Eine Kreuzfahrt mit der „Hondius“ wurde für einige Passagiere zum Albtraum: Ein Hantavirus-Ausbruch forderte Todesopfer und löste internationale Suchaktionen nach Reisenden aus. Nach dem ersten Todesfall verließen 29 Passagiere das Schiff bei einem Zwischenstopp. Nun suchen Gesundheitsbehörden weltweit nach diesen Personen, um sie zu kontrollieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont jedoch, dass die Infektionsgefahr gering sei. Kreuzfahrt Hantavirus steht dabei im Mittelpunkt.

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- Was ist das Hantavirus und wie gefährlich ist es wirklich?
- Der Zwischenstopp auf St. Helena wird zum Problem
- Stewardess in Amsterdam betroffen
- Wie wahrscheinlich ist eine Ansteckung mit dem Hantavirus auf einer Kreuzfahrt?
- Oceanwide Expeditions informiert Passagiere
- Hantavirus auf Kreuzfahrt: Was ist aktuell bekannt?
- Vorname Nachname privat: Was ist aktuell über sie/ihn bekannt?
- Häufig gestellte Fragen
| Steckbrief: Hantavirus Ausbruch auf der Hondius | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Hantavirus Ausbruch auf der Hondius |
| Datum des Ausbruchs | April 2024 (ungefähr) |
| Ort des Ausbruchs | Kreuzfahrtschiff „Hondius“, Atlantischer Ozean |
| Betroffene | Passagiere und Besatzungsmitglieder |
| Todesfälle | 3 |
| Infizierte | Mehrere |
| Kreuzfahrtroute | Mit Zwischenstopp auf St. Helena |
| Reiseveranstalter | Oceanwide Expeditions |
Was ist das Hantavirus und wie gefährlich ist es wirklich?
Das Hantavirus ist eine Gruppe von Viren, die hauptsächlich von Nagetieren übertragen werden. Menschen können sich durch Kontakt mit deren Ausscheidungen infizieren. Die Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenerkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass die Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch gering ist und nicht mit dem Coronavirus vergleichbar ist. Eine Infektion erfordert in der Regel direkten und längeren Kontakt mit infizierten Personen.
Kurzprofil
- Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff „Hondius“
- Drei Todesfälle, mehrere Infizierte
- 29 Passagiere verließen das Schiff vor Bekanntwerden der Fälle
- Internationale Suche nach Passagieren läuft
- WHO betont geringe Ansteckungsgefahr
Der Zwischenstopp auf St. Helena wird zum Problem
Besondere Brisanz erhält der Fall durch einen Zwischenstopp der „Hondius“ auf der Insel St. Helena am 24. April. Dort verließen 29 Passagiere das Schiff, gut zehn Tage bevor der erste Hantavirus-Fall bestätigt wurde. Unter ihnen war auch eine Niederländerin, die später in Johannesburg an dem Virus verstarb. Bereits zwei Wochen zuvor war ihr Mann an Bord gestorben, allerdings zu einem Zeitpunkt, als die Ursache noch unklar war. Wie Stern berichtet, ist auch ein Schweizer betroffen, der in St. Helena von Bord ging und sich nun in einer Klinik in Zürich befindet. Sein Zustand sei stabil. (Lesen Sie auch: Erkrankungen auf Schiff: Hantavirus: Länder suchen Passagiere…)
Stewardess in Amsterdam betroffen
Auch in den Niederlanden gibt es einen weiteren möglichen Fall. Eine Stewardess liegt mit Symptomen in einem Amsterdamer Krankenhaus. Sie hatte direkten Kontakt zu der infizierten Frau, die später an dem Virus starb. Die Frau sollte mit einem KLM-Flug von Johannesburg nach Amsterdam fliegen, wurde aber aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes von der Crew nicht mitgenommen. Die niederländischen Gesundheitsbehörden haben Kontakt zu allen Personen an Bord des KLM-Fluges aufgenommen.
Wie wahrscheinlich ist eine Ansteckung mit dem Hantavirus auf einer Kreuzfahrt?
Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Hantavirus auf einer Kreuzfahrt ist gering, aber nicht ausgeschlossen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) kommen Hantavirus-Infektionen in Deutschland vor allem in Süddeutschland vor. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch das Einatmen von Staub, der mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere kontaminiert ist. Ein erhöhtes Risiko besteht daher in ländlichen Gebieten, wo Nagetiere häufiger vorkommen. Auf Kreuzfahrtschiffen ist das Risiko geringer, aber nicht völlig ausgeschlossen, insbesondere wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden. Die WHO rät zu allgemeinen Hygienemaßnahmen, um das Risiko zu minimieren.
Laut Statista wurden im Jahr 2023 in Deutschland 614 Hantavirus-Infektionen gemeldet. Die meisten Fälle traten in Baden-Württemberg und Bayern auf. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen, da viele Infektionen mild verlaufen und nicht erkannt werden. (Lesen Sie auch: Hondius Hantavirus: Kontaktperson nach Kreuzfahrt in Düsseldorf)
Oceanwide Expeditions informiert Passagiere
Der Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions hat nach eigenen Angaben alle Passagiere über den Ausbruch des Virus informiert. Die Gesundheitsbehörden sollen nun die betroffenen Personen kontrollieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen greifen und weitere Infektionen verhindert werden können.
Hantavirus auf Kreuzfahrt: Was ist aktuell bekannt?
Der Ausbruch des Hantavirus auf der „Hondius“ zeigt, dass auch auf Kreuzfahrtschiffen Gesundheitsrisiken bestehen. Obwohl die WHO die Ansteckungsgefahr als gering einschätzt, sollten Reisende die Situation ernst nehmen und auf Hygiene achten. Die Suche nach den Passagieren, die in St. Helena von Bord gingen, läuft auf Hochtouren. Die betroffenen Länder arbeiten zusammen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Vorname Nachname privat: Was ist aktuell über sie/ihn bekannt?
Da es sich um einen Ausbruch einer Krankheit handelt, gibt es keine Einzelperson, über deren Privatleben berichtet werden könnte. Die Privatsphäre der Betroffenen wird geschützt. Es ist jedoch wichtig, die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu befolgen und sich bei Symptomen umgehend ärztlich untersuchen zu lassen. Informationen über das Hantavirus und Schutzmaßnahmen sind auf der Seite des Robert Koch-Instituts verfügbar. (Lesen Sie auch: Hantavirus Kreuzfahrt: Tödlicher Ausbruch auf der MV…)

Häufig gestellte Fragen
Welche Symptome treten bei einer Hantavirus-Infektion auf?
Die Symptome sind vielfältig und reichen von grippeähnlichen Beschwerden (Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen) bis hin zu schweren Lungenerkrankungen (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS, oder Hantavirus-induziertes pulmonales Syndrom, HPS).
Wie kann man sich vor einer Hantavirus-Infektion schützen?
Wichtig ist die Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen. Dazu gehören Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Handschuhen und Mundschutz bei Reinigungsarbeiten in potenziell kontaminierten Bereichen sowie die Bekämpfung von Nagetieren im Haus und Garten.
Gibt es eine Impfung gegen das Hantavirus?
In Europa gibt es keine zugelassene Impfung gegen das Hantavirus. In anderen Teilen der Welt, insbesondere in Asien, sind Impfstoffe verfügbar, die jedoch nicht gegen alle Hantavirus-Typen wirksam sind. (Lesen Sie auch: Hondius Hantavirus: Kontaktperson nach Todesfällen in Düsseldorf)
Ist eine Hantavirus-Infektion meldepflichtig?
Ja, in Deutschland ist eine Hantavirus-Infektion gemäß dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Ärzte und Labore müssen jeden Verdachtsfall, jede Erkrankung und jeden Todesfall dem Gesundheitsamt melden.

