📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2025
Brigitte Bardot ist tot. Am 28. Dezember 2025 verstarb die französische Filmikone im Alter von 91 Jahren in ihrem Anwesen La Madrague in Saint-Tropez. Die Brigitte-Bardot-Stiftung bestätigte den Tod der legendären Schauspielerin und Tierschutzaktivistin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Brigitte Bardot tot: Das Wichtigste auf einen Blick
Brigitte Bardot (geboren 28. September 1934) war eine französische Schauspielerin, Sängerin und Tierschutzaktivistin. Sie galt als internationales Sexsymbol der 1950er und 1960er Jahre und revolutionierte mit Filmen wie „Und immer lockt das Weib“ das Frauenbild im Kino. Nach ihrer Filmkarriere widmete sie ihr Leben dem Tierschutz.
Brigitte Bardot gestorben: Stiftung bestätigt Todesnachricht
Die Nachricht vom Tod der französischen Filmikone kam am Sonntagmorgen. „Die Stiftung Brigitte Bardot gibt mit unsäglicher Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Madame Brigitte Bardot, bekannt“, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Die Fondation Brigitte Bardot würdigte ihre Gründerin als „außergewöhnliche Frau, die alles gab und alles aufgab für eine Welt, die Tiere mehr respektiert“.
Brigitte Bardot verstarb friedlich auf ihrem Anwesen La Madrague in Saint-Tropez, wo sie seit den 1970er Jahren zurückgezogen lebte. In den vergangenen Monaten hatte sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Im Herbst 2025 musste die Schauspielerin mehrfach ins Krankenhaus nach Toulon eingeliefert werden. Eine genaue Todesursache wurde von der Stiftung nicht genannt.
Macron trauert um „Legende des Jahrhunderts“
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron reagierte umgehend auf die Todesnachricht. Auf der Plattform X schrieb er: „Ihre Filme, ihre Stimme, ihr umwerfender Ruhm, ihre Initialen, ihre Sorgen, ihre großzügige Leidenschaft für Tiere, ihr Gesicht, das zur Marianne wurde – Brigitte Bardot verkörperte ein Leben in Freiheit.“
Der Präsident bezeichnete BB als „Legende dieses Jahrhunderts“ und betonte ihre Bedeutung für die französische Kultur. Tatsächlich wurde Bardots Gesicht 1969 zum Vorbild für Marianne, die Nationalfigur der Französischen Republik, die in jedem Rathaus des Landes zu sehen ist.
Von der Balletttänzerin zum Weltstar: Bardots Karriere
Geboren am 28. September 1934 in Paris, begann Brigitte Anne-Marie Bardot ihre Karriere als Balletttänzerin und Model. Mit 15 Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt. Ihr Filmdebüt gab sie 1952 in „Le Trou Normand“.
Der internationale Durchbruch kam 1956 mit „Und immer lockt das Weib“ unter der Regie ihres damaligen Ehemanns Roger Vadim. In dem Film spielte sie Juliette, eine sinnliche junge Frau, die mit ihrer selbstbestimmten Sexualität die damaligen Tabus brach. 95 Minuten reichten aus, um aus der ursprünglich brünetten Schauspielerin einen Weltstar zu machen.
| Film | Jahr | Regisseur |
|---|---|---|
| Und immer lockt das Weib | 1956 | Roger Vadim |
| Die Wahrheit | 1960 | Henri-Georges Clouzot |
| Die Verachtung | 1963 | Jean-Luc Godard |
| Viva Maria! | 1965 | Louis Malle |
In mehr als 50 Filmen prägte BB das französische Kino der Nachkriegszeit. Mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Louis Malle und Henri-Georges Clouzot schuf sie Klassiker der Filmgeschichte. Die Philosophin Simone de Beauvoir würdigte sie bereits 1959 in einem berühmten Essay als Verkörperung weiblicher Selbstbestimmung.
Privatleben: Vier Ehen und ein schwieriges Verhältnis zum Sohn
Bardots Privatleben sorgte ebenso für Schlagzeilen wie ihre Filme. Sie war viermal verheiratet: mit Roger Vadim (1952-1957), Jacques Charrier (1959-1963), Gunter Sachs (1966-1969) und seit 1992 mit Bernard d’Ormale. Die Ehe mit dem deutschen Industriellen und Playboy Gunter Sachs war besonders glamourös – er ließ zur Eroberung ihres Herzens Rosen von einem Helikopter über ihrem Anwesen abwerfen.
Am 11. Januar 1960 brachte sie ihren einzigen Sohn Nicolas-Jacques Charrier zur Welt. Das Verhältnis zu ihm blieb zeitlebens schwierig. In ihren Memoiren „Initiales B.B.“ (1996) schrieb sie, sie habe keine mütterlichen Gefühle empfunden. Nicolas wuchs bei seinem Vater und den Großeltern auf und lebt heute in Norwegen. Bardot hinterlässt ihren 65-jährigen Sohn sowie zwei Enkeltöchter.
Vom Filmstar zur Tierschutzaktivistin
1973, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, zog sich Bardot mit nur 39 Jahren aus dem Filmgeschäft zurück. Der Auslöser soll eine Ziege gewesen sein, die sie beim Dreh ihres letzten Films kennenlernte und vor dem Schlachten bewahrte.
„Ich gab meine Schönheit und meine Jugend den Männern, und nun gebe ich meine Weisheit und Erfahrung, das Beste von mir, den Tieren“, erklärte sie 1987 bei einer Auktion ihrer Memorabilien zugunsten ihrer Tierschutzstiftung. Die 1986 gegründete Fondation Brigitte Bardot setzt sich weltweit gegen Robbenjagd, Tierversuche und grausame Schlachtmethoden ein.
Kontroverse politische Äußerungen
In späteren Jahren machte Bardot auch mit umstrittenen politischen Aussagen Schlagzeilen. Sie kritisierte wiederholt die Einwanderungspolitik Frankreichs und wurde mehrfach wegen Anstiftung zum Rassenhass verurteilt. 2021 erhielt sie eine Geldstrafe von 20.000 Euro nach rassistischen Äußerungen über Bewohner der Insel La Réunion.
Seit ihrer Ehe mit Bernard d’Ormale, einem ehemaligen Berater des rechtsextremen Front National, sympathisierte sie offen mit der politischen Rechten. Diese Positionen überschatteten ihr Vermächtnis als Filmikone und Tierschützerin.
💡 Neuer Dokumentarfilm über BB
Erst im Dezember 2025 startete der Dokumentarfilm „Bardot“ in den französischen Kinos. Mit exklusivem Zugang und Bardots eigener Stimme zeichnet der Film von Alain Berliner ihr Leben nach. Der Film wurde bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Brigitte Bardot – Eine Jahrhundert-Legende
Mit Brigitte Bardot verliert Frankreich eine seiner größten kulturellen Ikonen. Sie revolutionierte in den 1950er und 1960er Jahren das Frauenbild im Kino und wurde zum weltweiten Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung. Ihre spätere Hingabe zum Tierschutz zeigte eine andere Seite der Diva.
Trotz kontroverser politischer Aussagen in späteren Jahren bleibt ihr filmisches Erbe unbestritten. BB wird als „schönste Frau des 20. Jahrhunderts“ in Erinnerung bleiben – eine Legende, die das französische Kino für immer geprägt hat.
Über den Autor
Redaktion Mindelmedia News | Kultur & Entertainment
Die Redaktion berichtet über aktuelle Nachrichten aus Kultur, Film und Gesellschaft. Quellen: AFP, CNN, ZDF, ORF, Schweizer Illustrierte, Brigitte-Bardot-Stiftung













