Tauben Zürich: Am Zürcher Hauptbahnhof Stadelhofen hat die Stadt Zürich Tauben durch Wildhüter keulen lassen, was zu Reaktionen in der Bevölkerung führte. Einige Zürcher Bürger äusserten Unverständnis und kritisierten die Massnahme, während andere auf grössere Probleme in der Stadt hinwiesen.
Wildhüter keulen Tauben am Bahnhof Stadelhofen.

Bürger äussern sich zu der Aktion.
Reaktionen auf die Taubenkeulung
Die Tötung der Tauben am Bahnhof Stadelhofen in Zürich löste unterschiedliche Reaktionen aus. Wie Blick berichtet, äußerten einige Passanten ihr Unverständnis. Eine Passantin meinte, dass es in Zürich wichtigere Probleme gebe als Tauben. Sie nannte als Beispiel die vielen Kaugummis auf dem Boden. (Lesen Sie auch: Nach Tötungen in Zürich: «Kaugummis am Boden…)
Andere Zürcher äusserten sich ähnlich. Die Meinungen darüber, ob die Taubenpopulation ein Problem darstellt und ob die Keulung eine angemessene Massnahme ist, gehen auseinander.
Warum werden Tauben in Städten als Problem wahrgenommen?
Tauben in Städten werden oft als Problem betrachtet, weil sie durch ihren Kot Gebäude und öffentliche Plätze verschmutzen. Dies führt zu Reinigungsaufwand und kann Bausubstanz schädigen. Zudem können grosse Taubenpopulationen als Belästigung empfunden werden und gesundheitliche Bedenken hervorrufen, obwohl das Risiko einer Krankheitsübertragung gering ist. Massnahmen zur Taubenabwehr sind daher in vielen Städten ein Thema.
Einsatz-Übersicht
- Taubenkeulung am Bahnhof Stadelhofen
- Reaktionen der Bevölkerung gespalten
- Kritik an der Verhältnismässigkeit der Massnahme
- Hinweis auf andere städtische Probleme
Welche Alternativen zur Taubenkeulung gibt es?
Es gibt verschiedene tierfreundlichere Alternativen zur Taubenkeulung. Dazu gehören beispielsweise das Anbringen von Taubenabwehrsystemen an Gebäuden, wie Spikes oder Netze, um den Tauben das Landen zu erschweren. Eine weitere Möglichkeit ist die Reduktion des Nahrungsangebots durch Aufklärung der Bevölkerung und das Reinigen von Plätzen, um Futterquellen zu minimieren. Auch die Förderung von natürlichen Feinden der Tauben, wie Greifvögel, kann eine langfristige Lösung sein. Einige Städte setzen zudem auf betreute Taubenschläge, in denen die Eier der Tauben gegen Gipseier ausgetauscht werden, um die Population auf humane Weise zu kontrollieren. Die Stadt Zürich setzt auf das sogenannte Zürcher Taubenmodell. Mehr Informationen dazu auf der Seite der Stadtpolizei Zürich. (Lesen Sie auch: Pallas Kliniken Busse: Ärzte Zahlen Wegen Pflichtverletzung)
Das Zürcher Taubenmodell
Die Stadt Zürich verfolgt ein sogenanntes Taubenmodell, das darauf abzielt, die Population auf eine verträgliche Weise zu regulieren. Ein Bestandteil dieses Modells ist die Betreuung von Taubenschlägen, in denen die Tiere artgerecht gefüttert werden und ihre Eier gegen Gipseier ausgetauscht werden, um die Vermehrung zu kontrollieren. Durch dieses Konzept soll die Taubenpopulation langfristig stabilisiert und die Belastung durch die Tiere reduziert werden. Die Keulung stellt laut Angaben der Stadt Zürich eine Ergänzung zu diesem Modell dar, um akute Probleme zu lösen.
Die Taubenpopulation in Städten ist oft auf das reichhaltige Nahrungsangebot und die wenigen natürlichen Feinde zurückzuführen. Dies führt zu einer unnatürlich hohen Anzahl an Tauben, die wiederum zu Konflikten mit den Bewohnern führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Warum werden Tauben in Zürich reguliert?
Die Taubenpopulation in Zürich wird reguliert, um die durch die Tiere verursachten Verschmutzungen und Schäden an Gebäuden zu minimieren. Eine unkontrollierte Population kann zu erheblichen Problemen im öffentlichen Raum führen.
Welche Rolle spielen Taubenschläge bei der Populationskontrolle in Zürich?
Taubenschläge dienen als zentrale Fütterungs- und Brutplätze, in denen die Eier der Tauben gegen Gipseier ausgetauscht werden. Dies reduziert die Anzahl der Jungtiere und trägt dazu bei, die Population auf humane Weise zu kontrollieren. (Lesen Sie auch: Dario Trutmann kehrt zum EHC Biel zurück:…)
Welche gesundheitlichen Risiken gehen von Tauben aus?
Obwohl das Risiko einer direkten Krankheitsübertragung von Tauben auf den Menschen gering ist, können ihre Exkremente Allergien auslösen und indirekt zur Verbreitung von Krankheitserregern beitragen. Eine regelmässige Reinigung ist daher wichtig.
Wie können Bürgerinnen und Bürger zur Reduktion der Taubenpopulation beitragen?
Bürger können dazu beitragen, die Taubenpopulation zu reduzieren, indem sie Tauben nicht füttern und darauf achten, keine Essensreste im öffentlichen Raum zu hinterlassen. Dies entzieht den Tieren eine wichtige Nahrungsquelle.






