Werden Kondome bald teurer? Der Krieg im Nahen Osten könnte sich auf die Preise für Verhütungsmittel auswirken. Der weltweit größte Kondomhersteller Karex Industries warnt vor einer möglichen Kondome Preiserhöhung von bis zu 30 Prozent. Grund dafür seien steigende Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme infolge der Krise.

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Zahlen & Fakten
- Karex Industries produziert jährlich 5 Milliarden Kondome.
- Das Unternehmen stellt etwa ein Fünftel der weltweit produzierten Kondome her.
- Einige Rohstoffe sind im Preis um bis zu 100 Prozent gestiegen.
- Karex beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter in Malaysia und Thailand.
| Unternehmen: | Karex Industries |
|---|---|
| Umsatz: | Nicht öffentlich verfügbar |
| Gewinn/Verlust: | Nicht öffentlich verfügbar |
| Mitarbeiterzahl: | 3000 |
| Branche: | Kondomherstellung |
| Veränderung zum Vorjahr: | Nachfrage gestiegen |
Warum steigen die Kondompreise?
Laut Stern, beklagt das malaysische Unternehmen Karex Industries, das jährlich fünf Milliarden Kondome herstellt, höhere Rohstoffkosten, gestörte Lieferketten und gestiegene Frachtkosten. Insbesondere die Schließung der Straße von Hormus hat zu einem deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt. Dies betrifft Unternehmen wie Karex, die auf Nitrile, synthetische Kautschuke, Silikonöl und Aluminiumfolie angewiesen sind.
Welche Rohstoffe sind betroffen?
Die Kondomproduktion ist abhängig von verschiedenen Rohstoffen. Zu den wichtigsten gehören Naturlatex oder synthetische Alternativen wie Nitril, Silikonöle und Aluminiumfolie für die Verpackung. Goh Miah Kiat, CEO von Karex Industries, erklärte gegenüber der New York Times, dass einige Rohstoffe um bis zu 100 Prozent teurer geworden seien. (Lesen Sie auch: Preisanstieg: Irankrieg ist schuld: Kondome werden teurer)
Was bedeutet das für Verbraucher?
Eine Kondome Preiserhöhung von bis zu 30 Prozent könnte sich direkt auf das Budget der Verbraucher auswirken. Da Kondome für die Verhütung und den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten unerlässlich sind, könnte eine Verteuerung dazu führen, dass Menschen weniger Kondome kaufen oder auf günstigere, möglicherweise minderwertige Produkte ausweichen. Dies könnte langfristig negative Folgen für die sexuelle Gesundheit haben.
Gibt es historische Beispiele für Preiserhöhungen bei Kondomen?
In der Vergangenheit führten bereits Naturkatastrophen und Rohstoffknappheit zu Preisschwankungen bei Kondomen. So sorgte beispielsweise ein Anstieg der Latexpreise in den 1990er Jahren für höhere Produktionskosten und damit auch für teurere Kondome. Auch politische Krisen und Handelsbeschränkungen können sich auf die Verfügbarkeit und die Preise von Verhütungsmitteln auswirken.
Wie reagiert die Branche auf die Situation?
Branchenverbände äußern sich besorgt über die Entwicklung. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) betont die Notwendigkeit, die Versorgung mit wichtigen Gesundheitsprodukten sicherzustellen. „Wir beobachten die Situation sehr genau und stehen im Austausch mit den Herstellern“, so ein Sprecher des BPI. Es sei wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Engpässe zu vermeiden und die Preise stabil zu halten. Andere Hersteller könnten gezwungen sein, ähnliche Preisanpassungen vorzunehmen, um ihre Produktionskosten zu decken. Einige kleinere Anbieter könnten sogar gezwungen sein, die Produktion einzustellen, was die Marktsituation weiter verschärfen würde. (Lesen Sie auch: Küssen ausdrücklich erwünscht: Kuss-Stopp: Aktion sorgt für…)
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzt sich für stabile Lieferketten ein.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch könnte die kondome preiserhöhung ausfallen?
Der Hersteller Karex Industries hat eine mögliche Preiserhöhung von bis zu 30 Prozent angekündigt. Die tatsächliche Erhöhung kann je nach Produkt und Vertriebskanal variieren. (Lesen Sie auch: Küssen Ausdrücklich Erwünscht: Kuss-Stopp: Aktion sorgt)

Welche Alternativen gibt es zu Kondomen?
Neben Kondomen gibt es hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, die Hormonspirale oder den Verhütungsring. Auch Barrieremethoden wie das Diaphragma oder chemische Verhütungsmittel sind Alternativen, bieten aber keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
Sind bestimmte Kondommarken stärker von der Preiserhöhung betroffen?
Es ist noch unklar, welche Marken genau von der Preiserhöhung betroffen sein werden. Da Karex Industries jedoch ein großer Zulieferer ist, könnten viele Marken indirekt betroffen sein.
Wo kann man sich über sichere Verhütungsmethoden informieren?
Informationen zu sicheren Verhütungsmethoden erhält man bei Ärzten, Apothekern, Beratungsstellen wie Pro Familia oder auf den Webseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Lesen Sie auch: Affenbaby Zoo: Plüschtier Tröstet kleinen Yuji in…)
Kann man Kondome auf Vorrat kaufen, um der Preiserhöhung zu entgehen?
Theoretisch ist es möglich, Kondome auf Vorrat zu kaufen. Allerdings sollte man das Verfallsdatum beachten und Kondome nur in der benötigten Menge kaufen, um unnötige Lagerung zu vermeiden.





