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Home Wirtschaft

BASF Zhanjiang: Milliarden-Investition in Chinas Zukunft?

Levent von Levent
26. März 2026
in Wirtschaft
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⏱️ Lesezeit: 4 Min.
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📅 Aktualisiert: 26. März 2026
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BASF Zhanjiang: Chemieriese eröffnet neuen Verbundstandort in China

BASF Zhanjiang: Warum investiert BASF Milliarden in China?

Mit einer Investition von 8,7 Milliarden Euro setzt BASF in China auf Wachstum: Der neue Verbundstandort in Zhanjiang soll den südchinesischen Markt bedienen. Trotz wirtschaftlicher Veränderungen und zunehmendem Wettbewerb sieht der Chemiekonzern in der lokalen Produktion großes Potenzial, um seine Marktposition in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszubauen.

Symbolbild zum Thema BASF Zhanjiang
Symbolbild: BASF Zhanjiang (Bild: Picsum)
📑 Inhaltsverzeichnis
+
  • BASF Zhanjiang: Warum investiert BASF Milliarden in China?
  • Welche Bedeutung hat der Standort Zhanjiang für BASF?
  • Wie hat sich die wirtschaftliche Lage in China verändert?
  • Welche Herausforderungen erwarten BASF in Zhanjiang?
  • Wie wird sich die Investition langfristig auswirken?

Der deutsche Chemiekonzern BASF hat in Zhanjiang, einer Küstenstadt in Südchina, seinen neuen Verbundstandort eröffnet. Nach fast sechs Jahren Bauzeit und einer Investition von 8,7 Milliarden Euro soll das Werk den südchinesischen Markt bedienen, der aus Sicht von BASF bislang unterversorgt ist. Wie Stern berichtet, ist dies die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Welche Bedeutung hat der Standort Zhanjiang für BASF?

Der Standort Zhanjiang ist für BASF von strategischer Bedeutung, da er den Zugang zur wirtschaftsstarken Provinz Guangdong ermöglicht, wo viele Kunden des Unternehmens ansässig sind. Zudem will BASF seine Position im chinesischen Chemiemarkt verbessern, der etwa die Hälfte der globalen Nachfrage ausmacht. Bislang erwirtschaftet der Konzern nur rund 14 Prozent seines globalen Umsatzes in China. (Lesen Sie auch: BASF Stellenabbau: So reagiert der Chemiekonzern Jetzt)

Mit dem Werk in Zhanjiang eröffnet BASF den zweiten Verbundstandort in China nach Nanjing. Anders als in Nanjing, wo BASF ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Ölriesen Sinopec betreibt, handelt es sich bei Zhanjiang um eine Alleininvestition. Der Standort soll die wirtschaftsstarke Provinz Guangdong besser erreichen, wo viele der BASF-Kunden ihren Sitz haben.

Länder-Kontext

  • China ist der größte Chemiemarkt der Welt, mit einem Anteil von rund 50% der globalen Nachfrage.
  • Die Provinz Guangdong ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen Chinas und ein wichtiger Standort für die chemische Industrie.
  • Ausländische Unternehmen sehen sich in China zunehmend mit hartem Wettbewerb und fallenden Margen konfrontiert.
  • Die Investition von BASF in Zhanjiang wurde bereits 2018 unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen.

Wie hat sich die wirtschaftliche Lage in China verändert?

Seit der Projektplanung im Jahr 2018 hat sich die wirtschaftliche Lage in China verändert. Der Markt ist schwieriger geworden, da harte Preiskämpfe und scharfer Wettbewerb in vielen Branchen die Gewinne der Unternehmen drücken. Konzernchef Markus Kamieth räumte ein, dass sich die Investition in Zhanjiang für BASF später als geplant lohnen werde.

Trotz der veränderten Rahmenbedingungen setzt BASF auf die langfristigen Wachstumsperspektiven des chinesischen Marktes. Das Unternehmen plant, in Zhanjiang eine breite Palette von Chemieprodukten herzustellen, darunter Kunststoffe, Beschichtungen und Spezialchemikalien. Diese Produkte sollen vor allem in wachstumsstarken Branchen wie der Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie eingesetzt werden. (Lesen Sie auch: BASF Verlagerung Indien: Stellenabbau in Berlin Geplant)

Die Eröffnung des Standorts in Zhanjiang ist auch ein Signal für die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit. „In einer Welt, die immer geteilter werde, zeige der Standort Zhanjiang, dass globale Kooperation die besten Ergebnisse erziele“, sagte BASF-Vorstand Markus Kamieth in seiner Eröffnungsrede. BASF will Handelsblatt zufolge seine Position im chinesischen Markt weiter ausbauen.

Welche Herausforderungen erwarten BASF in Zhanjiang?

BASF steht in Zhanjiang vor mehreren Herausforderungen. Zum einen ist der Markt bereits gut versorgt, was zu Preisdruck und niedrigen Margen führen kann. Zum anderen ist der Wettbewerb durch lokale chinesische Unternehmen stark. BASF muss sich durch innovative Produkte und Dienstleistungen differenzieren, um erfolgreich zu sein.

Ein weiterer Faktor ist die politische Unsicherheit. Die Beziehungen zwischen China und westlichen Ländern sind angespannt, was sich negativ auf die Geschäftstätigkeit ausländischer Unternehmen auswirken kann. BASF muss die politischen Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Laut dem BDI ist China ein wichtiger, aber auch komplexer Markt für deutsche Unternehmen. (Lesen Sie auch: übergewinnsteuer Spritpreise: Länder Fordern Entlastung Jetzt!)

Detailansicht: BASF Zhanjiang
Symbolbild: BASF Zhanjiang (Bild: Picsum)

Wie wird sich die Investition langfristig auswirken?

Die Investition von BASF in Zhanjiang ist ein langfristiges Engagement. Es wird erwartet, dass sich der Standort in den kommenden Jahren positiv auf das Wachstum und die Profitabilität des Unternehmens auswirken wird. BASF setzt darauf, dass die Nachfrage nach Chemieprodukten in China weiter steigen wird und dass das Unternehmen von seiner lokalen Produktion profitieren kann.

Die Eröffnung des Werks in Zhanjiang ist ein wichtiger Schritt für BASF, um seine Position im chinesischen Markt zu festigen und auszubauen. Ob sich die Investition tatsächlich auszahlt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Zeichen stehen jedoch gut, dass BASF mit Zhanjiang einen wichtigen Grundstein für zukünftiges Wachstum gelegt hat.

R

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Illustration zu BASF Zhanjiang
Symbolbild: BASF Zhanjiang (Bild: Picsum)
Tags: BASF ChinaBASF InvestitionBASF Verbundstandortbasf zhanjiangChemie WerkChemieindustrieChemierieseDeutsche UnternehmenLokale ProduktionZhanjiang China
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