Pünktlich zum Kinostart des zweiten Films offenbart „Der Teufel trägt Prada“-Star Vanessa Williams nun die tragische Geschichte hinter ihrem aktuellen Musical-Engagement in London. Ein plötzlicher Todesfall überschattete ihren Triumph als Miranda Priestly.
Der Hype um Miranda Priestly (gespielt von Meryl Streep, 76), die Chefredakteurin des fiktiven Modemagazins „Runway“, erreicht in diesem Jahr seinen absoluten Höhepunkt: Während die lang ersehnte Fortsetzung von „Der Teufel trägt Prada“ am 30. April 2026 in den deutschen Kinos startet, dürfen sich Musical-Fans hierzulande auf ein weiteres Highlight freuen. Im Dezember wird das gleichnamige Musical im Stage Theater Neue Flora in Hamburg seine Premiere feiern und den Glamour der New Yorker Modewelt nach Deutschland bringen.
Aktuell wird die Musical-Adaption noch im Londoner West End aufgeführt – mit „Desperate Housewives“-Star Vanessa Williams, 63, in der Hauptrolle. Was das Publikum im Theatersaal allerdings nicht ahnt: Für die Schauspielerin ist jede Vorstellung auch ein Akt der Heilung nach einem traumatischen Erlebnis.
Wie eine Deutsche Dogge Vanessa Williams wieder Hoffnung gab
Im Dezember 2024 war Williams‘ Mutter Helen, eine leidenschaftliche Musiklehrerin, nach London gereist, um den wohl stolzesten Moment im Leben ihrer Tochter mitzuerleben: die Premiere als Miranda Priestly. Doch noch in London starb Helen an den Folgen eines akuten Leberversagens im Alter von 85 Jahren. „Meine Mutter starb hier, nachdem sie zur Premiere gekommen war, das war traumatisch“, erinnert sich Vanessa Williams im Gespräch mit „Hello!“-Redakteurin Sophie Hamilton Anfang April 2026.
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Inmitten dieses Schmerzes fand sie ausgerechnet auf der Bühne einen Zufluchtsort. „Ich habe keine Vorstellung verpasst, weil mich das [Auftreten] fokussiert und abgelenkt hat“, erklärt die 63-Jährige. Zum Interview erscheint Williams mit ihrer Deutschen Dogge Roscoe, der für die US-Amerikanerin weit mehr als „nur“ ein Haustier ist. Der sechsjährige Rüde trägt eine blaue Marke an seinem Halsband; sein offizielles Abzeichen als Tier zur emotionalen Unterstützung.
Heilung auf vier Pfoten
Als nur sechs Wochen nach dem Verlust ihrer Mutter auch noch Williams‘ zweiter Hund, Roscoes Schwester, verstarb, wurde der Verlust unerträglich. Vanessa Williams brachte ihren treuen Begleiter also aus ihrer Heimat in New York nach London. „Ich brauchte ihn, um meinen Kopf freizubekommen“, erklärt die Sängerin. Seitdem ist Roscoe fester Bestandteil ihres Theateralltags; er schläft in ihrer Garderobe auf einem großen Bett und hört über die Lautsprecheranlage zu, während sein Frauchen als unnahbare Mode-Ikone auf der Bühne steht.
Trotz seiner Größe – Passant:innen vergleichen ihn oft fasziniert mit einem Pferd – ist Roscoe für Williams ein verletzliches Wesen, das ihre Nähe ebenso braucht wie sie die seine. „Er ist es nicht gewohnt, allein zu sein. Er braucht viel Aufmerksamkeit“, schildert die Schauspielerin die tiefe Symbiose zwischen ihnen.
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Während Vanessa Williams sich darauf vorbereitet, ihr Londoner Engagement im Oktober zu beenden und das Stück hoffentlich an den Broadway zu bringen, bleibt die Erinnerung an ihre Mutter untrennbar mit der Produktion verbunden. Roscoe schenkt ihr dabei das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, das sie nach dem traumatischen Verlust in der britischen Hauptstadt so dringend benötigte.
Verwendete Quelle: hellomagazine.com

