Ein Umdenken im Garten ist gefragt: Statt exotischer Zierpflanzen sollten Hobbygärtner auf heimische Wildpflanzen setzen, um Insekten und Schmetterlingen einen Lebensraum zu bieten. Der Begriff „Unkraut“ sollte dabei aus dem Wortschatz gestrichen werden, da diese Pflanzen oft wertvolle Nahrungsquellen darstellen und ein wichtiger Bestandteil eines naturnahen gartens sind.

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Warum sind Wildpflanzen im Garten so wichtig?
Viele vermeintliche „Unkräuter“ wie Löwenzahn, Klee, Brennnessel und Beifuß sind wichtige Futterpflanzen für Insekten. Gezüchtete Zierpflanzen bieten hingegen oft kaum oder gar keinen Nektar und Pollen. Ein naturnaher garten mit Wildpflanzen fördert die Artenvielfalt und trägt zum Erhalt der heimischen Tierwelt bei.
Einsatz-Übersicht
- Förderung der Artenvielfalt durch heimische Pflanzen
- Schutz von Insekten und Schmetterlingen
- Umdenken in der Gartenpflege
- Wertschätzung von Wildpflanzen
Tag des Unkrauts: Ein Anlass zum Umdenken
Anlässlich des Tages des Unkrauts am vergangenen Samstag forderte Margarita Hartlieb von der Universität Wien, den abwertenden Begriff „Unkraut“ zu streichen. Viele Tierarten seien für ihr Überleben auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Das Wort „Unkraut“ lasse aber auf verzichtbare, für nichts wichtige Dinge schließen. Auch Bettina de la Chevallerie, Geschäftsführerin der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG 1822), plädiert für eine Umbenennung in Wildblumen oder Begleitpflanzen. (Lesen Sie auch: Tag des Unkrauts: „Auf jeden Fall gehört…)
Wie kann man einen naturnahen Garten gestalten?
Wer Schmetterlinge und andere Insekten in seinen Garten locken möchte, sollte auf eine vielfältige Bepflanzung mit heimischen Wildpflanzen achten. Dazu gehört, Verblühtes im Herbst nicht sofort zu entfernen, da viele Insekten darin überwintern. Auch der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel ist wichtig, um die Insekten nicht zu gefährden.
Welche Pflanzen sind besonders wertvoll für Insekten?
Wildpflanzen wie Brennnesseln, Klee, Disteln und Natternkopf sind besonders wertvoll für Insekten. Sie bieten Nahrung in Form von Nektar und Pollen und dienen als Lebensraum für Raupen und andere Insektenlarven. Auch blühende Kräuter wie Salbei, Thymian und Oregano sind eine gute Wahl für einen naturnahen garten.
Warum sind exotische Zierpflanzen oft wertlos für Insekten?
Hortensien, Forsythien, Kirschlorbeer und viele einjährige Blumen aus Bau- und Supermärkten sehen zwar hübsch aus, bieten aber ökologisch kaum einen Wert. Sie produzieren wenig oder gar keinen Nektar und Pollen und sind daher für heimische Insekten als Nahrungsquelle ungeeignet. Laut Stern bedeutet die Dominanz solcher Pflanzen in vielen Gärten ein echtes Hungerproblem für Insekten. (Lesen Sie auch: Nasa X-59: Überschalljet Absolviert Bald Mehr Testflüge)
Informieren Sie sich über heimische Wildpflanzen und deren Bedürfnisse. Viele Gärtnereien bieten mittlerweile eine große Auswahl an Wildpflanzen an.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Vorteile eines naturnahen Gartens?
Ein naturnaher Garten fördert die Artenvielfalt, bietet Lebensraum für Insekten und Schmetterlinge und trägt zum Erhalt der heimischen Tierwelt bei. Zudem ist er pflegeleicht und benötigt weniger chemische Pflanzenschutzmittel.
Welche Rolle spielen Wildpflanzen im Ökosystem Garten?
Wildpflanzen dienen als Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Insekten und andere Tiere. Sie tragen zur Bestäubung von Blüten bei und unterstützen die natürliche Schädlingsbekämpfung.
Wie kann ich „Unkraut“ im Garten sinnvoll nutzen?
Viele Wildpflanzen sind essbar und können in der Küche verwendet werden. Löwenzahnblätter eignen sich beispielsweise für Salate, Brennnesseln für Suppen und Beifuß als Gewürz für Fleischgerichte. Gartenfreunde.de bietet Tipps zur Unkrautbekämpfung. (Lesen Sie auch: Raumfahrt: Vor geplanter Nasa-Mondmission – Crew in…)
Wo finde ich Informationen über heimische Wildpflanzen?
Informationen über heimische Wildpflanzen finden Sie in Fachbüchern, im Internet oder bei Naturschutzorganisationen wie dem NABU. Viele Gärtnereien bieten auch eine Beratung zu diesem Thema an.












