Das Aus für die 3D-Version von Meta Horizon Worlds steht bevor. Der Facebook-Konzern Meta zieht den Stecker für seine virtuelle Realität, da die Nutzerzahlen hinter den Erwartungen zurückblieben. Stattdessen will sich das Unternehmen auf Künstliche Intelligenz und neue VR-Technologien konzentrieren.

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Die wichtigsten Fakten
- Meta stellt die 3D-Version von Horizon Worlds am 15. Juni ein.
- Der Fokus verschiebt sich auf KI-Brillen und mobile Versionen.
- Reality Labs, die Sparte für VR-Entwicklung, verzeichnete Milliardenverluste.
- Meta investiert hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren für KI.
| Unternehmen: | Meta |
|---|---|
| Branche: | Technologie, Soziale Medien, Virtuelle Realität |
| Umsatz: | 116,6 Milliarden US-Dollar (2023) |
| Gewinn/Verlust: | 39,1 Milliarden US-Dollar Gewinn (2023) |
| Mitarbeiterzahl: | 67.317 (Ende 2023) |
| Veränderung zum Vorjahr: | Umsatz +16 %, Mitarbeiter -22 % |
Was bedeutet das Ende von Meta Horizon Worlds?
Die Entscheidung bedeutet eine Abkehr von Mark Zuckerbergs ursprünglicher Vision, virtuelle Realität als nächste große Computer-Plattform zu etablieren. Stattdessen setzt Meta nun verstärkt auf Künstliche Intelligenz und mobile Anwendungen. Die Entwicklung von VR-Technologien wird jedoch nicht vollständig eingestellt.
Hohe Verluste in der VR-Sparte
Die Sparte Reality Labs, verantwortlich für die Entwicklung von Quest-Headsets und Meta Horizon Worlds, hat Quartal für Quartal operative Verluste in Milliardenhöhe verzeichnet. Diese Verluste trugen maßgeblich zur Neuausrichtung des Konzerns bei. Im Jahr 2023 betrug der operative Verlust von Reality Labs 16 Milliarden US-Dollar, nach 13,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022.
Die Umbenennung von Facebook zu Meta im Jahr 2021 spiegelte Zuckerbergs Ambitionen im Bereich des „Metaverse“ wider, einer Zukunftsvision von miteinander verbundenen virtuellen Welten. Horizon Worlds sollte dabei eine zentrale Rolle spielen. (Lesen Sie auch: WhatsApp Marathon Polizei: Einblick in die Polizeiarbeit)
Neuer Fokus auf Künstliche Intelligenz
Mark Zuckerberg will im Rennen um die KI-Zukunft Rivalen wie den ChatGPT-Erfinder OpenAI sowie Google schlagen. Dafür soll Meta in den kommenden Jahren hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren stecken. Die Investitionen in KI sollen sich langfristig auszahlen und Meta eine führende Position im Technologiesektor sichern.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Für Nutzer bedeutet das Ende der 3D-Version von Meta Horizon Worlds, dass sie die Plattform bald nicht mehr über VR-Brillen nutzen können. Stattdessen soll es eine Variante für Smartphones geben. Meta betont jedoch, dass man die virtuelle Realität nicht grundsätzlich aufgebe und weiterhin an neuen VR-Headsets arbeite.
Meta konzentriert sich nun auf KI-Brillen, die weniger klobig sind als herkömmliche VR-Headsets. Über die unter den Marken Ray-Ban und Oakley verkauften Brillen können Nutzer mit der Meta-KI interagieren und ihr zum Beispiel Fragen zu ihrer Umgebung stellen. Die Software soll dank der Brillen sehen und hören, was die Nutzer gerade sehen.
Wie heise.de berichtet, setzt Meta stark auf die Integration von KI in seine Produkte. (Lesen Sie auch: WhatsApp Marathon Polizei: Einblick in die Mannheimer…)
Wie steht Meta im Vergleich zu anderen Unternehmen da?
Im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen wie Apple und Microsoft, die ebenfalls in VR und AR investieren, verfolgt Meta einen anderen Ansatz. Während Apple mit der Vision Pro ein High-End-Produkt für professionelle Anwendungen anbietet, konzentriert sich Meta auf erschwinglichere VR-Headsets und KI-basierte Anwendungen. Microsoft setzt verstärkt auf Augmented Reality für Unternehmen.
Expertenmeinungen zur Neuausrichtung
„Die Entscheidung von Meta, den Fokus auf KI zu verlagern, ist nachvollziehbar“, sagt Dr. Lars Thomsen, Zukunftsforscher bei futureinstitute.de. „Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, zahlreiche Branchen zu revolutionieren, und Meta kann hier eine führende Rolle einnehmen. Die Investitionen in VR waren zwar visionär, aber die Marktdurchdringung blieb bisher hinter den Erwartungen zurück.“
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Meta Horizon Worlds?
Meta Horizon Worlds ist eine virtuelle Realitätsplattform, die von Meta entwickelt wurde. Nutzer können dort eigene Welten erschaffen, Spiele spielen und mit anderen Nutzern interagieren. Die Plattform war zunächst nur über VR-Headsets zugänglich.
Warum stellt Meta die 3D-Version von Horizon Worlds ein?
Die Nutzerzahlen und das Interesse an der 3D-Version von Horizon Worlds blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Sparte Reality Labs verzeichnete hohe Verluste, was zu einer Neuausrichtung des Konzerns führte.
Welche Alternativen gibt es zu Meta Horizon Worlds?
Es gibt verschiedene Alternativen im Bereich der virtuellen Realität, darunter VRChat, Rec Room und verschiedene Spiele mit VR-Unterstützung. Auch andere Unternehmen wie Apple und Microsoft investieren in VR- und AR-Technologien.
Was bedeutet die Neuausrichtung für die Mitarbeiter von Meta?
Die Neuausrichtung könnte Auswirkungen auf die Mitarbeiter von Reality Labs haben. Es ist möglich, dass einige Stellen abgebaut werden oder Mitarbeiter in andere Bereiche des Unternehmens versetzt werden. (Lesen Sie auch: Pierre Littbarski: WM-Film lässt Erinnerungen an 1990)
Wird Meta weiterhin in virtuelle Realität investieren?
Meta betont, dass man die virtuelle Realität nicht grundsätzlich aufgebe. Das Unternehmen plant, weiterhin an neuen VR-Headsets zu arbeiten und diese auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen zuzuschneiden. Der Fokus liegt jedoch verstärkt auf KI-basierten Anwendungen.















