Käse Konsum Deutschland steigt, Milchverbrauch sinkt
Der Käse Konsum in Deutschland hat ein neues Rekordhoch erreicht, während der Milchkonsum weiter sinkt. Laut vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stieg der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Käse im Jahr 2025 auf 26,4 Kilogramm – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Milch auf 45,1 Kilogramm.

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Die wichtigsten Fakten
- Käsekonsum erreichte 2025 mit 26,4 kg pro Kopf ein neues Rekordhoch.
- Butterkonsum stieg auf 5,6 kg pro Kopf.
- Milchkonsum sank auf 45,1 kg pro Kopf.
- Milchproduktion in Deutschland stieg leicht an.
Wie erklärt sich der gestiegene Käse Konsum in Deutschland?
Der gestiegene Käse Konsum in Deutschland lässt sich auf die wachsende Beliebtheit von Käseprodukten zurückführen. Besonders Frischkäse, Schnitt- und Hartkäse erfreuen sich großer Nachfrage. Laut BZL stieg der Verbrauch von Frischkäse im vergangenen Jahr um 12,7 Prozent. Dieser Trend könnte durch veränderte Ernährungsgewohnheiten und eine größere Vielfalt an Käsesorten beeinflusst sein.
Butter und Milchfett ebenfalls gefragt
Auch Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Im Jahr 2025 wurden pro Person 5,6 Kilogramm dieser Produkte verbraucht, wie Stern berichtet. Das sind 250 Gramm mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2022. Hohe Preise Anfang 2025 führten zu einer Produktionsausweitung, wodurch die Produkte wieder günstiger wurden, was vermutlich die Nachfrage ankurbelte. (Lesen Sie auch: Finanzmärkte: Optimismus an ostasiatischen Börsen hält weiter)
Sinkender Milchkonsum setzt sich fort
Der Trend zum sinkenden Milchkonsum setzt sich fort. Pro Kopf wurden im vergangenen Jahr 45,1 Kilogramm Milch konsumiert – rund ein Kilo weniger als 2024. Bereits 2015 lag der Wert noch bei 52,6 Kilo je Einwohner. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) vermutet, dass die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen zu diesem Rückgang beiträgt.
Für die Herstellung von einem 250-Gramm-Päckchen Butter werden etwa fünf Kilogramm Milch benötigt. Ein Liter Milch entspricht ungefähr 1,03 Kilogramm.
Milchproduktion leicht gestiegen
Trotz des sinkenden Milchkonsums lieferten die heimischen Erzeuger 2025 rund 31,6 Millionen Tonnen Milch an deutsche Molkereien. Das war gut ein Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus wurden unter anderem vier Millionen Tonnen Konsummilch (-2,6 Prozent), knapp 2,8 Millionen Tonnen Käse (+0,5 Prozent) und 518.100 Tonnen Butter sowie Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse (+9,4 Prozent) hergestellt. (Lesen Sie auch: Lebenshaltungskosten Deutschland: Rücklagen Schwinden Rapide)
Ausblick
Die Zahlen des BZL zeigen eine deutliche Verschiebung der Konsumgewohnheiten in Deutschland. Während Käse und Butter immer beliebter werden, sinkt der Milchkonsum kontinuierlich. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzt und wie sich die Milchproduktion in Deutschland daran anpasst. Informationen zur Milchwirtschaft in Deutschland bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Welche Käsesorten sind in Deutschland besonders beliebt?
In Deutschland sind vor allem Frischkäse, Schnittkäse und Hartkäse sehr beliebt. Der Konsum von Frischkäse ist im vergangenen Jahr besonders stark gestiegen. Aber auch traditionelle Sorten wie Gouda, Emmentaler und Camembert werden gerne gekauft.
Warum sinkt der Milchkonsum in Deutschland?
Ein Grund für den sinkenden Milchkonsum könnte die wachsende Beliebtheit von pflanzlichen Milchalternativen wie Soja-, Mandel- oder Hafermilch sein. Diese Produkte werden von vielen Konsumenten als gesunde und nachhaltige Alternative wahrgenommen.
Wie wirkt sich der veränderte Konsum auf die Milchbauern aus?
Die Milchbauern müssen sich auf die veränderten Konsumgewohnheiten einstellen und ihre Produktion möglicherweise anpassen. Einige Bauern setzen verstärkt auf die Herstellung von Käse und anderen Milchprodukten, um den sinkenden Milchkonsum auszugleichen. Weitere Informationen zur Lage der Landwirtschaft finden Sie beim Statistischen Bundesamt. (Lesen Sie auch: Gusenbauer Signa Honorar: Millionenklage um Ex-Kanzler?)
Welche Rolle spielen die Preise bei den Konsumgewohnheiten?
Die Preise spielen eine wichtige Rolle bei den Konsumgewohnheiten. Hohe Butterpreise führten beispielsweise zu einer Produktionsausweitung und anschließenden Preissenkungen, was die Nachfrage wieder ankurbelte. Auch die Preise für Milchalternativen können den Milchkonsum beeinflussen.






