Merkur Spielautomaten USA – ein deutscher Glücksspielkonzern will den amerikanischen Markt erobern. Der Plan: Tausende Spielautomaten „Made in Germany“ jährlich in die USA und nach Kanada zu exportieren. Damit will der Konzern in einem von wenigen Anbietern dominierten Markt für mehr Vielfalt sorgen.

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| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Merkur Expansion | Ziel: 5000 Automaten pro Jahr | Ab 2027 (geplant) | USA & Kanada | Übernahme Gaming Arts, Fokus auf Software |
Amerikanischer Glücksspielmarkt im Visier
Der deutsche Glücksspielkonzern Merkur, ehemals Gauselmann, hat große Pläne für den nordamerikanischen Markt. Nach der Übernahme der US-Firma Gaming Arts im Jahr 2025 will Merkur seine Präsenz in den USA und Kanada deutlich ausbauen. Aktuell verkauft das Unternehmen bereits 800 bis 1000 Automaten jährlich in Nordamerika. Das Ziel ist ambitioniert: In drei Jahren sollen es 5000 Automaten pro Jahr sein, und danach noch mehr.
Die Spielautomaten werden komplett im Werk in Lübbecke, Ostwestfalen, hergestellt. Merkur setzt auf Qualität „Made in Germany“, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Weltweit sind bereits über 100.000 von Merkur hergestellte Automaten in Betrieb. (Lesen Sie auch: Spielautomaten: Deutsche Firma will Glücksspielmarkt in den…)
Was bedeutet das für den US-Markt?
Der Markteintritt von Merkur könnte frischen Wind in den US-amerikanischen Glücksspielmarkt bringen. Laut Stern herrscht dort eine hohe Marktkonzentration. Die Casino-Betreiber suchen nach Alternativen, um nicht von den wenigen großen Anbietern abhängig zu sein. Stern berichtet über die Expansionspläne.
Die wichtigsten Fakten
- Merkur will jährlich Tausende Spielautomaten in die USA und Kanada exportieren.
- Aktuell werden 800-1000 Automaten pro Jahr verkauft, Ziel sind 5000.
- Die Automaten werden in Lübbecke, Ostwestfalen, hergestellt.
- Merkur setzt auf Diversifizierung des US-Glücksspielmarktes.
Wie will Merkur in den USA bestehen?
Merkur plant, als „David gegen Goliath“ anzutreten, so Manfred Stoffers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Merkur. Das Unternehmen setzt auf die Qualität und Vielfalt seiner Produkte, um sich von den etablierten amerikanischen Anbietern abzuheben. Die Amerikaner, so Stoffers, „kämpfen gegen die Uniformität und Eintönigkeit des heimischen Automatenmarktes“.
Fokus auf Software durch Gaming Arts
Die übernommene Firma Gaming Arts mit Sitz in Las Vegas und rund 60 Beschäftigten wird sich künftig auf die Entwicklung von Software konzentrieren. Dazu gehören Geldspielgeräte, Bingo-Spiele und elektronische Tischspiele. Die Hardware, also die Automaten selbst, kommt aus Ostwestfalen. (Lesen Sie auch: Einzelhandel schrumpft: Droht das Ladensterben in Deutschland?)
In den USA gibt es schätzungsweise eine Million Spielautomaten, ein bedeutender Teil davon in Las Vegas.
Was sind die nächsten Schritte?
Merkur will seine Präsenz in den USA kontinuierlich ausbauen. Die Produktionskapazitäten in Lübbecke sind vorhanden, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt entwickelt und ob Merkur seine ambitionierten Ziele erreichen kann. Die Konkurrenz ist groß, aber das Unternehmen setzt auf seine Stärken: Qualität, Innovation und Vielfalt.

Die Expansion von Merkur in den USA zeigt, dass auch deutsche Unternehmen im internationalen Glücksspielmarkt erfolgreich sein können. Mit einer klaren Strategie und hochwertigen Produkten will sich das Unternehmen einen festen Platz in Nordamerika sichern. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Plan aufgeht und Merkur tatsächlich zu einem bedeutenden Akteur auf dem US-Markt für Spielautomaten wird. Die steigende Nachfrage nach abwechslungsreichen Glücksspielangeboten könnte Merkur dabei in die Karten spielen.
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