Aufgrund der Eskalation im Nahost-Konflikt organisiert die Bundesregierung eine Rückholaktion Nahost für gestrandete deutsche Touristen. Ein erster Flug soll besonders schutzbedürftige Reisende aus dem Oman nach Deutschland bringen. Betroffen sind Zehntausende Urlauber, deren Rückreise durch Luftraumsperrungen und gestrandete Kreuzfahrtschiffe erschwert wurde.

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Die wichtigsten Fakten
- Erster Rückholflug startet von Maskat, Oman.
- Priorität für Kinder, Kranke und Schwangere.
- Zehntausende Reisende im Nahen Osten betroffen.
- Lufthansa setzt Airbus A340-300 ein.
Rückholaktion Nahost: Wer profitiert?
Die Bundesregierung konzentriert sich bei der Rückholaktion zunächst auf besonders schutzbedürftige Personen. Wie Außenminister Johann Wadephul (CDU) mitteilte, sollen alte, kranke und schwache Menschen sowie Kinder und Schwangere bevorzugt nach Deutschland zurückgebracht werden. Die betroffenen Passagiere müssen allerdings zunächst in den Oman gelangen, was insbesondere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Herausforderung darstellen kann.
Viele Fluggesellschaften haben ihre Flüge in den Nahen Osten aufgrund der aktuellen Spannungen gestrichen oder umgeleitet. Dies betrifft sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende, die nun auf alternative Reisemöglichkeiten angewiesen sind. (Lesen Sie auch: Eskalation in Nahost: Wie Dubais Influencer den…)
Wie gestaltet sich die Organisation vor Ort?
Das Auswärtige Amt hat sein Personal in der Region verstärkt, um die Rückholaktion Nahost zu koordinieren. Die Unterstützung umfasst die Organisation des Transfers zum Flughafen Maskat im Oman. Laut Lufthansa soll ein Airbus A340-300 eingesetzt werden, um die Reisenden nach Deutschland zu fliegen. Weitere Flüge sind geplant, um die übrigen gestrandeten deutschen Staatsbürger zurückzuholen.
Wer ist für den Landweg in den Oman verantwortlich?
Die Reisenden müssen sich selbstständig um die Organisation des Landwegs in den Oman kümmern. Das Auswärtige Amt unterstützt zwar bei der Koordination, jedoch liegt die Verantwortung für die Beschaffung eines Fahrzeugs und die Bewältigung der Strecke bei den Reisenden selbst.
Was bedeutet das für Bürger?
Für deutsche Staatsbürger, die sich derzeit im Nahen Osten aufhalten, bedeutet die Rückholaktion eine große Erleichterung. Allerdings müssen sich viele Betroffene entweder auf einen längeren Aufenthalt einstellen oder versuchen, auf eigene Faust einen Flug von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland zu buchen. Die Bundesregierung appelliert an die Fluggesellschaften, die Preise für diese Flüge nicht übermäßig zu erhöhen. (Lesen Sie auch: Krieg in Nahost: Deutsche Influencer in Dubai:…)
Welche Alternativen gibt es zur Rückholaktion?
Neben der staatlich organisierten Rückholaktion können Reisende versuchen, individuell Flüge von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland zu buchen. Allerdings sind diese Flüge derzeit oft teuer und schnell ausgebucht. Eine weitere Option ist die Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Reiseversicherung, um Unterstützung bei der Organisation der Rückreise zu erhalten.
Kritik an der Bundesregierung
Im Vorfeld der Rückholaktion gab es Kritik an der Bundesregierung, nicht ausreichend für die gestrandeten Urlauber zu tun. Oppositionspolitiker forderten eine schnellere und umfassendere Unterstützung. Die Ankündigung, zunächst nur besonders schutzbedürftige Personen zurückzuholen, stieß ebenfalls auf Kritik, da viele Reisende sich alleingelassen fühlten. Wie die Tagesschau berichtet, wies das Auswärtige Amt die Kritik zurück und betonte, die Rückholaktion sei unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Lösung.

Wie geht es weiter?
Außenminister Wadephul kündigte an, dass in den kommenden Tagen weitere Flüge geplant sind, um alle deutschen Staatsbürger, die aus dem Nahen Osten ausreisen möchten, nach Hause zu bringen. Die Bundesregierung steht in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort, um die Rückholaktion reibungslos zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage in der Region bald beruhigt und der reguläre Flugverkehr wieder aufgenommen werden kann. (Lesen Sie auch: TUI Rückholung: Urlauber Werden aus Nahost Zurückgeholt)















