Deutsche Brauer können mehr als nur Bier! Sie fordern den Getränkegiganten Coca-Cola heraus. Cola-Mix-Getränke boomen, und Brauereien wie Gold Ochsen, Darmstädter Privatbrauerei oder Flensburger Brauerei wittern ihre Chance. Mit Retro-Design und Nostalgie wollen sie vor allem junge Leute ansprechen, die weniger Alkohol trinken.

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Brauer gegen Coca-Cola: Ein ungleiches Duell?
Coca-Cola ist ein Global Player, gegen den deutsche Brauereien wie Zwerge wirken. Doch die Brauer lassen sich davon nicht abschrecken. Sie setzen auf Cola-Mix-Getränke, um ihre Anlagen besser auszulasten und neue Zielgruppen zu erschließen. Der Markt für Cola-Mix ist größer als der für alkoholfreies Bier, was die Sache zusätzlich reizvoll macht. (Lesen Sie auch: Brauer Können mehr als Bier: Spezi und…)
Ergebnis & Fakten
- Cola-Mix-Getränke sind im Handel größer als alkoholfreie Biere.
- Brauereien nutzen Cola-Mix, um Anlagen besser auszulasten.
- Retro-Design soll junge Konsumenten ansprechen.
- Paulaner verteidigt sein Spezi-Design gerichtlich.
Retro-Welle: Warum setzen Brauer auf Nostalgie?
Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Retro-Design. Paulaner zog bereits zweimal vor Gericht, um sein Farbwellen-Etikett zu schützen. Veltins setzt auf ein Schallplatten-Design, um den Nostalgie-Trend zu bedienen. Die Strategie zielt darauf ab, junge Leute anzusprechen, die weniger Alkohol konsumieren. Wie Stern berichtet, nutzen die Brauer damit ein Erfolgsrezept aus den Nachkriegsjahrzehnten.
Wie Spezi den Markt aufmischt
Paulaner hat mit Spezi einen großen Erfolg im Cola-Mix-Segment erzielt. Der Erfolg von Spezi ist so groß, dass andere Brauereien auf den Zug aufspringen wollen. Die Konkurrenz belebt das Geschäft, und die Verbraucher profitieren von einer größeren Auswahl. Ob die Brauer dem Giganten Coca-Cola wirklich gefährlich werden können, bleibt abzuwarten. (Lesen Sie auch: Nel Asa Aktien im Fokus: Was steckt…)
Was bedeutet das für den Verbraucher?
Für den Verbraucher bedeutet der Trend zu Cola-Mix-Getränken eine größere Auswahl. Die Brauer locken mit Aktionsangeboten im Handel, um ihre Produkte schmackhaft zu machen. Ob Spezi von Paulaner, Remix von Veltins oder die Cola-Mix-Getränke anderer Brauereien – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Preise für Cola und Cola-Mixgetränke sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. So kostete ein Liter Cola im Mai 2023 durchschnittlich 1,16 Euro, im Mai 2024 waren es schon 1,57 Euro. Cola-Mix verteuerte sich im gleichen Zeitraum von 1,62 Euro auf 1,62 Euro. Laut dem Statistischen Bundesamt entspricht das einer Steigerung von rund 35 bzw. 31 Prozent.
In den Nachkriegsjahrzehnten füllten Brauereien Getränke für Coca-Cola und Pepsi ab. Später zogen die US-Getränkeriesen die Abfüllung an sich. Nun kehren die Brauereien in den Markt zurück. (Lesen Sie auch: Nel Asa Aktien im Fokus: Was Anleger…)
Cola-Mix: Ein Blick zurück
Niklas Other, Herausgeber des Branchenfachmagazins „Inside“, erklärt, dass die Brauer mit dem Einstieg in den Cola-Mix-Markt ein Erfolgsrezept aus den Nachkriegsjahrzehnten nutzen. Damals füllten Brauereien und andere Hersteller in Deutschland Getränke für Coca-Cola und Pepsi ab und waren so „Ausbauhelfer“. Die US-Getränkeriesen zogen die Abfüllung dann an sich. „Damit war das weg vom Biergeschäft und jetzt kommen die Brauereien wieder zurück“, so Other. Die Flensburger Brauerei beispielsweise bietet ihren „Flens Mix Cola Orange“ in der ikonischen Bügelverschlussflasche an. Ein Pfandautomat lehnte eine solche Flasche jedoch ab, woraufhin der Kunde 10 Euro als Finderlohn auslobte (NDR berichtete). Der Fall landete unter dem Aktenzeichen azu 4 OWi 357/23 und azins 430 Js 8951/23 bei der Staatsanwaltschaft.
Fazit
Die Brauer fordern Coca-Cola heraus und setzen auf Cola-Mix-Getränke. Mit Retro-Design und dem Fokus auf junge Konsumenten wollen sie Marktanteile gewinnen. Ob sie damit Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten. Für den Verbraucher bedeutet der Trend eine größere Auswahl und möglicherweise günstigere Preise. (Lesen Sie auch: Nel Asa Aktien im Fokus: Analysten sehen…)






