Der öpnv Streik sorgt in mehreren Bundesländern für massive Einschränkungen im Nahverkehr. Fahrgäste müssen sich auf Ausfälle von Bussen und Bahnen einstellen, da die Gewerkschaft Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöht.

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Verkehrs-Info
- Massive Einschränkungen im Nahverkehr durch Streiks.
- Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
- Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind nicht betroffen.
- Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt informieren.
Wo wird gestreikt und wie lange dauern die Einschränkungen?
Der aktuelle Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) betrifft vor allem die Bundesländer Hamburg, Nordrhein-Westfalen (NRW) und Sachsen-Anhalt. Aber auch in München, der bayerischen Landeshauptstadt, stehen Busse und Bahnen still. In NRW ist es bereits der zweite Streik in dieser Woche. In Sachsen-Anhalt müssen sich Pendler und Reisende vielerorts bis einschließlich Sonntag auf Ausfälle einstellen. Wie Stern berichtet, fallen in den betroffenen Regionen in der Regel Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen aus.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Autofahrer in den betroffenen Regionen müssen sich auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einstellen. Da viele Pendler auf das Auto umsteigen, sind Staus und längere Fahrzeiten zu erwarten. Besonders betroffen sind die Innenstädte und Hauptverkehrsachsen. Es empfiehlt sich, alternative Routen zu wählen oder auf Randzeiten auszuweichen. Auch Fahrgemeinschaften können eine Möglichkeit sein, die Auswirkungen des Streiks zu minimieren.
Überprüfen Sie vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage und planen Sie gegebenenfalls mehr Zeit ein. Nutzen Sie Apps oder Navigationssysteme, die Staus in Echtzeit anzeigen. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Warum wird gestreikt?
Die Gewerkschaft Verdi führt parallel in allen Bundesländern Tarifverhandlungen für den ÖPNV. Dabei geht es in den meisten Bundesländern um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln beispielsweise Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Laut Verdi sind die Arbeitgeber jedoch wenig kompromissbereit. „In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang“, teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, kürzlich mit.
Welche Alternativen gibt es für Pendler?
Für Pendler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, gibt es einige Alternativen. Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind in der Regel nicht von den Streiks betroffen. Auch Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen verkehren planmäßig. Zudem können Fahrgemeinschaften, Carsharing-Angebote oder das Fahrrad eine Option sein. In einigen Städten werden während des Streiks zusätzliche Busse eingesetzt oder Mitfahrgelegenheiten vermittelt.
Wie geht es weiter?
In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen in den Tarifverhandlungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt, über den die Gewerkschaftsmitglieder nun abstimmen. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben, dem größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, steht die nächste Verhandlungsrunde bevor. Ob und wann es zu weiteren Streiks kommt, hängt vom Verlauf der Verhandlungen ab. In Niedersachsen gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, während der nicht gestreikt werden darf.
Was können Autofahrer tun, um den ÖPNV zu unterstützen?
Auch Autofahrer können einen Beitrag leisten, um den ÖPNV zu unterstützen. Eine Möglichkeit ist, auf Fahrten mit dem eigenen Auto zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sobald der Streik beendet ist. Zudem können Autofahrer durch ihr Wahlverhalten Druck auf die Politik ausüben, um eine bessere Finanzierung des ÖPNV zu erreichen. Ein gut ausgebauter und attraktiver ÖPNV ist nicht nur für Pendler, sondern für die gesamte Gesellschaft von Vorteil. Informationen zur aktuellen Verkehrslage bietet beispielsweise der ADAC. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Häufig gestellte Fragen
Welche Regionen sind aktuell von dem ÖPNV Streik betroffen?
Derzeit sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und München von den Streiks im öffentlichen Personennahverkehr betroffen. Es kommt zu Ausfällen von Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen.

Welche Alternativen habe ich, wenn mein Bus oder meine Bahn nicht fährt?
Als Alternative können Sie auf Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn ausweichen, Fahrgemeinschaften bilden, Carsharing-Angebote nutzen oder das Fahrrad nehmen. Informieren Sie sich über eventuelle Ersatzbusse. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Wie lange werden die Streiks im ÖPNV voraussichtlich dauern?
Die Dauer der Streiks ist unterschiedlich. In Sachsen-Anhalt dauern die Arbeitskämpfe vielerorts bis einschließlich Sonntag. In anderen Bundesländern hängt die Dauer vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab.
Sind auch die Regionalzüge von anderen Anbietern vom ÖPNV Streik betroffen?
Nein, in der Regel sind die Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht von den Streiks betroffen. Diese verkehren weiterhin planmäßig, sodass sie eine gute Alternative darstellen.
Was fordern die Gewerkschaften bei den aktuellen Tarifverhandlungen?
Die Gewerkschaften fordern in den meisten Bundesländern bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der Manteltarifverträge. In einigen Bundesländern wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Verdi setzt sich für die Belange der Beschäftigten ein.
Informieren Sie sich vorab über die Gültigkeit Ihrer Fahrkarte, falls Sie auf alternative Verkehrsmittel ausweichen müssen. Möglicherweise können Sie Ihre Fahrkarte für andere Verbindungen nutzen. (Lesen Sie auch: öpnv Streik Aktuell: Verdi legt Nahverkehr Lahm)













