Reifen Abgefahren Strafe? Wer mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer, sondern muss auch mit Konsequenzen rechnen.
Auto-Fakten
- Mindestprofiltiefe: 1,6 mm (gesetzlich vorgeschrieben)
- Empfohlene Profiltiefe: 4 mm (Sommerreifen), 4-5 mm (Winterreifen)
- Auswirkungen: Längerer Bremsweg, Aquaplaning-Gefahr, schlechtere Haftung
- Bußgelder: Bei Unterschreitung der Mindestprofiltiefe drohen Strafen und Punkte in Flensburg
Eine Polizeistreife stoppte am Abend einen 27-jährigen Mercedes Sprinter Fahrer auf der B30 bei Appendorf, weil er mit 121 km/h außerhalb geschlossener Ortschaft unterwegs war, wo nur 100 km/h erlaubt sind. Bei der Kontrolle fielen den Beamten die abgefahrenen Reifen des Transporters auf.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Wer mit Reifen unterwegs ist, die nicht mehr ausreichend Profil aufweisen, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Die genaue Höhe der Strafe hängt vom Ausmaß der Profilunterschreitung und den Begleitumständen ab. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kann die Strafe höher ausfallen.
Überprüfen Sie regelmäßig die Profiltiefe Ihrer Reifen. Ein einfacher Trick ist die 1-Euro-Münze: Verschwindet der goldene Rand im Profil, ist die Profiltiefe noch ausreichend. Ansonsten sollten Sie die Reifen wechseln.

Welche Strafen drohen bei abgefahrenen Reifen?
In Deutschland drohen bei Unterschreitung der Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Wird dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet, erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro. Bei einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer sind es 90 Euro. Die Bußgelder in Österreich und der Schweiz können abweichen. Informationen zum Thema Reifen bietet der ADAC.
Wie kann man abgefahrene Reifen vermeiden?
Regelmäßige Reifenkontrollen sind wichtig. Achten Sie auf Beschädigungen und den Zustand des Profils. Fahren Sie mit dem richtigen Reifendruck, um unnötigen Verschleiß zu vermeiden. Vermeiden Sie zudem aggressive Fahrweise wie starkes Beschleunigen und Bremsen.
Ursprünglich berichtet von: Presseportal (Lesen Sie auch: Unerlaubte Einreise Strafe: Georgier nach Kehl Verurteilt)
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte man die Reifen wechseln?
Neben der Profiltiefe spielt auch das Alter der Reifen eine Rolle. Reifen sollten nicht älter als zehn Jahre sein, da das Gummi mit der Zeit aushärtet und die Haftung nachlässt. Ein Blick auf die DOT-Nummer an der Reifenflanke gibt Auskunft über das Produktionsdatum.
Was passiert bei einem Unfall mit abgefahrenen Reifen?
Bei einem Unfall mit abgefahrenen Reifen kann die Versicherung die Leistung kürzen oder ganz verweigern, wenn der Zustand der Reifen ursächlich für den Unfall war. Zudem drohen strafrechtliche Konsequenzen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. (Lesen Sie auch: Geschwindigkeitskontrolle Wertheim: Zehn Verstöße in einer Stunde)
Gibt es eine Winterreifenpflicht in Österreich?
In Österreich gilt eine situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wie Schnee, Eis oder Schneematsch Winterreifen vorgeschrieben sind. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldstrafen. Informationen dazu gibt es beim österreichischen Portal oesterreich.gv.at.

Wo kann man gebrauchte Reifen entsorgen?
Alte Reifen können beim Reifenhändler, in Werkstätten oder bei Wertstoffhöfen entsorgt werden. Oft ist die Entsorgung beim Kauf neuer Reifen kostenlos. Achten Sie auf eine fachgerechte Entsorgung, um die Umwelt zu schonen. (Lesen Sie auch: Geschwindigkeitskontrolle Wertheim: Zehn Fahrer in einer Stunde…)
Ein regelmäßiger Check der Reifen ist also unerlässlich, um sicher unterwegs zu sein und Strafen zu vermeiden.




