Deutschland Schiebt wieder ab nach Afghanistan. Wer ist betroffen und warum? Die Bundesregierung hat ein Abkommen mit den Taliban geschlossen, das die Abschiebung von Straftätern und Gefährdern ermöglicht. Ein erster Charterflug mit etwa zwei Dutzend Personen ist bereits erfolgt. Weitere Abschiebungen werden erwartet.
Zusammenfassung
- Deutschland hat ein Abkommen mit den Taliban über Abschiebungen geschlossen.
- Ein erster Charterflug mit straffälligen Afghanen fand bereits statt.
- Die Abschiebungen betreffen Straftäter und sogenannte Gefährder.
- Das Abkommen ist umstritten, da die Menschenrechtslage in Afghanistan prekär ist.
Deutschland Schiebt Afghanen ab: Was bedeutet das Abkommen mit den Taliban?
Das Abkommen zwischen Deutschland und den Taliban ermöglicht die Rückführung von afghanischen Staatsangehörigen, die in Deutschland straffällig geworden sind oder als Gefährder eingestuft werden. Dies betrifft Personen, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Kritiker bemängeln, dass die Lebensumstände in Afghanistan schwierig sind und die Sicherheit der Abgeschobenen nicht gewährleistet werden kann.
Die Taliban übernahmen im August 2021 die Macht in Afghanistan, was zu einer Verschlechterung der Menschenrechtslage führte. Insbesondere Frauen und Mädchen sind von Einschränkungen betroffen.

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- Deutschland Schiebt Afghanen ab: Was bedeutet das Abkommen mit den Taliban?
- Wie viele Afghanen werden abgeschoben?
- Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für die Abschiebungen?
- Welche Bedenken gibt es hinsichtlich der Abschiebungen?
- Wie geht es weiter mit den Abschiebungen nach Afghanistan?
- Häufig gestellte Fragen
Wie viele Afghanen werden abgeschoben?
Die genaue Anzahl der Personen, die abgeschoben werden sollen, ist nicht bekannt. Laut einem Bericht der Neue Zürcher Zeitung, handelte es sich bei dem ersten Charterflug um etwa zwei Dutzend Straftäter. Weitere Flüge sind wahrscheinlich, da die diplomatischen Voraussetzungen geschaffen wurden. Die Zahl der Afghanen in Deutschland, die straffällig geworden sind, schwankt. Laut Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2023 rund 15.000 Verurteilungen von afghanischen Staatsangehörigen. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.
Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für die Abschiebungen?
Die Abschiebungen basieren auf dem Aufenthaltsgesetz, das die Ausweisung von Ausländern ermöglicht, wenn diese eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen oder straffällig geworden sind. Das Abkommen mit den Taliban schafft die Grundlage, um Abschiebungen nach Afghanistan trotz der schwierigen politischen Lage durchzuführen. Die rechtliche Zulässigkeit solcher Abschiebungen ist jedoch umstritten und wird von verschiedenen Organisationen kritisiert.
Welche Bedenken gibt es hinsichtlich der Abschiebungen?
Menschenrechtsorganisationen äußern erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Wohlergehens der Abgeschobenen in Afghanistan. Die Taliban herrschen mit harter Hand, und es gibt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Es wird befürchtet, dass die Abgeschobenen in Afghanistan Verfolgung und Gewalt ausgesetzt sein könnten. Kritiker fordern, dass Deutschland seine Abschiebepolitik überdenkt und die Menschenrechtslage in Afghanistan berücksichtigt.
Abschiebungen in Länder mit unsicherer Menschenrechtslage sind völkerrechtlich umstritten. Das Non-Refoulement-Prinzip verbietet die Abschiebung von Personen in Länder, in denen ihnen Folter oder unmenschliche Behandlung drohen. (Lesen Sie auch: Länderspiele Deutschland: im Handball-Fieber: Rekorde)
Wie geht es weiter mit den Abschiebungen nach Afghanistan?
Es ist zu erwarten, dass weitere Charterflüge nach Afghanistan stattfinden werden. Die Bundesregierung hat signalisiert, dass sie an der Abschiebung von Straftätern und Gefährdern festhalten will. Gleichzeitig wird die Menschenrechtslage in Afghanistan weiterhin genau beobachtet. Ob und inwieweit die Abschiebungen fortgesetzt werden, hängt auch von der Entwicklung der politischen und humanitären Situation in Afghanistan ab.
Tagesschau.de berichtet fortlaufend über die aktuelle Lage.
Häufig gestellte Fragen
Warum schiebt Deutschland nach Afghanistan ab?
Deutschland Schiebt nach Afghanistan ab, weil ein Abkommen mit den Taliban besteht, das die Rückführung von Straftätern und Gefährdern ermöglicht. Ziel ist es, die öffentliche Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten.
Wer ist von den Abschiebungen nach Afghanistan betroffen?
Betroffen sind afghanische Staatsangehörige, die in Deutschland straffällig geworden sind oder als sogenannte Gefährder eingestuft werden. Dies sind Personen, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. (Lesen Sie auch: Deutscher Computerspielpreis: „The Darkest Files“)
Welche Kritik gibt es an den Abschiebungen nach Afghanistan?
Kritiker bemängeln die Menschenrechtslage in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban. Sie befürchten, dass Abgeschobene dort Verfolgung und Gewalt ausgesetzt sein könnten und fordern eine Aussetzung der Abschiebungen.
Welche Rolle spielt das Auswärtige Amt bei den Abschiebungen?
Das Auswärtige Amt ist in die Vorbereitung und Durchführung von Abschiebungen involviert, insbesondere bei der Klärung von Fragen der Reisedokumente und der Zusammenarbeit mit den afghanischen Behörden. Es beobachtet zudem die Sicherheitslage. (Lesen Sie auch: Hza-R: Enge Zusammenarbeit der Behörden führt)

Gibt es eine Telefonnummer, an die sich Betroffene wenden können?
Für spezifische Anliegen bezüglich Abschiebungen kann man sich an die allgemeine Behördennummer unter 10004795 wenden, um Informationen zu erhalten und an die zuständigen Stellen weitergeleitet zu werden.






