Der öffentliche Nahverkehr in mehreren Bundesländern ist aktuell von Streiks betroffen. Verdi hat die Beschäftigten erneut zum Warnstreik aufgerufen, um in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. In mindestens sechs Bundesländern stehen Busse und Bahnen still.

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Wo wird aktuell im Nahverkehr gestreikt?
Vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sind von den aktuellen Arbeitsniederlegungen betroffen, wie Stern berichtet. Auch in München streiken die Beschäftigten, dort bereits seit gestern. In Nordrhein-Westfalen ist es bereits der zweite Nahverkehrs-Ausstand innerhalb einer Woche. In Sachsen-Anhalt soll der Arbeitskampf vielerorts bis einschließlich Sonntag andauern. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Welche Auswirkungen hat der Nahverkehr Streik aktuell?
Die Warnstreiks führen in den betroffenen Regionen in der Regel zum Ausfall von Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen. Die Deutsche Bahn mit ihren Regionalzügen und S-Bahnen ist von den Streiks nicht betroffen. Auch die Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen werden nicht bestreikt.
Zeitlicher Ablauf
- Beginn der Streiks: In mehreren Bundesländern, darunter Hamburg, NRW und Sachsen-Anhalt.
- Betroffene Verkehrsmittel: Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen fallen aus.
- Ausnahmen: Deutsche Bahn (Regionalzüge, S-Bahnen) und andere Eisenbahnunternehmen sind nicht betroffen.
- Dauer: In Sachsen-Anhalt teilweise bis einschließlich Sonntag.
Warum kommt es zu den Streiks im Nahverkehr?
Es handelt sich um den dritten großflächig koordinierten Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Verdi parallel in allen Bundesländern führt. Dabei geht es meist um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln beispielsweise Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Wie ist der Stand der Tarifverhandlungen?
In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt. Die Gewerkschaftsmitglieder werden dort nun befragt, ob ihnen das Ergebnis ausreicht. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben, dem größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, beginnt heute die nächste Verhandlungsrunde. „In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang“, teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, kürzlich mit. Die Arbeitgeberseite argumentiert mit schwierigen Zeiten. Verdi fordert bundesweit unter anderem Entlastungen für die Beschäftigten.
Die Manteltarifverträge regeln nicht die Höhe des Gehalts, sondern die Rahmenbedingungen der Arbeit, wie Arbeitszeiten und Pausen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Tarifverhandlungen im ÖPNV. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Gibt es auch Bundesländer ohne Streik?
Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, während der nicht gestreikt werden darf. Ob es danach auch in Niedersachsen zu einem Nahverkehr Streik Aktuell kommt, bleibt abzuwarten.
Die aktuellen Streiks im Nahverkehr zeigen, wie angespannt die Situation in den laufenden Tarifverhandlungen ist. Während einige Bundesländer bereits Einigungen erzielen konnten, stehen andere noch am Anfang. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine bundesweite Lösung gefunden werden kann oder ob weitere Arbeitskämpfe drohen. (Lesen Sie auch: öpnv Streik Aktuell: Verdi legt Nahverkehr Lahm)















