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Father Mother Sister Brother: Jarmuschs Löwen-Gewinner

Father Mother Sister Brother von Jim Jarmusch gewann den Goldenen Löwen in Venedig und lief ab 26. Februar 2026 in den deutschen Kinos.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Worum es in „Father Mother Sister Brother“ geht
  3. Die Fakten zum Film auf einen Blick
  4. Warum der Goldene Löwe für Father Mother Sister Brother überraschte
  5. Wie „Father Mother Sister Brother“ aufgenommen wurde
  6. Häufige Fragen zu „Father Mother Sister Brother“
  7. Fazit und Ausblick
Symbolbild zum Ressort Filme und Serien

Jim Jarmuschs „Father Mother Sister Brother“ startete am 26. Februar 2026 in den deutschen Kinos. Der Film gewann am 6. September 2025 den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig. Es war Jarmuschs erste Teilnahme am dortigen Hauptwettbewerb, der Verleih in Deutschland ist Weltkino.

Das Wichtigste in Kürze
Father Mother Sister Brother besteht aus drei eigenständigen Episoden über erwachsene Kinder und ihre emotional distanzierten Eltern. Jede spielt in einem anderen Land: New Jersey, Dublin und Paris. Zur Besetzung gehören Adam Driver, Cate Blanchett, Tom Waits, Charlotte Rampling und Vicky Krieps.

Überblick

  • Kinostart in Deutschland: 26. Februar 2026, Verleih Weltkino
  • Goldener Löwe bei den 82. Filmfestspielen von Venedig, Premiere am 31. August 2025
  • Drei Episoden: „Father“ im Nordosten der USA, „Mother“ in Dublin, „Sister Brother“ in Paris
  • Besetzung unter anderem Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Françoise Lebrun
  • Erster Spielfilm von Jim Jarmusch seit sechs Jahren

Worum es in „Father Mother Sister Brother“ geht

Father Mother Sister Brother ist als Triptychon angelegt. Drei Geschichten stehen nebeneinander, ohne sich zu kreuzen. Verbunden sind sie durch ihr Thema: erwachsene Kinder, die ihren Eltern begegnen, und die Abstände dazwischen.

Im ersten Teil besuchen Jeff und Emily ihren Vater in New Jersey. Er lebt seit dem Tod seiner Frau allein in einer Hütte und versucht seinen Kindern zu erklären, dass das so funktioniert. Die beiden sehen das anders.

Der zweite Teil spielt in Dublin, der dritte in Paris. Gedreht wurde in West Milford in New Jersey sowie in Dublin und Paris. Dramatische Wendepunkte gibt es keine. Der Film beobachtet, wertet nicht und setzt auf Wiederholungen und Spiegelungen zwischen den Episoden.

Die Fakten zum Film auf einen Blick

Angabe Wert
Titel Father Mother Sister Brother
Drehbuch und Regie Jim Jarmusch
Besetzung Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Françoise Lebrun
Kamera Frederick Elmes und Yorick Le Saux
Montage Affonso Gonçalves
Musik Jim Jarmusch gemeinsam mit Anika
Genre Tragikomödie, Episodenfilm
Jahr 2025
Drehorte West Milford (New Jersey), Dublin, Paris
Weltpremiere 31. August 2025, Filmfestspiele von Venedig
Auszeichnung Goldener Löwe, Venedig 2025
Verleih Deutschland Weltkino
Kinostart Deutschland 26. Februar 2026

Warum der Goldene Löwe für Father Mother Sister Brother überraschte

Der Wettbewerb der 82. Filmfestspiele umfasste 21 Filme, darunter politisch aufgeladene Titel. Die Jury unter Alexander Payne entschied sich für den leisesten Beitrag. FILMSTARTS bezeichnete die Entscheidung als faustdicke, aber nicht unverdiente Überraschung.

Es war zugleich Jarmuschs erste Teilnahme am Hauptwettbewerb von Venedig überhaupt. Nach eigener Aussage war er selbst verwundert, mit dieser Versuchsanordnung den Hauptpreis zu gewinnen.

Nach Venedig lief der Film auf weiteren Festivals, unter anderem in Busan, Zürich, Vancouver und Marrakesch.

Wie „Father Mother Sister Brother“ aufgenommen wurde

Die Kritik ordnete den Film als konsequente Fortführung von Jarmuschs Methode ein. Der Musikexpress beschrieb ihn als Kino-Haiku und hob hervor, dass Jarmusch noch nie so minimal gearbeitet habe.

Wer klassische Dramaturgie erwartet, wird sie nicht finden. Der Film besteht aus Charakterstudien, ruhig und ohne Wertung, durchzogen von Melancholie und trockener Komik. Das macht ihn für ein Arthouse-Publikum stark und für ein breites Publikum sperrig.

Einordnung

Jarmusch arbeitet seit den 1980er Jahren mit Reduktion, Wiederholung und Leerstellen. Formal erinnert die Anlage an „Coffee and Cigarettes“, wo ebenfalls Episoden nebeneinanderstehen und sich in Varianten spiegeln. Bemerkenswert ist, dass ein Film ohne Konflikt in klassischer Form den Hauptpreis eines A-Festivals gewinnt. Das sagt weniger über Jarmusch als über die Jury unter Alexander Payne, die sich gegen die politisch naheliegende Wahl entschieden hat. Für den Verleih in Deutschland ist der Preis das entscheidende Argument, um einen so stillen Film überhaupt ins Kino zu bringen.

ℹ️ Gut zu wissen

Der Film lief ab dem 26. Februar 2026 im Kino, vor allem in Programm- und Arthouse-Häusern. Ob er inzwischen als Stream verfügbar ist, prüfen Sie am besten direkt bei den Anbietern. Beteiligt an der Auswertung ist unter anderem der Streamingdienst Mubi.

Häufige Fragen zu „Father Mother Sister Brother“

Wann kam Father Mother Sister Brother ins Kino?
Der deutsche Kinostart war der 26. Februar 2026. Die Weltpremiere fand am 31. August 2025 in Venedig statt.
Welchen Preis hat Father Mother Sister Brother gewonnen?
Den Goldenen Löwen der 82. Filmfestspiele von Venedig. Es war Jim Jarmuschs erste Teilnahme am dortigen Hauptwettbewerb.
Wie ist der Film aufgebaut?
Als Triptychon aus drei eigenständigen Episoden, die sich nicht kreuzen. Sie spielen in den USA, in Irland und in Frankreich.
Wer spielt mit?
Unter anderem Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps und Françoise Lebrun.
Muss man Jarmusch kennen?
Nein, aber es hilft. Wer klassische Dramaturgie mit Konflikt und Auflösung erwartet, sollte wissen, dass der Film bewusst darauf verzichtet.

Fazit und Ausblick

Ein Film, der aus drei kleinen Beobachtungen besteht und daraus mehr gewinnt als viele Familiendramen aus ihren Krisen. Der Goldene Löwe hat ihm eine Aufmerksamkeit verschafft, die ein so leiser Film sonst kaum bekommt.

– Redaktion mindelmedia-news.de

Quellen und Transparenz: Angaben zu Preis, Premiere und Wettbewerb nach FILMSTARTS und der englischsprachigen Wikipedia. Angaben zu Kinostart, Besetzung und Aufbau nach Weltkino über die Programmseiten der Kinos. Angaben zu Drehorten, Kamera und Musik nach sortiraparis.com. Einschätzung der Kritik nach Musikexpress. Stand: 11. September 2026. Dieser Beitrag ersetzt eine ältere Fassung vom 24. Februar 2026.

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