Heuschrecken: Kleine Krabbler, große Bedeutung – Was Sie über die Vielfalt der Heuschrecken Arten wissen sollten
Heuschrecken sind weit mehr als nur lästige Zirper. Diese faszinierenden Insekten sind wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Natur. Während einige Arten vom Aussterben bedroht sind, profitieren andere vom Klimawandel und breiten sich aus.
| Event | Überblick über Heuschrecken |
| Ergebnis | Ein Drittel der Arten in Deutschland gefährdet, andere profitieren vom Klimawandel |
| Datum | 17. April (Jahrestagung der DGfO) |
| Ort | Naturkundemuseum Karlsruhe |
| Schlüsselmomente | Diskussion über Verschwinden lokaler Arten und Möglichkeiten zur Wiederansiedlung |
Was zeichnet Heuschrecken aus?
Die meisten Heuschrecken besitzen Flügel, die bei einigen Arten jedoch reduziert sein können. Charakteristisch sind ihre kauend-beißenden Mundwerkzeuge und die arttypischen Geräusche. Langfühlerschrecken erzeugen diese, indem sie ihre Flügel aneinander reiben, während Kurzfühlerschrecken ihre Beine an den Flügeln entlangbewegen. Ein kräftiges Gebiss haben sie auch, wer sie schon mal ärgern wollte, kennt das.

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- Heuschrecken: Kleine Krabbler, große Bedeutung – Was Sie über die Vielfalt der Heuschrecken Arten wissen sollten
- Heuschrecken-Experten tagen in Karlsruhe
- Wie viele Heuschreckenarten gibt es in Europa und Deutschland?
- Gefährdung der Heuschrecken: Ein Drittel der Arten betroffen
- Der Warzenbeißer: Insekt des Jahres 2026
- Was bedeutet das für die Zukunft der Heuschrecken?
Die wichtigsten Fakten
- In Europa leben über 1.000 Heuschreckenarten.
- In Deutschland kommen rund 80 Heuschreckenarten vor.
- Etwa ein Drittel der Heuschreckenarten in Deutschland gilt als gefährdet.
- Die Europäische Gottesanbeterin breitet sich aufgrund des Klimawandels aus.
Heuschrecken-Experten tagen in Karlsruhe
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie (DGfO) widmet sich intensiv der Erforschung von Heuschrecken. Ab dem 17. April treffen sich Expertinnen und Experten zur Jahrestagung im Naturkundemuseum Karlsruhe. Dort diskutieren sie über das Verschwinden lokaler Arten und Möglichkeiten zur Wiederansiedlung, wie Museumsdirektor Martin Husemann erklärt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Rettung: Neuer Plan zur Freilassung vor…)
Wie viele Heuschreckenarten gibt es in Europa und Deutschland?
Laut der DGfO existieren in Europa derzeit mehr als 1.000 Heuschreckenarten und 49 Fangschreckenarten. In Deutschland sind es rund 80 Heuschreckenarten und eine Fangschreckenart, nämlich die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) bietet weitere Informationen zu den verschiedenen Arten und ihren Lebensräumen.
Gefährdung der Heuschrecken: Ein Drittel der Arten betroffen
Nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) gilt etwa ein Drittel der Heuschreckenarten in Deutschland als bestandsgefährdet. Einige Arten kommen nur in sehr begrenzten Gebieten vor, beispielsweise auf Truppenübungsplätzen, so Museumsdirektor Husemann. Die Europäische Gottesanbeterin hingegen ist in der Roten Liste als „ungefährdet“ eingestuft und breitet sich seit etwa 20 Jahren aufgrund des Klimawandels in Deutschland immer weiter aus. Ursprünglich war sie nur in Süddeutschland zu finden. (Lesen Sie auch: Neue Alzheimer Medikamente: Mehr Schaden als Nutzen?)
Der Warzenbeißer: Insekt des Jahres 2026
Der Warzenbeißer, ein Insekt, das zum Insekt des Jahres 2026 gekürt wurde, verdankt seinen Namen einer alten Tradition. Wie Stern berichtet, wurde er früher zur Behandlung von Warzen eingesetzt. Obwohl Heuschrecken über kräftige Beißwerkzeuge verfügen, beißen sie Menschen üblicherweise nicht, wie Husemann betont.
Die Europäische Gottesanbeterin profitiert vom Klimawandel und breitet sich in Deutschland aus. Ursprünglich nur im Süden beheimatet, findet sie nun auch in nördlicheren Regionen geeignete Lebensräume. (Lesen Sie auch: Prozess in Ellwangen: Koranlehrer soll Kinder missbraucht…)
Was bedeutet das für die Zukunft der Heuschrecken?
Die Jahrestagung der DGfO im Naturkundemuseum Karlsruhe bietet eine wichtige Plattform, um über den Schutz und die Förderung der Heuschreckenpopulationen zu diskutieren. Es bleibt zu hoffen, dass die erarbeiteten Maßnahmen dazu beitragen, den Rückgang gefährdeter Arten zu stoppen und die Artenvielfalt zu erhalten. Das Bundesamt für Naturschutz setzt sich ebenfalls für den Erhalt der Artenvielfalt ein.
Der Schutz von Lebensräumen und die Anpassung an den Klimawandel sind entscheidende Faktoren, um die faszinierende Welt der Heuschrecken auch für zukünftige Generationen zu bewahren. (Lesen Sie auch: Ellwangen Missbrauch: Koranlehrer vor Gericht – Was…)






