Du hast bestimmt schon gemerkt, wie authentisch die Kulissen wirken. Die Straßen, die Gebäude, die ganze Atmosphäre – sie transportieren dich direkt in die Ermittlerwelt. Doch wo entstehen diese Bilder eigentlich?
Der Film „Der vierte Mann“ ist ein Crossover zwischen SOKO Wien und SOKO Leipzig. Die Erstausstrahlung war am 2. November 2019 (ORF 1) und 8. November 2019 (ZDF). Das Drehbuch basiert auf der wahren Geschichte um Rudolfine Steindling, die „Rote Fini“.
Dieser besondere Fall verbindet zwei Ermittlerteams. Die Handlung beginnt mit der Entführung des Stargeigers Philipp Baumgarten in Leipzig. Seine wertvolle Geige verschwindet ebenfalls.
Die Kollegen aus Wien und Leipzig arbeiten erstmals grenzüberschreitend zusammen. Der Fall reicht tief in die DDR-Österreich-Geschäfte und die Vergangenheit zurück. Er verknüpft die Zeit des Kalten Krieges mit der Gegenwart.
Analysiere jetzt die detaillierten Drehorte und die Produktion. Erfahre mehr über die aktuellen Sendetermine der SOKO Wien. Die folgenden Abschnitte liefern dir präzise Informationen.
SOKO Wien vs. SOKO Leipzig: Zwei Serien, zwei Welten
Seit vielen Jahren ermitteln spezialisierte Kommissare in verschiedenen deutschen und österreichischen Metropolen. Das Franchise begann 1978 mit der Mutterserie aus Bayern.
Diese bildet das Fundament für ein ganzes Universum an Krimiserien. Aktuell sind sieben Ableger auf Sendung. Dazu zählen Formate aus Köln, Wismar und Stuttgart.
Ehemalige Teams ermittelten in Kitzbühel, Hamburg und am Rhein-Main. Ein Spezialfall ist „Solo für Sudmann“ von 1997.
Zwei der langlebigsten und kontrastreichsten Serien stehen im Mittelpunkt. Analysiere ihre Unterschiede in dieser Übersicht.
| Vergleichskriterium | SOKO Wien (seit 2005) | SOKO Leipzig (seit 2001) |
|---|---|---|
| Setting & Atmosphäre | Internationale Metropole mit imperialer Geschichte. Elegante Boulevards und das Donau-Ufer prägen das Bild. | Ostdeutsche Großstadt mit industriellem Erbe und lebendiger Kunstszene. Die Vergangenheit ist oft spürbar. |
| Ermittler-Team | Das Team wird von einer erfahrenen Chefin geleitet. Die Kollegen kombinieren österreichische Gelassenheit mit Scharfsinn. | Ein pragmatischer Hauptkommissar führt die Ermittlungen. Seine Kollegen sind bekannt für direkte, sachliche Art. |
| Lokale Besonderheiten | Fälle nutzen oft historische Gebäude und die internationale Diplomaten-Szene. Die Donau ist ein wiederkehrendes Element. | Handlungen greifen auf Industriebrachen, die Kunst- und Musikszene rund um das Gewandhaus zurück. Die DDR-Vergangenheit ist ein Thema. |
| Mentalität & Stil | Ermittlungsstil ist oft diplomatischer und vernetzter. Die Zeit wird für strategische Vorbereitung genutzt. | Arbeitsweise ist direkt und forsch. Die Ermittler gehen konfrontativer vor und setzen auf Tempo. |
Beide Serien blicken auf eine lange Zeit zurück. Die Kommissare aus Sachsen ermitteln seit über zwanzig Jahren. Das Team aus Österreich ist seit mehr als fünfzehn Jahren im Einsatz.
Dieser etablierte Status macht sie zu festen Größen im ZDF-Programm. Sie genießen eine treue Fangemeinde.
Der Reiz liegt im Kontrast. Die kühle, analytische Art der einen Ermittler trifft auf die intuitive, charmante Herangehensweise der anderen. Ein Fall, der beide Welten verbindet, war daher nur eine Frage der Zeit.
2019 war es soweit. „Der vierte Mann“ brachte die Teams zum ersten Mal zusammen. Es war das ersten Mal einer grenzüberschreitenden Kooperation für diese Kollegen.
Der Crossover-Fall nutzt diese Gegensätze geschickt. Die Entführung eines Stargeigers und das Verschwinden seiner wertvollen Geige zwingen die unterschiedlichen Mentalitäten zur Zusammenarbeit. Das Opfer und der verschwundene Mann verknüpfen die Handlung.
Ein früheres Crossover-Event fand 2013 statt. „SOKO – Der Prozess“ vereinte damals andere Teams aus dem Franchise. Solche Specials wecken großes Interesse bei Fans.
Verstehe nun, wie diese beiden Serienwelten aufgebaut sind. Der nächste Abschnitt zeigt dir, wo der historische Crossover genau gedreht wurde.
„Der vierte Mann“: Drehorte des historischen Crossover-Events
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Die Produktion des Crossover-Events „Der vierte Mann“ folgte einem präzisen Zeitplan an zwei Drehorten. Dokumentiere diese Fakten für deine Analyse.
Die Dreharbeiten in der österreichischen Hauptstadt fanden vom 4. bis zum 17. Dezember 2018 statt. In der sächsischen Metropole drehte man vom 4. bis zum 12. April 2019.
Verantwortlich zeichneten die Produktionsfirmen Satel Film und UFA Fiction. Der Auftrag kam vom ZDF und ORF.
Dreharbeiten in Wien: Vom Prater zur Werkstatt
Die Donau-Metropole diente als Schauplatz für zentrale Handlungsstränge. Ein klassischer Ausgangspunkt war der Wiener Prater.
Der bedeutendste Ort war jedoch die Werkstatt des Geigenbauers. Diese Kulisse ist integraler Bestandteil der Geschichte.
Der Geigenbauer fertigte die wertvolle Geige für den Stargeiger Philipp Baumgarten. Sein Handwerk verbindet beide Städte.
Die narrative Funktion ist klar. Die Wiener Ermittler finden den Geigenbauer schwer verletzt vor. Dieser Angriff ist ein Schlüsselmoment.
Die Werkstatt ist kein beliebiger Ort. Sie symbolisiert Tradition und die Verbindung zwischen Musiker und Instrument.
Dreharbeiten in Leipzig: Gewandhaus und düstere Vergangenheit
In der Messestadt konzentrierten sich die Aufnahmen auf einen symbolträchtigen Ort. Das Gewandhaus diente als Kulisse.
Analysiere seine doppelte Funktion. Es ist Ort des Konzerts und Schauplatz der Entführung.
Der Stargeiger Philipp Baumgarten tritt hier auf. Nach dem Konzert wird der Musiker entführt.
Seine wertvolle Geige verschwindet ebenfalls. Diese Tat initiiert die gesamte Ermittlung.
Stelle die Figur des Kurt Lehrmann vor. Er ist Hausmeister des Leipziger Gewandhauses.
Seine Verbindung zu diesem Ort ist entscheidend. Der Entführer nutzt seine Kenntnis der Räumlichkeiten.
Die düstere Vergangenheit wird filmisch umgesetzt. Das Gewandhaus steht für Kultur, doch unter der Oberfläche lauert Verbrechen.
Ein weiterer Handlungsstrang spielt in der österreichischen Hauptstadt. Ein pensionierter Bankier wird ermordet.
Die Täterbeschreibung passt auf Lehrmann. Dies verknüpft die Verbrechen in beiden Städten.
Der Bankier wird zum Opfer einer größeren Verschwörung. Seine Rolle im Fall ist zentral.
Erkenne die filmische Referenz. Der Titel „Der vierte Mann“ spielt auf den Klassiker „Der dritte Mann“ (1949) an.
Beide Werke nutzen Wien als Spielort. Eine wiederkehrende Melodie unterstreicht diese Hommage.
Die Drehorte sind nie nur Kulisse. Die Geigenbauer-Werkstatt, das Gewandhaus und die Tatorte sind Handlungsträger.
Verknüpfe die physischen Orte mit den entscheidenden Momenten. Die Entführung geschieht am Gewandhaus.
Der Angriff auf den Geigenbauer findet in seiner Werkstatt statt. Der Mord am Bankier vollzieht sich in Wien.
Jeder Ort treibt die Ermittlung voran. Die Teams von SOKO Leipzig und SOKO Wien folgen diesen Spuren.
Hinter den Kulissen: Produktion und wahre Geschichte
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Hinter den sorgfältig inszenierten Kulissen von „Der vierte Mann“ verbirgt sich eine wahre Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges. Analysiere jetzt die historischen Fakten und die Produktionsdetails.
Erkenne die Verbindung zwischen Realität und Fiktion. Das Drehbuch nutzt reale Ereignisse als Fundament.
Die wahre Inspiration: Die „Rote Fini“ und DDR-Millionen
Die Handlung basiert auf historischen Vorgängen. Im Zentrum steht die Wiener Geschäftsfrau Rudolfine Steindling.
Sie trug den Spitznamen „Rote Fini“. Ihre Rolle im DDR-Außenhandel war bedeutend.
Steindling soll tatkräftig bei betrügerischen Geschäften mitgewirkt haben. Diese fanden zwischen der DDR und Österreich statt.
Ein Millionenvermögen der DDR verschwand im Zuge dieser Transaktionen. Bis heute bleibt es unauffindbar.
Diese reale Vergangenheit dient als Grundlage für den fiktionalen Fall. Die Opfer in der Serie sind in ähnliche Geschäftsverbindungen verstrickt.
Der pensionierte Bankier und der Geigenbauer verkörpern diese Verstrickung. Ihre Schicksale spiegeln die historischen Machenschaften wider.
Vergleiche die reale Geschichte mit der fiktionalen Umsetzung. Diese Tabelle zeigt die entscheidenden Parallelen.
| Aspekt | Wahre Geschichte (Historisch) | Fiktionaler Fall („Der vierte Mann“) |
|---|---|---|
| Zentrale Figur | Rudolfine Steindling, die „Rote Fini“ (Wiener Geschäftsfrau) | Kurt Lehrmann (Hausmeister) & pensionierter Bankier als Schlüsselfiguren |
| Historischer Kontext | Betrügerische Geschäfte im DDR-Österreich-Außenhandel während des Kalten Krieges | Verbrechen mit Wurzeln in der DDR-Österreich–Vergangenheit |
| Finanzieller Verlust | Verschwundenes Millionenvermögen der DDR, nie wiedergefunden | Raub und Erpressung rund um eine wertvolle Geige und alte Geschäfte |
| Modus Operandi | Komplexe Handelsbetrügereien und Geldwäsche über Grenzen hinweg | Entführung, Mord und Diebstahl, die zwei Ermittlerteams zusammenführen |
| Zeitliche Ebene | Ereignisse liegen mehrere Jahre bis Jahrzehnte zurück | Die Vergangenheit holt die Charaktere in der Gegenwart ein |
Mentalitätsclash: Der Reiz der Zusammenarbeit vor der Kamera
Das ersten Mal der Zusammenarbeit brachte besondere Dynamik. Die Schauspielerin Lilian Klebow analysierte dies im Interview.
Sie spielte Penny Lanz im Film. Klebow erläuterte die erwarteten Mentalitätsunterschiede.
„Das ist auch genau das, was sich die Leute erwarten: Die Piefke-Ösi-Mentalitätsunterschiede geben ja immer noch etwas her.“
Dieser Clash prägte die Inszenierung vor der Kamera. Die unterschiedlichen Ermittlungsstile wurden kontrastiert.
Die pragmatischen Ermittler aus dem Osten trafen auf die vernetzten Kollegen aus Österreich. Die Produktion forderte Koordination zwischen zwei Teams.
Es war ein komplexes Projekt. Die Dreharbeiten fanden an zwei Standorten statt.
Die Medienresonanz fiel gemischt aus. Beachte diese unterschiedlichen Bewertungen.
- Neue Osnabrücker Zeitung: Lobte den Film und die Darstellung von Thorsten Merten als Täter.
- Julian Miller (Quotenmeter.de): Kritisierte den Film als „langatmig, handlungsarm, unpsychologisch“.
- Maximilian Haase (prisma.de): Befand, die Mischung aus Teams und Geschichte funktioniere.
Das Publikumsinteresse war dennoch enorm. Die Einschaltquote beweist dies.
Am 8. November 2019 verfolgten 5,79 Millionen Zuschauer die Ausstrahlung im ZDF. Das entsprach einem Marktanteil von 19,8%.
Diese Quote belegt den Erfolg des Konzepts. Die Verbindung von Zeitgeschichte und Krimi-Format zog Massen an.
Analysiere abschließend, warum diese Kombination funktioniert. Der nächste Abschnitt zieht das Fazit.
Fazit: Warum die Drehorte mehr als nur Kulisse sind
Der Crossover-Film beweist, wie Location zum Handlungsträger wird. Die Schauplätze in „Der vierte Mann“ sind narrative Treiber.
Prater, Geigenbauer-Werkstatt und Gewandhaus erfüllen handlungsentscheidende Funktionen. Sie verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart.
Die erfolgreiche Verknüpfung zweier Serienuniversen gelingt durch diesen Fall. Die wahre Geschichte um die „Rote Fini“ und DDR-Millionen integriert sich perfekt.
Der Mentalitätsclash zwischen den Ermittler-Teams wirkt authentisch und unterhaltsam. Die Kollegen aus verschiedenen Jahren der Tradition finden zusammen.
Im Kontext des 30-jährigen Mauerfall-Jubiläums erhält der Film besondere Bedeutung. Die hohen Einschaltquoten belegen die Publikumsakzeptanz.
Fans der Reihe sollten dieses Special unbedingt sehen. Es zeigt beide Teams in Aktion und bietet tiefere Einblicke.
Die Drehort-Recherche bleibt für ein vollständiges Verständnis relevant. Sie offenbart die verborgene Dimension der Serie.
Der Erfolg von „Der vierte Mann“ macht weitere Crossover-Projekte wahrscheinlich. Die Zeit ist reif für neue grenzüberschreitende Fälle.