Buckelwal in der Ostsee gestrandet: Schwierige Rettungsaktion
Ein vor Timmendorfer Strand gestrandeter Buckelwal in der Ostsee stellt Experten vor eine große Herausforderung. Trotz des Einsatzes von Baggern zur Schaffung einer Rinne gestaltet sich die Rettung des Meeressäugers schwierig, da Wind, Strömung und die Orientierung im trüben Wasser die Arbeiten behindern. Buckelwal Ostsee steht dabei im Mittelpunkt.

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Die wichtigsten Fakten
- Ein Buckelwal ist vor Timmendorfer Strand gestrandet.
- Experten versuchen, mit Baggern eine Rinne zu schaffen, um das Tier zu retten.
- Die Rettungsaktion wird durch Wind, Strömung und trübes Wasser erschwert.
- Der Wal ist schätzungsweise 12 bis 15 Meter lang und wiegt etwa 15 Tonnen.
Warum ist die Rettung des Buckelwals in der Ostsee so kompliziert?
Die Rettung des gestrandeten Buckelwals vor Timmendorfer Strand gestaltet sich aufgrund mehrerer Faktoren als komplex. Wind und Strömung erschweren die Baggerarbeiten, während das trübe Wasser die Orientierung zusätzlich behindert. Zudem ist das Tier mit einer Länge von 12 bis 15 Metern und einem Gewicht von rund 15 Tonnen sehr massiv, was die Bergung zusätzlich erschwert.
Die Rettungsmaßnahmen im Detail
Um den Buckelwal zu retten, wird versucht, eine Rinne vor dem Kopf des Tieres zu graben. Diese soll dem Wal ermöglichen, wieder in tieferes Wasser zu gelangen. Wie Stern berichtet, soll die Rinne etwa 50 Meter lang, sechs Meter breit und 1,20 Meter tief sein. Ein schwimmender Schaufelbagger trägt Sand ab, um diese Rinne zu formen. Ein zweiter Bagger wurde eingesetzt, um eine Rampe zu bauen, um näher an den Wal heranzukommen. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand: Gestrandeter Wal in der Ostsee…)
Anders als in der Nordsee gibt es in der Ostsee kaum Tide, die den Wal auf natürliche Weise wieder in tieferes Wasser spülen könnte. Daher sind die Experten auf technische Hilfsmittel angewiesen.
Die Rolle der Experten
Walexpertin Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) begleitet die Rettungsaktion. Sie erklärte, dass der Wal motiviert sei, jedoch die Orientierung des Baggerfahrers im trüben Wasser ein Problem darstelle. ITAW-Experte Joseph Schnitzler schätzte die Größe des Buckelwals auf 12 bis 15 Meter und sein Gewicht auf rund 15 Tonnen. Biologe Robert Marc Lehmann leitete den Schwimmbagger an und begutachtete den Wal vor dem Rettungsversuch.
Herausforderungen und Schwierigkeiten
Die größten Herausforderungen bei der Rettungsaktion sind laut Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff Wind und Strömung. Stephanie Groß ergänzte, dass die unklare Sicht im trüben Wasser die Arbeit erschwert. Um die Orientierung des Baggerfahrers zu verbessern, soll die geplante Rinne mit Bojen markiert werden. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Warum Sein Schicksal Uns so…)
Wie geht es weiter?
Die Rettungsaktion für den Buckelwal in der Ostsee dauert an. Die Experten hoffen, dass die geschaffene Rinne dem Tier ermöglicht, wieder in tieferes Wasser zu schwimmen. Die Markierung der Rinne mit Bojen soll die Baggerarbeiten erleichtern und den Prozess beschleunigen. Ob die Rettungsmaßnahmen erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten. Die Polizei Schleswig-Holstein ist vor Ort, um die Rettungsaktion zu unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) bei der Rettung?
Das ITAW ist mit Walexperten wie Stephanie Groß und Joseph Schnitzler vor Ort, um die Rettungsaktion zu begleiten und zu unterstützen. Sie beraten die Einsatzkräfte und beurteilen den Zustand des Wals.
Warum ist die Ostsee kein idealer Lebensraum für Buckelwale?
Die Ostsee ist aufgrund ihres geringen Salzgehalts und der geringen Wassertiefe kein optimaler Lebensraum für Buckelwale. Normalerweise leben diese Tiere in den Weltmeeren und kommen nur selten in die Ostsee.
Welche Gefahren bestehen für den Buckelwal durch die Strandung?
Durch die Strandung besteht die Gefahr, dass der Wal durch sein eigenes Gewicht erdrückt wird oder dehydriert. Zudem kann er sich verletzen oder durch den Stress der Situation geschwächt werden. Es ist wichtig, dass er schnellstmöglich wieder ins offene Meer gelangt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Dramatische Rettung Scheitert Erneut)


