📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 12.01.2026
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste zur Glatteis Welle in Kürze
- Aktuelle DWD-Unwetterwarnungen vor Glatteis Welle
- Schulausfälle: Diese Bundesländer sind betroffen
- Verkehrslage: Bahn, Flughafen und Straßen
- Wetterprognose: Wann entspannt sich die Lage?
- Was ist Blitzeis und warum ist es so gefährlich?
- Häufig gestellte Fragen zur Glatteis Welle
- Fazit: So kommen Sie sicher durch die Glatteis Welle
Das Wichtigste zur Glatteis Welle in Kürze
Nach Sturmtief „Elli“ bringt Nachfolgetief „Gunda“ am Montag, 12. Januar 2026, gefährliches Glatteis durch gefrierenden Regen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Westhälfte Deutschlands eine Unwetterwarnung Stufe 3 von 4 ausgegeben. In mehreren Bundesländern fällt der Präsenzunterricht aus, der Bahnverkehr ist eingeschränkt.
Deutschland erlebt Mitte Januar 2026 eine extreme Glatteis Welle. Was mit Sturmtief „Elli“ am Freitag begann, setzt sich mit Tief „Gunda“ fort. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor erheblicher Glatteisbildung durch gefrierenden Regen, der auf die noch gefrorenen Böden trifft.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnte eindringlich zur Vorsicht: „Die Gefahr ist noch nicht ganz vorbei. Jetzt werden wir Tauwetter haben. Es wird Regen fallen auf gefrorenen Boden.“ Es könne daher am Montag und Dienstag auch „zu gefährlichem Glatteis kommen“.

Aktuelle DWD-Unwetterwarnungen vor Glatteis Welle
Der Deutsche Wetterdienst hat am 12. Januar 2026 folgende Warnungen herausgegeben:
| Region | Warnstufe | Gefahr |
|---|---|---|
| Westhälfte Deutschlands | ⚠️ Stufe 3 von 4 (UNWETTER) | Gefrierender Regen, Blitzeis |
| Osthälfte Deutschlands | ⚠️ Stufe 2 von 4 | Schnee, später gefrierender Regen |
| Südosten (Bayern) | ⚠️ Stufe 3-4 (extremes UNWETTER) | Erheblicher Eisansatz möglich |
🚨 Höchste Vorsicht am Montagmorgen!
Die größte Glatteisgefahr besteht zwischen 6 und 9 Uhr im Berufsverkehr. Betroffen sind besonders: NRW, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Schulausfälle: Diese Bundesländer sind betroffen
Wegen der extremen Glatteis Welle haben mehrere Bundesländer den Präsenzunterricht am Montag, 12. Januar 2026, abgesagt:
| Bundesland | Status | Hinweis |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | ❌ Landesweiter Distanzunterricht | Nur Notbetreuung, „kein schulfrei“ |
| Niedersachsen | ❌ Präsenzunterricht abgesagt | Ausnahme: Ostfriesische Inseln |
| Bremen | ❌ Präsenzunterricht abgesagt | Sicherer Transport nicht möglich |
| Saarland | ❌ Schulen geschlossen | Regulärer Betrieb eingestellt |
| Bayern (Teile) | ❌ Regional unterschiedlich | Aschaffenburg, Miltenberg betroffen |
NRW-Schulministerin Dorothee Feller betonte: „Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten.“ Der Unterricht findet im Distanzformat statt.
Verkehrslage: Bahn, Flughafen und Straßen
Deutsche Bahn
Nach den massiven Ausfällen durch Sturmtief „Elli“ läuft der Bahnverkehr langsam wieder an. Bahnchefin Evelyn Palla erklärte: „Unsere Züge rollen wieder. Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar.“
Aktueller Stand:
- Fernverkehr Norden: Etwa 2/3 fahren wieder stabil
- Deutschlandweit: Ca. 75% des Fernverkehrs läuft
- Regionalverkehr: Teilweise noch eingeschränkt
Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Flughafen Frankfurt
Am Flughafen Frankfurt ist der Sky Line-Betrieb zwischen Terminal 1/B und Terminal 2 aufgrund von Glättebildung nur eingeschränkt verfügbar. Ein Busersatzverkehr wurde eingerichtet.
Straßenverkehr
Der ADAC warnt vor extremer Glätte auf Autobahnen und Landstraßen. Bereits zu Beginn der Glatteis Welle kam es zu zahlreichen Unfällen, darunter eine Massenkarambolage auf der A1 in Niedersachsen mit 13 Verletzten.
🚗 Tipps für Autofahrer bei Glatteis
- Geschwindigkeit reduzieren: Fahren Sie deutlich langsamer als erlaubt
- Abstand vergrößern: Mindestens doppelter Sicherheitsabstand
- Sanft bremsen: Keine abrupten Bremsmanöver
- Winterreifen Pflicht: In Deutschland gilt situative Winterreifenpflicht
- Fahrten vermeiden: Wenn möglich, zu Hause bleiben
Wetterprognose: Wann entspannt sich die Lage?
Der DWD-Meteorologe Thore Hansen erklärt die Wetterlage: „In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt anfangs Schneefall, der rasch in Regen übergeht. Dieser gefriert auf den kalten Böden zu Glatteis.“
| Tag | Prognose |
|---|---|
| Montag, 12.01. | Schwerpunkt der Glatteisgefahr, UNWETTER im Westen und Südosten |
| Dienstag, 13.01. | Im Osten weiter Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen |
| Mittwoch, 14.01. | Im Nordosten anfangs noch Glatteis möglich, sonst Entspannung |
| Donnerstag, 15.01. | Voraussichtlich keine markanten Wettergefahren |
Was ist Blitzeis und warum ist es so gefährlich?
Blitzeis (auch: gefrierender Regen oder Glatteisregen) entsteht, wenn Regentropfen auf Oberflächen treffen, die unter dem Gefrierpunkt liegen. Das Wasser gefriert sofort und bildet eine spiegelglatte Eisschicht. Diese Glätteart ist besonders tückisch, weil sie:
- Plötzlich und ohne Vorwarnung auftritt
- Straßen und Gehwege spiegelglatt macht
- Für Streudienste kaum beherrschbar ist
- Auch mit Winterreifen extrem rutschig bleibt
Häufig gestellte Fragen zur Glatteis Welle
Fazit: So kommen Sie sicher durch die Glatteis Welle
Die aktuelle Glatteis Welle in Deutschland erfordert höchste Vorsicht im Straßenverkehr und auf Gehwegen. Die wichtigsten Empfehlungen:
- Fahrten vermeiden: Wenn möglich, bleiben Sie zu Hause
- ADAC und DWD checken: Aktuelle Verkehrs- und Wetterlage prüfen
- Bahn-App nutzen: Vor Reisen den DB Navigator konsultieren
- Vorsichtig gehen: Auch Fußgänger sind durch Glatteis gefährdet
- Räumpflicht beachten: Hauseigentümer müssen Gehwege streuen
Die Entspannung der Wetterlage ist ab Mittwoch in Sicht. Bis dahin gilt: Sicherheit geht vor!
Stand: 12. Januar 2026, 08:00 Uhr. Dieser Artikel wird bei neuen Entwicklungen aktualisiert.
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