Die Zahl der Elterngeldempfänger in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gesunken. Laut dem Statistischen Bundesamt bezogen im vergangenen Jahr 1,61 Millionen Frauen und Männer Elterngeld, was einem Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit dem allgemeinen Geburtenrückgang in Deutschland. Die Elternzeit und das damit verbundene Elterngeld sind wichtige Instrumente zur Unterstützung junger Familien, doch die sinkenden Zahlen geben Anlass zur Besorgnis.

Elternzeit in Deutschland: Ein Überblick
Die Elternzeit ermöglicht es Müttern und Vätern, nach der Geburt eines Kindes eine unbezahlte Auszeit von der Arbeit zu nehmen, um sich der Kinderbetreuung zu widmen. Während dieser Zeit wird in der Regel Elterngeld gezahlt, das eine finanzielle Unterstützung darstellt. Das Elterngeld soll den Verdienstausfall teilweise kompensieren und Eltern ermöglichen, sich voll und ganz auf ihr Kind zu konzentrieren. Es gibt verschiedene Varianten des Elterngeldes, darunter das Basiselterngeld und das Elterngeld Plus, die unterschiedliche Bezugszeiträume und -höhen bieten. Detaillierte Informationen bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (Lesen Sie auch: Lukas Kwasniok KSC: zum ? Spekulationen um…)
Aktuelle Entwicklung: Sinkende Zahlen und regionale Unterschiede
Wie DIE ZEIT berichtet, ist die Zahl der Elterngeldbezieher im Vergleich zum Jahr 2021 sogar um 13,9 Prozent gesunken. Der Anteil der Väter, die Elterngeld in Anspruch nehmen, lag im Jahr 2025 bei 25,9 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Seit 2015 war dieser Anteil kontinuierlich gestiegen, bevor es 2024 erstmals einen leichten Rückgang gab. Interessant sind die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands. In Sachsen war der Väteranteil mit 30,0 Prozent am höchsten, gefolgt von Baden-Württemberg (28,0 Prozent) und Bayern (27,6 Prozent). Am niedrigsten war der Väteranteil mit 21,0 Prozent im Saarland.
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Väter in Elternzeit nach Bundesland (Quelle: BILD, Stand 16. April 2026): (Lesen Sie auch: Trauer um Alex Manninger: Ex-Arsenal-Torwart stirbt mit…)
| Bundesland | Väteranteil (2025) |
|---|---|
| Sachsen | 30,0 % |
| Baden-Württemberg | 28,0 % |
| Bayern | 27,6 % |
| Saarland | 21,0 % |
| Bremen | 21,5 % |
Elterngeld Plus erfreut sich wachsender Beliebtheit
Ein positiver Trend ist die steigende Inanspruchnahme von Elterngeld Plus. Im Jahr 2025 planten 40,3 Prozent der Eltern, Elterngeld Plus zu nutzen, was einem Anstieg von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Elterngeld Plus, das 2016 eingeführt wurde, bietet den Vorteil, dass es monatlich niedriger ausfällt, dafür aber länger gezahlt wird. Wenn beide Elternteile parallel in Teilzeit arbeiten, können sie mit dem Partnerschaftsbonus bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus erhalten. Allerdings nutzten im Jahr 2025 nur 8,3 Prozent der Eltern diese Möglichkeit.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Rückgang der Elterngeldempfänger spiegelt den allgemeinen Geburtenrückgang in Deutschland wider. Um Familien besser zu unterstützen und die Geburtenrate wieder zu erhöhen, könnten weitere Maßnahmen erforderlich sein. Dazu gehören beispielsweise eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Ausbau der Kinderbetreuung und finanzielle Anreize für Eltern. (Lesen Sie auch: Gabriel Diallo im Achtelfinale: Zverevs Gegner bei…)
Häufig gestellte Fragen zu Elternzeit
Häufig gestellte Fragen zu elternzeit
Wer hat Anspruch auf Elternzeit in Deutschland?
Anspruch auf Elternzeit haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ein Kind betreuen und mit diesem in einem Haushalt leben. Beide Elternteile können Elternzeit nehmen, auch gleichzeitig. Es gelten bestimmte Fristen und Voraussetzungen, die im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geregelt sind.

Wie lange dauert die Elternzeit in Deutschland maximal?
Die Elternzeit kann bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes genommen werden. Ein Teil der Elternzeit, bis zu 24 Monate, kann auch zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen werden, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Die genauen Regelungen sind im BEEG festgelegt. (Lesen Sie auch: Gabriel Diallo fordert Zverev bei den BMW…)
Welche finanziellen Leistungen gibt es während der Elternzeit?
Während der Elternzeit wird in der Regel Elterngeld gezahlt. Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 bis 100 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt des Kindes, maximal jedoch 1.800 Euro pro Monat. Es gibt auch das Elterngeld Plus, das bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit in Anspruch genommen werden kann.
Kann man während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten?
Ja, während der Elternzeit ist es möglich, in Teilzeit zu arbeiten. Allerdings gibt es bestimmte Voraussetzungen und Einschränkungen. Die Arbeitszeit darf in der Regel nicht mehr als 30 Stunden pro Woche betragen. Es ist ratsam, sich vorab über die genauen Regelungen zu informieren und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.
Wie meldet man Elternzeit beim Arbeitgeber an?
Die Elternzeit muss dem Arbeitgeber schriftlich mitgeteilt werden. Es gibt bestimmte Fristen, die eingehalten werden müssen. In der Regel muss die Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Beginn angemeldet werden. Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen und die Details zu besprechen.
Weitere Informationen und detaillierte rechtliche Hinweise zur Elternzeit finden sich auf dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).


