Mit Anfang 40 verliert Herbert Grönemeyer seinen Bruder und Ehefrau Anna, die Mutter seiner zwei Kinder. Viele Jahre später verliebt er sich unerwartet neu. Über das Glück mit seiner zweiten Ehefrau Josefine Cox spricht der Sänger nun in seiner neuen Doku.
Als Herbert Grönemeyer 42 Jahre alt ist, passiert ihm das Unfassbare: Seine große Liebe Anna Henkel-Grönemeyer, Mutter seiner zwei Kinder, stirbt am 5. November 1998 mit 45 Jahren an Brustkrebs. Nur vier Tage zuvor verliert er seinen Bruder Wilhelm, der an Leukämie litt. Er wurde lediglich 44 Jahre alt. Knapp 30 Jahre später beschreibt der heute 70-jährige Sänger diese Zeit als „unfassbare Zäsur“. Doch er musste weitermachen – auch für seine beiden damals noch kleinen Kinder.
Viele Jahre später trifft ihn das Lebensglück erneut: Der „Mensch“-Interpret lernt seine zweite Ehefrau Josefine Cox kennen – über die er in seiner ARD-Doku „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ rührende Worte verliert.
Herbert Grönemeyer erinnert sich an Tod von Ehefrau Anna zurück
Nachdem Herbert Grönemeyer zwei der wichtigsten Menschen in seinem Leben verliert, erfährt er eine „große Stille“. Dieses Gefühl durfte er sich aber nicht leisten – wegen der zwei gemeinsamen „wunderbaren Kinder“, um die sich der Sänger weiter kümmern musste und wollte. An diese mehr als herausfordernde Zeit erinnert sich der gefeierte Musiker nun in seiner neuen ARD-Doku anlässlich seines 70. Geburtstages zurück.
Ein Satz von Grönemeyers Tochter sorgt noch heute für Gänsehaut
Zudem werden Teile eines Interviews, das kurz nach seinem Schicksal aufgenommen wurde, eingeblendet. Seine damals neunjährige Tochter hätte zu ihm eindringlich gesagt: „Du hörst nicht auf zu singen.“ Einen Rat, den Herbert Grönemeyer befolgt habe.
„Meine Kinder spüren ganz elementar, dass, wenn ich singe, ich bei mir bin und dass das eine Form von Lebensenergie ist“, sagte er damals. Wenn seine Tochter ihn auf der Bühne singen sehen würde, spüre sie, dass ihr Vater da „zu Hause“ sei. „Das war für mich ganz wichtig“, betonte der gefeierte Sänger damals.
© Jörg Schmitt
Grönemeyer spricht über unerwartetes Liebesglück mit Ehefrau Josefine
Viele Jahre später durfte Herbert Grönemeyer „wieder ein neues Hoch erfahren: Durch meine Frau, die ich kennengelernt habe“, schwärmt er in der aktuellen ARD-Doku „Grönemeyer – Alles bleibt anders“. Damals hat ihn das Glück ganz unerwartet getroffen.
Glück ist manchmal wirklich, wenn jemand den Raum betritt, mit dem man nicht wirklich gerechnet hat. […] Was dann auch passiert ist,
erinnert er sich und berichtet über das erste Treffen mit seiner heutigen zweiten Frau Josefine Cox, mit der er 2019 noch ein Kind bekam.
Für Grönemeyer sei sofort klar gewesen: Mit ihr möchte er fortan durchs Leben gehen: „Da wusste ich schon, als die aus dem Auto stieg: Ich muss mich mit der jetzt nicht unterhalten, die kann auch wieder fahren. Das ist klar. Da muss ich jetzt nicht lange drüber nachdenken. Das ist schon geklärt zwischen uns.“
„Wunderschöne Liebeserklärung“ an seine über 20 Jahre jüngere Frau
Ihr habe Herbert Grönemeyer das Lied „Lebensstrahlen“ gewidmet – „eines der schönsten Lieder, die ich je geschrieben habe“, ist sich der Musiker in der ARD-Doku sicher. Der Song sei eine „wunderschöne Liebeserklärung“ und ein Ausdruck dieses „neu gefundenen Gefühls“.
2016 soll er seine Frau nach „Bild“-Angaben geheiratet haben. Darüber verlor Grönemeyer im November 2018 in der Ö3-Radiosendung „Frühstück bei dir“ bereits seltene Worte. Ungewohnt offen schwärmte der Sänger damals im Gespräch mit Radiomoderatorin Claudia Stöckl, 59, von Josefine Cox, die zu diesem Zeitpunkt „an die 40“ gewesen sei und damit mehr als 20 Jahre jünger ist als er. „Sie sieht besser aus als ich. Ansonsten ist das Alter unwesentlich, es hat sich einfach so ergeben“, so der Musiker über den Altersunterschied.
Seine Kinder finden zweite Hochzeit mit Josefine „ok und schön“
Über die Hochzeit plauderte Herbert Grönemeyer auch etwas und sagte: „Wir hatten ein schönes Fest, es war dufte.“ Seine beiden Kinder, die damals 29 und 31 Jahre alt waren, hätten ebenfalls mitgefeiert und würden es „ok und schön“ finden, dass ihr Vater Josefine erneut das Jawort gegeben habe.
Dafür habe sich Herbert Grönemeyer anscheinend recht zügig entschieden. „Es gibt den Satz von Willy Bogner, der sagt: ‚Schlittenfahren und heiraten muss schnell gehen.‘ Ich bin ein alter Protestant, mein Vater und meine Mutter hatten auch eine sehr stabile Ehe über 56 Jahre. Sich zu jemandem zu bekennen, kann sehr viele Kräfte freimachen. Ich bin ein Wildromantiker“, erzählte er 2018 bei „Frühstück bei dir“. Das ist nun über sieben Jahre her, doch die Liebe zu seiner zweiten Ehefrau dürfte nur noch mehr gewachsen sein. Es ist Grönemeyer mehr als zu wünschen.
Verwendete Quellen: Doku „Grönemeyer – Alles bleibt anders“, abgerufen in der ARD Mediathek, oe3.orf.at, bild.de
Quelle: Gala

