📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 11.01.2026
Die Warnung vor strengem Frost gilt aktuell für weite Teile Deutschlands. Nach dem Durchzug von Sturmtief „Elli“ hat sich polare Kaltluft über dem Land festgesetzt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Temperaturen zwischen minus 6 und minus 12 Grad, bei klarem Himmel und über Schnee örtlich sogar bis minus 15 oder minus 17 Grad. Besonders kritisch: In der Nacht zum Montag kann gefrierender Regen auf durchgefrorene Böden treffen und zu gefährlichem Blitzeis führen.
Inhaltsverzeichnis
- Wo gilt die Warnung vor strengem Frost?
- Was bedeutet strenger Frost?
- Wetterlage: Wie lange hält der strenge Frost an?
- Tipps: So schützen Sie sich vor strengem Frost
- Gesundheitsschutz bei strengem Frost
- Eingefrorene Wasserleitung: Was tun?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Strenger Frost in Deutschland
Wo gilt die Warnung vor strengem Frost?
Der Deutsche Wetterdienst hat für mehrere Regionen amtliche Warnungen vor strengem Frost herausgegeben. Die Warnstufe 2 (orange) gilt für Temperaturen unter minus 10 Grad.
| Region | Tiefstwerte | Warnstufe |
|---|---|---|
| Bayern (Alpenrand) | bis -15 °C | Stufe 2 (orange) |
| Sachsen, Thüringen | bis -12 °C | Stufe 2 (orange) |
| Brandenburg, Berlin | bis -10 °C | Stufe 2 (orange) |
| Niedersachsen (Heide) | bis -12 °C | Stufe 2 (orange) |
| NRW, Westen | -1 bis -6 °C | Stufe 1 (gelb) |

Tagsüber herrscht in weiten Teilen Deutschlands Dauerfrost mit Höchstwerten zwischen minus 7 und plus 1 Grad. Nur an den Küsten und am Oberrhein werden Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt erreicht.
Was bedeutet strenger Frost?
Der DWD unterscheidet verschiedene Frostwarnstufen. Strenger Frost liegt vor, wenn die Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius fallen. Bei diesen Temperaturen können erhebliche Frostschäden entstehen – an Wasserleitungen, Fahrzeugen und bei längeren Aufenthalten im Freien auch an der Gesundheit.
❄️ Frostwarnstufen des DWD:
- Leichter Frost: 0 bis -2 °C
- Mäßiger Frost: -2 bis -10 °C
- Strenger Frost: unter -10 °C (Warnstufe 2)
- Sehr strenger Frost: unter -15 °C (Warnstufe 3)
Wetterlage: Wie lange hält der strenge Frost an?
Nach der aktuellen DWD-Vorhersage bleibt Deutschland bis Mitte der Woche unter dem Einfluss polarer Kaltluft. Am Sonntag setzt sich die Frostluft mit minus 10 bis minus 1 Grad über fast ganz Deutschland durch. Ab Montag nähert sich von Westen eine neue Wetterfront mit Milderung – doch der Übergang birgt Gefahren.
⚠️ Achtung Blitzeis am Montag:
In der Nacht zum Montag kann gefrierender Regen auf die durchgefrorenen Böden treffen. Besonders in NRW und der Mitte Deutschlands besteht erhöhte Glatteisgefahr. Der DWD warnt vor gefährlichen Straßenverhältnissen.
Tipps: So schützen Sie sich vor strengem Frost
Bei Temperaturen unter minus 10 Grad sollten Hausbesitzer und Mieter besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Der DWD empfiehlt, längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden und sich warm anzuziehen.
Wasserleitungen vor Frost schützen
Eingefrorene Wasserleitungen können platzen und zu teuren Wasserschäden führen. Diese Maßnahmen helfen:
- Heizung nie ganz abstellen: Auch in unbewohnten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 15 °C fallen
- Außenleitungen entleeren: Gartenleitungen und Wasserhähne im Außenbereich vollständig leerlaufen lassen
- Kellerfenster schließen: Kalte Zugluft kann Leitungen in Kellern schnell einfrieren lassen
- Thermostat nicht auf Frostschutz: Die Schneeflocken-Einstellung schützt nur die Heizung, nicht die Wasserleitungen
- Wasserhähne tropfen lassen: Bei extremem Frost verhindert fließendes Wasser das Einfrieren
Auto und Verkehr bei strengem Frost
Der ADAC gibt folgende Tipps für Autofahrer bei strengem Frost:
- Winterreifen: Situative Winterreifenpflicht in Deutschland beachten
- Frostschutzmittel: Scheibenwischwasser und Kühlwasser prüfen
- Batterie: Bei extremer Kälte kann die Autobatterie versagen
- Tank volltanken: Bei langen Staus auf der Autobahn wichtig
- Decken und warme Getränke: Im Auto mitführen
Gesundheitsschutz bei strengem Frost
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder und Obdachlose. Bei strengem Frost drohen Erfrierungen an ungeschützten Körperteilen bereits nach kurzer Zeit im Freien.
- Mehrere Kleidungsschichten: Zwiebelprinzip schützt am besten
- Kopf, Hände, Füße: Besonders gut wärmen – hier geht die meiste Wärme verloren
- Aufenthalte im Freien begrenzen: Bei unter minus 10 Grad nicht länger als nötig draußen bleiben
- Alkohol vermeiden: Erweitert die Blutgefäße und führt zu schnellerem Wärmeverlust

Eingefrorene Wasserleitung: Was tun?
Wenn eine Wasserleitung bereits eingefroren ist, sollten Sie schnell handeln:
- Wasserzufuhr abstellen: Haupthahn zudrehen, um Wasserschäden beim Auftauen zu vermeiden
- Langsam auftauen: Mit warmem Wasser, heißen Tüchern oder einem Heizlüfter – niemals mit offener Flamme!
- Raum heizen: Elektrische Heizung in den betroffenen Raum stellen
- Installateur rufen: Bei Rohrbruch oder Unsicherheit sofort einen Fachmann kontaktieren
🔴 Wichtig bei Rohrbruch:
Bei Schäden an der Inneneinrichtung greift die Hausratversicherung. Für Schäden am Gebäude ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos und melden Sie ihn umgehend.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist strenger Frost laut DWD?
Der Deutsche Wetterdienst spricht von strengem Frost, wenn die Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius fallen. Ab dieser Temperatur gibt der DWD eine amtliche Warnung der Stufe 2 (orange) heraus. Bei Temperaturen unter minus 15 Grad gilt die Warnung vor sehr strengem Frost (Stufe 3).
Wie kalt wird es in der Nacht zum 12. Januar 2026?
In der Nacht zum Montag, 12. Januar 2026, erwartet der DWD Temperaturen zwischen minus 6 und minus 12 Grad. Bei klarem Himmel und über Schnee können die Werte örtlich auf minus 15 bis minus 17 Grad sinken. An den Küsten und im Westen bleibt es mit minus 1 bis minus 6 Grad etwas milder.
Ab wann frieren Wasserleitungen ein?
Wasserleitungen können bereits bei Temperaturen um 0 Grad einfrieren, wenn sie längere Zeit stark auskühlen. Besonders gefährdet sind Rohre in unbeheizten Räumen, an Außenwänden, in Kellern oder Garagen. Bei strengem Frost unter minus 10 Grad steigt das Risiko erheblich. Halten Sie daher immer eine Mindesttemperatur von 15 Grad in allen Räumen mit Wasserleitungen.
Wie lange hält der strenge Frost in Deutschland an?
Nach der aktuellen Vorhersage bleibt es bis Mitte der Woche frostig. Ab Montag nähert sich von Westen mildere Atlantikluft. Der Übergang birgt jedoch Unwetterpotenzial: Gefrierender Regen kann auf die durchgefrorenen Böden treffen und zu gefährlichem Blitzeis führen. Ab Mitte Januar wird eine dauerhafte Milderung erwartet.
Was tun bei eingefrorener Wasserleitung?
Stellen Sie zuerst die Wasserzufuhr ab. Tauen Sie die Leitung langsam mit warmem Wasser, heißen Tüchern oder einem Heizlüfter auf – niemals mit offener Flamme! Heizen Sie den Raum auf. Bei Rohrbruch oder Unsicherheit rufen Sie sofort einen Installateur. Der Schaden ist bei der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung zu melden.
Welche Regionen sind vom strengen Frost besonders betroffen?
Besonders kalt wird es im Süden Deutschlands (Bayern, Alpenrand) mit bis zu minus 15 Grad, im Osten (Sachsen, Brandenburg, Berlin) mit bis zu minus 12 Grad sowie in der Lüneburger Heide. An den Küsten und am Oberrhein bleibt es etwas milder. Die aktuellen Warnungen finden Sie auf dwd.de.
Fazit: Strenger Frost in Deutschland
Die Warnung vor strengem Frost ist ernst zu nehmen. Mit Temperaturen bis minus 17 Grad und der Gefahr von Blitzeis am Montag stehen Deutschland frostige Tage bevor. Schützen Sie Wasserleitungen, heizen Sie ausreichend und vermeiden Sie längere Aufenthalte im Freien. Die aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes finden Sie jederzeit auf dwd.de. Dieser Artikel wird bei neuen Entwicklungen aktualisiert.
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Die Redaktion von mindelmedia-news.de berichtet aktuell über Wetter, Unwetterwarnungen und deren Auswirkungen auf den Alltag. Wir aktualisieren unsere Artikel bei neuen Entwicklungen.
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❄️ Strenger Frost in Deutschland! DWD warnt vor bis zu -17 Grad in der Nacht. Tipps: Wasserleitungen schützen, Heizung nie ganz abstellen, Aufenthalte im Freien begrenzen. Am Montag droht Blitzeis! #Frost #Wetter #DWD
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🥶 Warnung vor strengem Frost! Der Deutsche Wetterdienst meldet Temperaturen bis minus 17 Grad in der Nacht. Besonders gefährdet: Wasserleitungen in Kellern und Garagen. So schützt ihr euch und euer Zuhause vor Frostschäden. Am Montagmorgen droht zudem gefährliches Blitzeis!













