öpnv Streik Aktuell: Verdi legt Nahverkehr in mehreren Bundesländern lahm
Der öffentliche Nahverkehr steht still: In mindestens sechs Bundesländern hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen-Anhalt, aber auch in Bayerns Hauptstadt München kommt es zu Einschränkungen. Mit dieser Maßnahme erhöht Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen.

+
Wo wird aktuell gestreikt?
Verdi hat die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in mehreren Bundesländern zum Streik aufgerufen. Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfalen, wo es bereits der zweite Ausstand in dieser Woche ist, Hamburg und Sachsen-Anhalt. In Sachsen-Anhalt soll der Arbeitskampf teilweise bis einschließlich Sonntag andauern. Auch in München ruhen seit gestern Busse und Bahnen. Wie Stern berichtet, sind von den Streiks in der Regel Busse, U- und Straßenbahnen betroffen. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Chronologie der Ereignisse
- Verdi ruft zu Warnstreiks im ÖPNV in mehreren Bundesländern auf.
- Schwerpunkt der Aktionen liegt auf NRW, Hamburg und Sachsen-Anhalt.
- In München wird bereits seit dem Vortag gestreikt.
- Die Tarifverhandlungen befinden sich im vierten Monat.
- In Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen gibt es bereits Einigungen oder Kompromisse.
Was sind die Forderungen im aktuellen ÖPNV Streik?
Im Fokus der Tarifverhandlungen stehen in den meisten Bundesländern die sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeiten, Pausenregelungen und die freie Zeit zwischen den einzelnen Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Wie geht es in den Tarifverhandlungen weiter?
Während in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein bereits Einigungen erzielt wurden, steht in Hessen noch die Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder zu einem Kompromiss aus. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), dem größten Nahverkehrsunternehmen Deutschlands, steht die nächste Verhandlungsrunde bevor. Laut Verdi-Vize-Vorsitzender Christine Behle befinde man sich in vielen Ländern – trotz des vierten Monats der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang. Die Arbeitgeberseite hingegen betont die schwierigen Zeiten. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnverkehrsunternehmen sind von den aktuellen Streiks im öffentlichen Personennahverkehr nicht betroffen. Regionalzüge und S-Bahnen verkehren planmäßig.
Welche Rolle spielt Niedersachsen?
Niedersachsen bleibt von den aktuellen Arbeitskämpfen verschont, da dort noch bis Ende März eine Friedenspflicht gilt. Während dieser Zeit sind Streiks nicht zulässig. Die Gewerkschaft Verdi führt die Tarifverhandlungen im ÖPNV parallel in allen Bundesländern. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi bestreikt in mehreren Bundesländern…)
Was bedeutet das für Pendler und Reisende?
Für Pendler und Reisende bedeutet der aktuelle ÖPNV Streik in den betroffenen Regionen massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen fallen in der Regel aus. Es empfiehlt sich, alternative Transportmöglichkeiten zu prüfen oder auf nicht bestreikte Verkehrsmittel wie S-Bahnen und Regionalzüge auszuweichen. Informationen zu den aktuellen Einschränkungen bieten die Webseiten der lokalen Verkehrsbetriebe und Nachrichtensender.
Die erneuten Streiks im öffentlichen Nahverkehr zeigen, dass die Tarifverhandlungen weiterhin festgefahren sind. Ob und wann es zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten. Die kommenden Verhandlungsrunden werden zeigen, ob die Parteien bereit sind, aufeinander zuzugehen und eine Lösung im Sinne der Beschäftigten und der Fahrgäste zu finden. Die Situation bleibt dynamisch, und weitere Streiks sind nicht auszuschließen, solange keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. (Lesen Sie auch: öpnv Streik Aktuell: Verdi legt Nahverkehr Lahm)














