Lawinenbildung Mechanismen sind komplex, aber neue Forschungsergebnisse des WSL-Instituts in Davos geben Aufschluss. Durch Experimente konnte gezeigt werden, dass Druck und Kraft entlang eines Hanges dazu führen, dass Schwachstellen im Schnee brechen und sich eine Lawine löst. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für die Vorhersage und Prävention von Lawinen.

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Die wichtigsten Fakten
- Neue Experimente des WSL-Instituts in Davos liefern Erkenntnisse zur Lawinenentstehung.
- Druck und Kraft entlang des Hangs führen zum Bruch von Schwachstellen im Schnee.
- Die Forschung trägt zur Verbesserung der Lawinenprognose bei.
- Das Verständnis der Mechanismen ist entscheidend für Präventionsmaßnahmen.
Wie entstehen Lawinen?
Lawinen entstehen, wenn die Schwerkraft die Oberhand über die Festigkeit der Schneedecke gewinnt. Dies geschieht oft, wenn eine Schwachschicht im Schnee unter dem Gewicht der darüber liegenden Schneemassen zusammenbricht. Zusätzlicher Druck, beispielsweise durch Skifahrer, kann diesen Prozess auslösen und zur Lawinenbildung führen. Wie Blick berichtet, untersuchen Forscher diese Prozesse, um Lawinen besser vorhersagen zu können.
Die Rolle von Schwachschichten im Schnee
Schwachschichten sind entscheidend für die Lawinenbildung. Sie können durch verschiedene Faktoren entstehen, beispielsweise durch unterschiedliche Schneefallereignisse, Temperaturänderungen oder die Bildung von Oberflächenreif. Diese Schichten haben eine geringere Festigkeit als die umliegenden Schneemassen und können unter Belastung leicht brechen. (Lesen Sie auch: Neue Experimente zeigen: Warum versagen Schneeschichten unter…)
Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Dienstleistungszentrum, das Teil der Eidg. Forschungsanstalt WSL ist. Es befasst sich mit Schnee, Lawinen, Permafrost, Gebirgsökosystemen und Naturgefahren.
Experimente zur Lawinenbildung
Um die lawinenbildung mechanismen besser zu verstehen, führen Forschende Experimente durch, bei denen sie Schneeproben unterschiedlichen Belastungen aussetzen. Dabei messen sie, wie sich der Schnee verformt und wann er bricht. Diese Daten helfen, Computermodelle zu verbessern, die zur Lawinenprognose verwendet werden.
Einfluss von Hangneigung und Exposition
Die Hangneigung und Exposition spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Lawinenbildung. Steile Hänge sind anfälliger für Lawinen als flache Hänge, da die Schwerkraft hier stärker wirkt. Hänge, die der Sonne ausgesetzt sind, können durch die Erwärmung des Schnees ebenfalls instabiler werden. Die Forschenden des SLF berücksichtigen diese Faktoren bei der Erstellung von Lawinenbulletins. (Lesen Sie auch: Neue Experimente zeigen: Warum versagen Schneeschichten unter…)
Lawinenprognose und Prävention
Die Lawinenprognose basiert auf einer Vielzahl von Daten, darunter Wettervorhersagen, Schneehöhenmessungen und Beobachtungen vor Ort. Anhand dieser Daten erstellen Lawinenwarndienste Lawinenbulletins, die die Bevölkerung über die aktuelle Lawinengefahr informieren. Präventionsmaßnahmen umfassen beispielsweise das Sprengen von Lawinen, um unkontrollierte Abgänge zu verhindern, und die Sperrung von gefährdeten Gebieten. Die Schweizer Behörden investieren kontinuierlich in die Verbesserung der Lawinenprävention.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Temperatur bei der Lawinenbildung?
Die Temperatur beeinflusst die Stabilität der Schneedecke erheblich. Schnelle Temperaturanstiege können dazu führen, dass Schnee schmilzt und sich die Schneedecke destabilisiert. Frostperioden können hingegen zur Bildung von Schwachschichten führen, die später Lawinen auslösen können.
Wie können Skifahrer und Snowboarder zur Lawinenprävention beitragen?
Skifahrer und Snowboarder sollten sich vor dem Betreten des Geländes über die aktuelle Lawinengefahr informieren und die Lawinenbulletins beachten. Zudem ist es wichtig, risikoreiche Hänge zu meiden und sich mit der Kameradenrettung auszukennen.
Was ist ein Lawinenhund und wie wird er eingesetzt?
Lawinenhunde sind speziell ausgebildete Hunde, die Verschüttete unter Schneemassen aufspüren können. Sie werden von Rettungskräften eingesetzt, um die Suche nach Lawinenopfern zu beschleunigen und die Überlebenschancen zu erhöhen. (Lesen Sie auch: Dumper Randale ST Gallen: Jugendliche Verwüsten Baustelle)
Wie lange kann ein Mensch unter einer Lawine überleben?
Die Überlebenschancen unter einer Lawine sinken rapide mit der Zeit. Innerhalb der ersten 15 Minuten besteht noch eine relativ hohe Überlebenswahrscheinlichkeit, danach sinkt sie deutlich. Nach etwa 35 Minuten sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit auf unter 30 Prozent.






