Martin Bartels Blitzer-Warnungen auf Facebook haben in der Schweiz für Aufsehen gesorgt. Der deutsche IT-Techniker betreibt Seiten mit Zehntausenden Followern, auf denen er vor Radarfallen im Schweizer Strassenverkehr warnt. Dies, obwohl solche Warnungen in der Schweiz eigentlich verboten sind.

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- Wie funktioniert Martin Bartels‘ Blitzer-Warnsystem?
- Warum warnt Martin Bartels vor Blitzern in der Schweiz?
- Sind Blitzer-Warnungen in der Schweiz legal?
- Welche Konsequenzen drohen bei Verstössen?
- Wie reagieren die Schweizer Behörden auf Bartels‘ Aktionen?
- Wie geht es weiter?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Martin Bartels, ein deutscher IT-Techniker, warnt auf Facebook vor Blitzern in der Schweiz.
- Seine Facebook-Seiten haben Zehntausende von Followern.
- Das Warnen vor Blitzern ist in der Schweiz eigentlich verboten.
- Bartels selbst sieht keine rechtlichen Konsequenzen für sein Handeln.
Wie funktioniert Martin Bartels‘ Blitzer-Warnsystem?
Der Hamburger IT-Techniker Martin Bartels betreibt Facebook-Seiten, auf denen er Informationen über Standorte von Radarfallen in der Schweiz veröffentlicht. Diese Informationen stammen von seinen Followern, die ihm aktuelle Blitzer-Standorte melden. Durch die grosse Anzahl an Nutzern entsteht ein Netzwerk, das Autofahrer vor Geschwindigkeitskontrollen warnt.
Warum warnt Martin Bartels vor Blitzern in der Schweiz?
Bartels‘ Motivation ist es, Autofahrer vor unerwarteten Bussen zu bewahren. Er sieht das Warnen vor Blitzern als eine Art Service für die Community. Laut Blick, hat er keine Angst vor rechtlichen Konsequenzen, da er sich in Deutschland befindet und die Schweizer Behörden ihm nichts anhaben könnten. (Lesen Sie auch: Swissness Regelung Kritik: Feldschlösschen-Chef warnt)
Sind Blitzer-Warnungen in der Schweiz legal?
Nein, das Warnen vor Blitzern ist in der Schweiz nicht erlaubt. Artikel 56a des Strassenverkehrsgesetzes verbietet Handlungen, die darauf abzielen, Kontrollen des Strassenverkehrs zu verhindern oder zu gefährden. Dazu gehört auch das Veröffentlichen von Informationen über Standorte von Radarfallen. Wer gegen dieses Gesetz verstösst, kann mit einer Geldstrafe belegt werden.
Das Schweizer Strassenverkehrsgesetz verbietet jegliche Handlungen, die Verkehrskontrollen behindern oder gefährden könnten. Dazu zählt auch die Weitergabe von Informationen über Blitzerstandorte.
Welche Konsequenzen drohen bei Verstössen?
Wer in der Schweiz gegen das Verbot von Blitzer-Warnungen verstösst, riskiert eine Geldstrafe. Die Höhe der Strafe hängt von der Schwere des Vergehens ab. In besonders schweren Fällen kann es auch zu einer Anzeige kommen. Es ist jedoch unklar, ob und wie die Schweizer Behörden gegen eine Person im Ausland vorgehen könnten. (Lesen Sie auch: Schweizer Immobilienaktien: Überflieger in Unsicherer Zeit)
Wie reagieren die Schweizer Behörden auf Bartels‘ Aktionen?
Bislang haben sich die Schweizer Behörden noch nicht öffentlich zu den Aktionen von Martin Bartels geäussert. Es bleibt abzuwarten, ob sie rechtliche Schritte gegen ihn einleiten werden. Da sich Bartels jedoch in Deutschland aufhält, wäre eine Strafverfolgung schwierig. Die Schweizer Regierung könnte versuchen, über internationale Rechtshilfe ein Verfahren einzuleiten.
Wie geht es weiter?
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Blitzer-Warnungen in der Schweiz verboten?
Blitzer-Warnungen sind in der Schweiz verboten, weil sie als Behinderung von Verkehrskontrollen angesehen werden. Der Gesetzgeber möchte, dass sich Autofahrer jederzeit an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.


