Ein Postbank Streik droht, da die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Bank, der Muttergesellschaft der Postbank, ins Stocken geraten sind. Verdi fordert deutliche Gehaltsverbesserungen für die rund 9.000 Beschäftigten und droht nun mit Arbeitskampfmaßnahmen, die auch Auswirkungen auf die Kunden haben könnten.

+
Die wichtigsten Fakten
- Verdi droht mit Warnstreiks bei der Postbank wegen stockender Tarifverhandlungen.
- Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltssteigerung von acht Prozent, mindestens aber 300 Euro pro Monat.
- Die Deutsche Bank bietet eine Erhöhung von zwei Prozent nach fünf Nullmonaten und weitere zwei Prozent im Folgejahr.
- Verdi kritisiert das Angebot als unzureichend angesichts hoher Arbeitsbelastung und Rekordergebnisse der Deutschen Bank.
Warum droht Verdi mit einem Postbank Streik?
Verdi fordert für die rund 9.000 Postbank-Beschäftigten eine Gehaltssteigerung von acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Die Gewerkschaft begründet ihre Forderung mit der hohen Arbeitsbelastung der Beschäftigten und den Rekordergebnissen der Deutschen Bank. Das vorliegende Angebot der Deutschen Bank wird als unzureichend kritisiert, da es die Inflation nicht ausgleicht. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen: Verdi droht Deutsche Bank mit Warnstreiks…)
Das Angebot der Deutschen Bank
Die Deutsche Bank hat eine Gehaltssteigerung von zwei Prozent ab September nach fünf Nullmonaten sowie weitere zwei Prozent im September des Folgejahres angeboten. Laut Verdi gleicht dieses Angebot nicht einmal ansatzweise die Inflation aus. Wie Stern berichtet, stößt dies auf großen Unmut bei den Beschäftigten.
Die Forderungen von Verdi im Detail
Neben der Gehaltserhöhung von mindestens 300 Euro fordert Verdi auch Lösungen für die Unsicherheiten, die durch die Integration der ehemaligen Postbank in die Deutsche Bank, Filialschließungen und organisatorische Veränderungen entstanden sind. Die Beschäftigten bräuchten Perspektiven und Planungssicherheit, so Verdi. (Lesen Sie auch: Was Passiert mit Osterhasen? Rätsel um Ladenhüter-Schokolade)
Auswirkungen auf die Kunden
Sollte es zu einem Postbank Streik kommen, sind Einschränkungen im Kundenservice zu erwarten. Bereits in der Vergangenheit hatten Warnstreiks von Verdi wiederholt zu Problemen geführt. Es ist unklar, in welchem Umfang und in welchen Bereichen es zu Ausfällen kommen könnte.
Wie geht es weiter?
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai in Frankfurt angesetzt. Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck geht davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu ersten Warnstreiks kommen wird. In der Tarifkommission wurde bereits über die Einleitung gesprochen. (Lesen Sie auch: Eitek GMBH: Sanierungsplan abgelehnt – Was bedeutet)
Reuters berichtet über die möglichen Auswirkungen auf den Finanzmarkt, falls es zu einem längeren Arbeitskampf kommt. Die Deutsche Bank hat sich bisher nicht öffentlich zu den Streikdrohungen geäußert.
Die Börse Frankfurt beobachtet die Situation genau, da die Deutsche Bank ein bedeutendes Unternehmen im DAX ist.
Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hätte ein Postbank Streik auf die Kunden?
Ein Streik könnte zu Einschränkungen im Kundenservice führen. In der Vergangenheit kam es bereits bei Warnstreiks zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anliegen. Die genauen Auswirkungen sind jedoch noch unklar.
Wann ist die nächste Verhandlungsrunde angesetzt?
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Deutschen Bank ist für den 18. Mai in Frankfurt geplant. Dort werden die Tarifparteien erneut versuchen, eine Einigung zu erzielen, um einen möglichen Streik abzuwenden.







