tot: Die beliebte Sängerin und Schauspielerin starb am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Als Stimme des „Traumzauberbaums“ und Frontfrau der Band Obelisk wurde „Die Lütte“ zur DDR-Legende. Nach ihrer Ausreise 1985 eroberte sie auch West-Bühnen – zuletzt kämpfte sie mutig gegen den Krebs.
Das Wichtigste in Kürze – Angelika Mann
- Todestag: 21. Januar 2026 (Mittwoch)
- Alter: 76 Jahre (geboren 13. Juni 1949 in Berlin)
- Todesursache: Krebserkrankung (seit 2021 Brustkrebs, zuletzt Hirntumor)
- Spitzname: „Die Lütte“ (wegen 1,49 m Körpergröße)
- Bekannt für: Traumzauberbaum, Band Obelisk, Theater „Heiße Zeiten“
- Hinterbliebene: Ehemann Ralf, Tochter Ulrike Weidemüller (Schauspielerin)
- Beerdigung: Geplant auf dem Berliner Künstlerfriedhof Friedenau
Angelika Mann ist tot – diese Nachricht hat am 23. Januar 2026 die deutsche Kulturszene erschüttert. Die Familie der beliebten Künstlerin bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Die Lütte“ starb bereits am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, im Alter von 76 Jahren. Sie erlag ihrer Krebserkrankung, gegen die sie seit 2021 kämpfte. Mit ihr verliert Deutschland eine der prägendsten Künstlerinnen der DDR-Musikgeschichte.
Angelika Mann ist tot: Kampf gegen den Krebs verloren
Die Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann kämpfte seit Ende 2021 gegen Brustkrebs. „Ich hatte an der rechten Brust einen Knoten bemerkt. Zunächst dachte ich, es sei eine Zyste“, erzählte sie damals dem Berliner Kurier. Nach Chemotherapie und Behandlung glaubte sie, die Krankheit besiegt zu haben. Doch der Krebs kam zurück – diesmal als Tumor im Kopf.
– Angelika Mann über ihren Kampf gegen den Krebs
Trotz ihrer schweren Erkrankung stand Angelika Mann bis zuletzt auf der Bühne. Im Berliner Schlosspark-Theater spielte sie allabendlich, während sie sich vormittags das Gift der Chemotherapie in die Adern laufen ließ – ohne Haare, ohne Wimpern, nur mit Perücke. „Die Lütte wollte selber bestimmen, wann sie ihre Krankheit öffentlich macht“, berichtet ihr Umfeld.

Wer war Angelika Mann? Ein Leben für die Musik
Angelika Mann wurde am 13. Juni 1949 in Berlin geboren. Ihr Spitzname „Die Lütte“ (norddeutsch für „die Kleine“) verdankte sie ihrer Körpergröße von nur 1,49 Metern. Auf ihrer Website hieß es treffend: „Klein an Gestalt, jedoch mit kaum zu zügelnder Berliner Schnauze, voluminöser Stimme und herausragender Bühnenpräsenz unterhält sie ihr Publikum als eine ganz Große.“
Nach einer Ausbildung zur Apothekenfacharbeiterin absolvierte sie von 1969 bis 1973 eine Ausbildung zur Sängerin und Pianistin an der Musikschule Friedrichshain. Als Kind übte sie bis zu acht Stunden täglich Klavier, als Teenager hörte sie Bach und Beatles. Bereits in der Mittagspause ihrer Apotheken-Lehre sang sie den Kollegen die neuesten Schlager vor.
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 1949 | Geburt am 13. Juni in Berlin |
| 1969–1973 | Ausbildung zur Sängerin und Pianistin |
| 1975/76 | Erfolgs-Duette mit Reinhard Lakomy |
| 1976 | Unterzeichnung der Biermann-Erklärung |
| 1980 | „Traumzauberbaum“ mit Reinhard Lakomy |
| 1980–1984 | Frontfrau der Band Obelisk |
| 1982 | Eigene TV-Sendung „Rockmusik zum Anfassen“ |
| 1985 | Ausreise nach West-Berlin |
| 2019 | Deutscher Musical Theater Preis |
| 2021 | Brustkrebs-Diagnose |
| 2026 | Tod am 21. Januar mit 76 Jahren |
Das „Regenlied“: Angelika Manns Stimme im Traumzauberbaum
Eine ganze Generation kennt die Stimme von Angelika Mann, ohne vielleicht ihren Namen zu kennen: Das „Regenlied“ aus Reinhard Lakomys „Der Traumzauberbaum“ (1980) haben Millionen Kinder gehört. Die Kinderschallplatte verkaufte sich millionenfach und machte ihre markante Stimme bei Generationen von Zuhörern bekannt.
Ihre Zusammenarbeit mit dem Komponisten Reinhard Lakomy begann bereits Mitte der 1970er Jahre. Mit Titeln wie „Mir doch egal“ und „Sieben Zwerge“ gelangen ihnen 1975 und 1976 erfolgreiche Schlager-Duette. Diese Partnerschaft legte den Grundstein für Angelika Manns Karriere als DDR-Star.
Band Obelisk: Angelika Manns größte Hits
Von 1980 bis 1984 feierte Angelika Mann mit ihrer Band Obelisk unter Bandleader Andreas Bicking ihre größten musikalischen Erfolge. 1982 gewann sie die Goldmedaille beim VI. Interpretenwettbewerb der Unterhaltungskunst. Songs wie „Kutte“, das „Champus-Lied“ (Versuch es doch mal mit Champagner) und „Was treibt mich nur“ machten sie zu einer der bekanntesten Sängerinnen der DDR.
Angelika Manns bekannteste Songs
- „Regenlied“ – aus dem Traumzauberbaum (1980)
- „Kutte“ – mit Band Obelisk
- „Was treibt mich nur“ – Titelgebend für ihre Autobiografie
- „Versuch es doch mal mit Champagner“ – Das Champus-Lied
- „Mir doch egal“ – Duett mit Reinhard Lakomy (1975)
- „Sieben Zwerge“ – Duett mit Reinhard Lakomy (1976)
Parallel zur Musikkarriere moderierte Angelika Mann ab 1982 die eigene TV-Sendung „Rockmusik zum Anfassen“ im DDR-Fernsehen. Sie sang auch mit Größen wie Manfred Krug und der Jazz-Sängerin Uschi Brüning.

Warum verließ Angelika Mann die DDR?
Trotz ihres Erfolgs fühlte sich Angelika Mann in der DDR zunehmend unwohl. „Die Situation in der DDR war schon seit langem recht trostlos. Seit Jahren kämpfte man immer um dieselben Dinge: Texte, Musik, Klamotten, Auftritte, Musikinstrumente“, schrieb sie in ihrer Autobiografie „Was treibt mich nur?“ (2013).
1976 hatte sie die sogenannte Biermann-Erklärung gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet. Danach wurde sie drangsaliert. 1984 stellte sie einen Ausreiseantrag. Im April 1985 durfte sie die DDR verlassen und ließ sich in West-Berlin nieder – mit 36 Jahren musste sie sich komplett neu erfinden.
Karriere im Westen: Theater, Film und „Heiße Zeiten“
Im Westen fasste „Die Lütte“ zügig Fuß. Am Theater des Westens wurde sie als Lucy in Brechts „Dreigroschenoper“ bejubelt. 1987 durfte sie zusammen mit Caterina Valente auftreten – einem ihrer großen Idole. „Ich bekam von ihr die erste Bodylotion meines Lebens geschenkt – ganz feines Zeug von Armani“, erzählte sie später.
Nach dem Mauerfall kehrte die Künstlerin gerne auf ostdeutsche Bühnen zurück. In der Comödie Dresden spielte sie in „Kalender Girls“ an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn. In Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“ spielte sie sogar einen Mann.
Besonders erfolgreich war Angelika Mann in der Theater-Trilogie „Heiße Zeiten“, „Weiße Zeiten“ und „Himmlische Zeiten“, wo sie als Hausfrau Doris Bertram durch deutschsprachige Länder tourte. 2019 gewann sie den Deutschen Musical Theater Preis als beste Darstellerin in einer Nebenrolle für ihre Rolle der Königin Anne Stuart in „Der Mann mit dem Lachen“ an der Staatsoperette Dresden.
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Angelika Manns Familie: Ehemann Ralf und Tochter Ulrike
Angelika Mann war verheiratet mit Ralf und lebte zuletzt in Berlin-Rudow. Ihre Tochter Ulrike Weidemüller ist wie ihre Mutter Schauspielerin und Sängerin. Bei der „Goldenen Henne“ 2024 zeigte sich die Familie noch gemeinsam in der Öffentlichkeit.
„Die Lütte kämpfte und machte sich Sorgen. Nicht um sich, sondern um ihren geliebten Mann Ralle und um ihre Tochter Ulrike“, berichtet der Berliner Kurier. Angelika Mann sei „vorbereitet“ gewesen auf den Tag des Abschieds.
Reaktionen auf Angelika Manns Tod
Die Nachricht vom Tod Angelika Manns löste große Trauer aus. „Ich hatte mit der Lütten noch im Dezember telefoniert. Sie war vorbereitet“, sagte Entertainerin Dagmar Gelbke (76) dem Berliner Kurier. „Die Lütte war ein Teil meines Lebens.“
Die Berliner Zeitung schreibt in ihrem Nachruf: „Sie gehört zu den Künstlerinnen, von denen man dachte: Die bleibt für immer. Angelika Mann war die Inkarnation von Optimismus, Lebensfreude und Schaffenskraft.“

Beerdigung auf dem Künstlerfriedhof Friedenau
Angelika Mann wird auf dem Berliner Künstlerfriedhof Friedenau beerdigt – wie sie gelebt hat, mit Champagner. Dort liegt auch der Komponist Franz Bartzsch, dem sie zeitlebens dankbar war für ihren Hit „Versuch es doch mal mit Champagner“. Details zur Trauerfeier hat die Familie noch nicht bekanntgegeben.
Häufig gestellte Fragen zu Angelika Mann
Fazit: Angelika Mann – Eine unvergessliche Künstlerin
Angelika Mann ist tot – doch ihre Musik und ihr Vermächtnis leben weiter. Die Sängerin und Schauspielerin prägte die DDR-Musikszene wie wenige andere und bewies nach ihrer Ausreise 1985, dass wahres Talent keine Grenzen kennt. Das „Regenlied“ aus dem Traumzauberbaum werden auch kommende Generationen hören. „Die Lütte“ bleibt unvergessen – als Künstlerin, als Kämpferin und als Mensch mit unerschütterlicher Lebensfreude. Mach es jut, Lütte!
- dpa – Angelika Mann ist tot (23.01.2026)
- Berliner Kurier – Angelika Mann dachte, sie hätte den Krebs besiegt
- Berliner Zeitung – Zum Tod der Ausnahmekünstlerin Angelika Mann
- Wikipedia – Angelika Mann
- ZDF heute – Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann ist tot








