Einzelhandel Schrumpft: Bald weniger als 300.000 Geschäfte in Deutschland
Der Einzelhandel schrumpft weiter: Viele Verbraucher kaufen lieber online oder sparen ihr Geld. Das hat Konsequenzen für die Innenstädte und den stationären Handel. Laut einer Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) könnte die Zahl der Geschäfte in Deutschland in diesem Jahr unter 300.000 sinken.

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Ergebnis & Fakten
- Die Zahl der Geschäfte sinkt seit 2015 kontinuierlich.
- Der HDE prognostiziert für 2026 nur noch 296.600 Geschäfte.
- Besonders die Corona-Pandemie beschleunigte den Rückgang.
- Der Onlinehandel setzt dem stationären Handel zusätzlich zu.
Wie stark ist der Einzelhandel bereits geschrumpft?
Der Rückgang im stationären Einzelhandel ist bereits deutlich spürbar. Seit Ende 2015 hat die Zahl der Geschäfte um rund 70.000 abgenommen. Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) gab es seit der deutschen Wiedervereinigung noch nie weniger als 300.000 Geschäfte. Dieser Wert wird voraussichtlich in diesem Jahr unterschritten. Wie Stern berichtet, wird für 2026 ein weiterer Rückgang auf 296.600 Geschäfte erwartet. (Lesen Sie auch: FC Sion – ST. Gallen: FC gegen…)
Corona-Pandemie als Beschleuniger des Abwärtstrends
Die Corona-Pandemie hat die Situation für viele Einzelhändler verschärft. Durch zeitweise Schließungen brachen Umsätze weg. Im Jahr 2021 sank die Zahl der Geschäfte um 11.500, im Jahr 2022 um weitere 11.000. Auch im vergangenen Jahr setzte sich der Trend fort, wenn auch etwas verlangsamt, mit einem Rückgang um 4.500 auf rund 301.500 Geschäfte. Der Onlinehandel konnte während der Pandemie hingegen weiter wachsen und Marktanteile gewinnen.
Die Rolle des Onlinehandels
Der wachsende Onlinehandel stellt eine zusätzliche Herausforderung für den stationären Einzelhandel dar. Während der Onlinehandel im Jahr 2023 laut HDE preisbereinigt um 3,5 Prozent zulegte, stagnierten die Umsätze im stationären Handel. Viele Verbraucher schätzen die Bequemlichkeit und die größere Auswahl im Internet. Dies führt dazu, dass immer weniger Menschen in die Innenstädte gehen, um dort einzukaufen. (Lesen Sie auch: Milan – FC Turin: gegen: Kann Milan…)
Laut einer Händlerumfrage des HDE schätzten im Januar nur 14 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut ein. Jedes zweite Unternehmen erwartet für 2026 sinkende Umsätze.
Was sind die Folgen des Rückgangs für die Innenstädte?
„Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. So kann und darf es nicht weitergehen“, warnt HDE-Präsident Alexander von Preen. Er sieht vor allem für viele mittelständische Händler eine ernste Lage. Die Politik sei gefordert, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Der HDE setzt sich für bessere Rahmenbedingungen für den Einzelhandel ein, um die Attraktivität der Innenstädte zu erhalten. (Lesen Sie auch: Stimme Klonen Betrug: So Entlarven Sie die…)
Wie geht es weiter?
Die Situation im Einzelhandel bleibt angespannt. Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten und die Konkurrenz durch den Onlinehandel stellen große Herausforderungen dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen für den stationären Handel entwickeln und welche Strategien die Händler entwickeln, um sich in diesem schwierigen Umfeld zu behaupten. Die Zahl der Insolvenzen im Einzelhandel steigt, was die Lage zusätzlich verschärft. Die amtliche Statistik wird die Entwicklung genau beobachten.
Die Prognosen deuten darauf hin, dass der Abwärtstrend im Einzelhandel vorerst anhalten wird. Es wird entscheidend sein, wie sich die Konsumlaune der Verbraucher entwickelt und ob die Politik Maßnahmen ergreift, um die Rahmenbedingungen für den stationären Handel zu verbessern. (Lesen Sie auch: Goldpreis sinkt: Ursachen und Auswirkungen der aktuellen)
















