„Die Reise wird noch ein Weilchen dauern.“ Dieser Satz beschreibt die aktuelle Situation des Buckelwals in der Ostsee wohl am besten. Seit Wochen irrt der Meeressäuger in ungewohntem Terrain umher. Nun soll der Stern berichtet, dass der Wal in einer Art stählernem Aquarium an den dänischen Inseln vorbei in die Nordsee gebracht werden soll. Ob dieser Plan gelingt, ist noch ungewiss. Buckelwal Ostsee steht dabei im Mittelpunkt.

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Wie geht es dem Buckelwal in der Ostsee?
Der Zustand des Buckelwals, der seit Anfang März in der Ostsee gesichtet wurde, ist kritisch. Experten hatten den Wal bereits aufgegeben, da er mutmaßlich schwer krank ist. Nach mehreren Strandungen, unter anderem vor Timmendorfer Strand und auf der Insel Poel, wird nun versucht, ihn in seinen natürlichen Lebensraum, den Nordatlantik, zurückzubringen. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Frachtkahn bringt Wal Zurück in…)
„Timmy“ auf großer Fahrt – Die Chronologie der Ereignisse
Der Buckelwal, der aufgrund seiner ersten Strandung vor Timmendorfer Strand den Namen „Timmy“ erhielt, sorgte seit Anfang März für Aufsehen. Zunächst irrte er in Schleswig-Holstein umher, bevor er am 31. März endgültig vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht strandete.
Ergebnis & Fakten
- Buckelwal „Timmy“ irrte seit Anfang März in der Ostsee umher.
- Mehrere Strandungen, unter anderem vor Timmendorfer Strand und Insel Poel.
- Transport in die Nordsee soll über dänische Inseln erfolgen.
- Zustand des Wals wird als kritisch eingestuft.
Der Transport: Ein riskantes Unterfangen?
Derzeit befindet sich der Buckelwal in einer Transport-Barge, einer Art stählernem Aquarium. Schlepper ziehen die Barge langsam in Richtung Nordsee. Ob der geschwächte Wal die Strapazen übersteht, ist ungewiss. Die Verantwortlichen setzen alles daran, „Timmy“ in den Nordatlantik zu bringen, seinen eigentlichen Lebensraum im Sommer. Die aktuellen Strömungsverhältnisse könnten den Transport zusätzlich erschweren. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Sitzt der Wal Wieder Fest?…)
Warum die Geheimhaltung der GPS-Daten?
Eine Frage, die viele Menschen bewegt, ist, warum die GPS-Daten des Wals nicht öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies könnte verschiedene Gründe haben, darunter der Schutz des Tieres vor Störungen und die Vermeidung von unnötigem Publikumsverkehr in den sensiblen Gebieten.
Was bedeutet das für den Buckelwalbestand?
Der Fall des Buckelwals in der Ostsee zeigt, wie wichtig der Schutz der Meere und ihrer Bewohner ist. Die Ostsee ist eigentlich kein typischer Lebensraum für Buckelwale. Dass sich „Timmy“ dennoch hierher verirrt hat, könnte ein Zeichen für veränderte Wanderrouten oder die Suche nach Nahrung sein. Laut dem Bundesamt für Naturschutz sind Buckelwale in der Nord- und Ostsee eher seltene Gäste. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Transport Verzögert sich – Was…)
Buckelwale sind bekannt für ihre langen Wanderungen zwischen den Nahrungsgründen in den Polarregionen und den Fortpflanzungsgebieten in wärmeren Gewässern. Sie ernähren sich hauptsächlich von Krill und kleinen Fischen.

Wie geht es weiter?
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Ob der Buckelwal „Timmy“ die Reise in die Nordsee überlebt und seinen Weg in den Nordatlantik findet, bleibt abzuwarten. Die Daumen sind gedrückt für den erschöpften Riesen der Meere. (Lesen Sie auch: Wal Ostsee: Transport in die Nordsee Gescheitert)
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern






